Samstag, 21. Oktober 2017

Frankfurter Buchmesse 2017 - Bücher und Begegnungen

Hey, ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einige meiner Messeeindrücke vom Samstag zeigen.

Für mich war es die erste Buchmesse in Frankfurt und dementsprechend aufgeregt war ich. Vor allem, da ich die besondere Ehre hatte, beim Bloggerfrühstück mit Jennifer L. Armentrout zu malen. Am Freitagmittag ging es für meine Freundin, mich und meine Mutter sowie meinen Bruder mit dem Bus nach Frankfurt. Nach rund sieben Stunden Fahrt erreichten wir die Stadt und machten uns auf den Weg zu unserem Hotel, das zum Glück nicht weit vom Messegelände entfernt lag.

Am Samstag, der gleichzeitig mein Geburtstag war, standen wir bereits um acht Uhr dreißig vorm Café und während wir darauf warteten, eingelassen zu werden, unterhielten wir uns mit einigen anderen Bloggern. Als wir schließlich eingelassen wurden, gab es einen kleinen Begrüßungsempfang von Carlsen, HarperCollins und Piper und die Gewinner der Verlosung, die sich dann von mir bemalen lassen durften, wurden ausgewählt. Ihr glaubt nicht, wie aufgeregt ich war. Im Laufe der Zeit schwand die Aufregung dann aber, ich habe mich während des Malens super unterhalten, meine Freundin hat fotografiert und unsere Bücher von Jennifer L. Armentrout signieren lassen. Zu Essen gab es auch im Überfluss und niemand musste hungern. Nach anderthalb Stunden malen habe ich mich schließlich auch mit der Autorin unterhalten können und von ihr zu hören, dass sie Fan von dem ist, was ich tue, hat mich sehr berührt. Generell ist Jennifer L. Armentrout ein unglaublich lieber Mensch und hat die ganze Zeit über ihre gute Laune nicht verloren.

Ich und Jennifer L. Armentrout

Ich beim Malen
 
Die drei Ergebnisse

Die glücklichen Gewinnerinnen und ich :)

 
Danach ging es dann wirklich auf die Messe. Als erstes habe ich endlich Crissy Catella getroffen, die "Das Vermächtnis der Arrasis" geschrieben hat. Wir haben uns unterhalten, sie signierte mein Buch und auch Fotos wurden gemacht. Später war ich auf der Signierstunde von Sandra Regnier, während meine Freundin parallel bei Teri Terry anstand. Schließlich haben wir es uns angetan und uns bei Cassandra Clare angestellt und nach zweieinhalb Stunden in knallender Sonne und eingequetscht wie in einer Sardinenbüchse hatten wir unsere Signatur. Trotzdem war diese Signierstunde einfach nur schlecht organisiert. Ein weiteres Highlight war das Bookstagram-Treffen, bei dem ich endlich viele Gesichter mal in Real-life sehen konnte. Alle waren so lieb und es war der schönste Geburtstag, den ich bisher hatte.

Kira, Emily und ich

Ich, Lea und Isabell

Ich und Crissy Catella

Bei Sandra Regnier

Lesung von Cassandra Clare zusammen mit Mona Kasten 

Innenhof der FBM

Dienstag, 10. Oktober 2017

[Rezension] Der schwarze Thron - Die Königin

Titel: Der schwarze Thron - Die Königin
Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 512
Preis:   14,99 [D] (Klappenbroschur)
               15,50 [A]
ISBN: 978-3-7645-3147-8


Da es sich um den zweiten Teil handelt, kann die Rezension Spoiler enthalten!

Inhalt:
Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

Protagonisten:
Katharine ist in meinen Augen ein sehr tragischer Charakter. Sie muss sehr viel durchmachen und durchlebt in diesem Teil der Reihe eine bedeutende Veränderung. Sie ist nicht länger die schwache, unscheinbare Königin, der man nichts zutraut, sondern eine junge Frau, die mit aller Gnadenlosigkeit gegen ihre Schwestern und um die Krone kämpft. Mir war sie ehrlich gesagt ein wenig unsympathisch, denn ihre skrupellose Art sowie die Weise, wie sie sich mit Gift vollstopft und die Schmerzen sogar zu genießen scheint, waren mir unheimlich. All das hat mit ihrem Sturz in die Spalte aus Band 1 zu tun, doch man erfährt nicht genau, was dort unten geschehen ist.   

Mirabella, die Elementwandler-Königin und scheinbar Stärkste der drei Schwestern zeigt immer deutlicher, dass sie ihre Schwestern - zumindest Arsinoe - liebt und um keinen Preis töten möchte. Damit schaffte sie eine ganz neue Ausgangsituation und wurde mir gleich noch sympathischer. Außerdem mag ich ihre Gabe von den drei magischen Gaben am liebsten, denn es ist immer wieder beeindruckend, wenn sie Blitze hervorruft oder ein Unwetter entstehen lässt. Sie nimmt nun zudem den Platz der Ruhigen, Hilfsbereiten ein.

Arsinoe ist die Königin mit dem großen Geheimnis, denn sie hat nicht das Talent, das sie vorgibt zu haben. Vom Charakter her ist sie ein sehr eigenwilliges und widerstandsfähiges Mädchen, das ihre Freunde niemals in Gefahr bringen würde, wenn es sich vermeiden lassen könnte. Sie will leben, weiß aber auch, dass vor allem Katherine es auf sie abgesehen hat. Ihr Überlebenswille, die Loyalität ihren Freunden gegenüber und ihr Geheimnis machen sie zu einer spannenden Komponente im Kampf um den Thron, die so einiges durcheinander bringt.

Meine Meinung:
Bevor ich zum Inhalt komme, ein Wort zum Cover: wunderschön! Zusammen mit Band 1 sieht es noch besser aus, da beide Bücher gemeinsam eine komplette Krone ergeben.
Diese Fortsetzung war deutlich brutaler und düsterer als ich erwartet hatte, aber genau das hat es zu so einem tollen Leseerlebnis gemacht. Der Kampf um den Thron geht nun richtig los, beinhaltet eine Jagd sowie ein Duell und natürlich versuchen der Giftmischer-Clan um Natalia Arron sowie die Priesterinnen um Hohepriesterin Luca einen Plan zu entwickeln, um die Gegner auszuschalten.
Obwohl ich Katharine nicht wirklich mag, finde ich die Arrons - vor allem Natalia - sehr faszinierend und war schockiert über dieses eine Ereignis relativ am Ende.
Die Spannung war sehr viel mehr vorhanden, als in Band 1 und wurde von Kendare Blake die gesamte Handlung über konstant hoch gehalten. Es gibt Lügen, Intrigen und Kämpfe und eine Menge unerwarteter Wendungen. Diese scheinen wirklich eine Spezialität der Autorin zu sein, sodass ich im Laufe der Geschichte mehrmals wirklich überrascht beziehungsweise schockiert wurde. Auch das Ende hatte es wieder extrem in sich und da noch eine Menge Fragen offen bleiben, hoffe ich sehr auf einen dritten Teil. Auch schreckt Kendare Blake nicht davor zurück, Charaktere sterben zu lassen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte.
Der Schreibstil ist wie im ersten Teil sehr leicht zu verstehen für ein High-Fantasy-Epos und macht es dem Leser dementsprechend einfach, das Buch schnell durchzulesen. Verstärkt wird das auch noch durch die wechselnden Sichten pro Kapitel und am Ende hat man so ziemlich aus jeder Perspektive einen Blick auf die Geschehnisse bekommen.
Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich mit vielen Fragen zurückgelassen hat.