Freitag, 3. Juni 2016

[Rezension] Die Shannara Chroniken - Elfensteine

Titel: Die Shannara Chroniken - Elfensteine
Autor: Terry Brooks
Verlag: Blanvet
Seiten: 735
Preis: 9,99 [D] Taschenbuch
          10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6104-9
Die Shannara-Chroniken – Elfensteine ist bereits in geteilter Form erschienen unter den Titeln: »Die Elfensteine von Shannara«, »Der Druide von Shannara« und »Die Dämonen von Shannara«.

Inhalt:
Der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen, stirbt. Mit ihm vergeht auch der Bann, der die Dämonen aus der Welt der Sterblichen fernhält, und die ersten dieser Bestien haben die magische Grenze bereits überwunden. Amberle Elessedil, die Tochter des Königs der Elfen, ist die einzige, die einen neuen Ellcrys pflanzen kann. Um das letzte Samenkorn des Ellcrys zum Leben zu erwecken, begibt sie sich auf gefährliche Reise zum Wildewald. Denn die Dämonen wissen von ihrer Aufgabe und sie werden alles tun, um sie aufzuhalten. Zum Glück steht ihr der junge Heiler Wil zur Seite – und mit ihm die Elfensteine von Shannara.

Protagonisten:
Amberle Elessedil ist eine der Protagonisten dieses Buches und gleichzeitig eine der sieben Erwählten des Ellcrys sowie die Enkeltochter von König Eventine Elessedil, dem König des Elfenvolks. Da sie die erste Frau seit 500 Jahren ist, die erwählt wurde, war die Verwunderung der Elfen groß und als der Ellcrys begann eine engere Bindung zu ihr aufzubauen und ihr immer mehr Bilder zeigte, bekam sie Angst. Sie verstand nicht was der Baum von ihr wollte, verließ Arbolon und enttäuschte ihre Familie und das Elfenvolk. Jedoch ist sie dazu bestimmt den heiligen Baum zu retten. Ihr Charakter ist sehr verschieden. Mal beherrschen Zorn und Wut ihre Gefühle, dann wieder Trauer und Angst, doch letztendlich erkennt man, dass Amberle eine Person voll Entschlossenheit und Mut ist, denn sie nimmt ihre Aufgabe an und bewältigt eine Menge Gefahren.  

Wil Ohmsford ist ein junger Heiler, der vollkommen unwissend von dem Druiden Allanon dazu bestimmt wurde Amberle auf ihrer Reise zu begleiten und zu beschützen. Denn er besitzt drei blaue Elfensteine, die er von seinem Großvater Shea Ohmsford bekam. Da in ihm jedoch nur ein geringer Anteil an Elfenblut fließt, glaubt er irrtümlicher Weise, er könne die Macht der Steine nur begrenzt nutzen oder würde beim Versuch versagen. Von Amberle wird er letztendlich eines besseren belehrt, doch braucht er eine sehr lange Zeit bis er das einsieht. Durch die vielen gemeinsamen Gefahren kommen er und Amberle sich näher und er sorgt sich sehr um sie. Auch Wil besitzt eine Menge Entschlossenheit und Mut sowie Verstand, was er oft genug unter Beweis stellt.

Allanon ist der letzte Druide von Paranor und die wahrscheinlich mysteriöseste Gestalt des ganzen Buches. Er taucht völlig unerwartet in Arbolon auf, nachdem der Ellcrys krank geworden ist. Seine gesamte Erscheinung ist respekt- , fast schon furchteinflößend und dadurch, dass er immer ein schwarzes Gewand mit Kapuze trägt, macht ihn das noch mysteriöser. Ich persönlich finde ihn wirklich beeindruckend, auch wenn er manchmal sehr verschlossen und kalt erscheint. Aber dann ist er wieder offener und man erkennt sein ganzes Wissen sowie seine Macht. Er rettet Wil und Amberle aus manch gefährlicher Lage und spielt auch im Kampf gegen die Dämonen eine entscheidende Rolle.

Es gibt natürlich noch eine ganze Menge weiterer und nicht gerade unwichtiger Personen wie beispielsweise Eretria, die Wil auch ziemlich oft rettet und von ihm verlangt, dass er sie mitnimmt, da sie von Cephelo, dem Führer der Fahrensleute verkauft werden soll, dann noch Andor Elessedil, einer der drei Söhne von Eventine, dem im Verlauf des Buches eine immer größere Rolle zugedacht wird und zu guter Letzt der Dagda Mor. Er ist der mächtigste der Dämonen und kann es als einziger mit Allanon alleine aufnehmen.  

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir wirklich extrem gut gefallen, vor allem, da Terry Brooks zwischen mehreren Perspektiven gewechselt hat und es dadurch sehr viel abwechslungsreicher wurde. Trotz der vielen und stark detaillierten Beschreibungen von beispielsweise unterschiedlichen Orten oder auch der ausführlichen Erzählungen Allanons über die Vergangenheit wurde es nie langweilig und ich möchte gerade deswegen auch noch Die Shannara Chroniken - Das Schwert der Elfen lesen. Zudem hat mich die ganze Welt um Arbolon und den Ellcrys sehr fasziniert und ich finde es erstaunlich wie genau man als Leser die Reise Amberles und Wils sowie die Kämpfe zwischen den Elfen und Dämonen mit verfolgen kann. Ich bin mir sicher, dass ich noch nie ein so detailreiches Buch gelesen habe, das zwischendurch nicht langatmig wurde. Zwar konnte ich mich an einigen Stellen nur schwer in die Personen hineinversetzten, da Terry Brooks meiner Ansicht nach eher aus auktorialer Sicht geschrieben hat, doch dann wurde ich wieder so tief in die Gedanken und Gefühle von beispielsweise Wil oder Allanon hineingerissen, dass es mich wirklich überrascht hat wie fließend diese Übergänge sein können. Auch das Cover ist ziemlich mysteriös, zeigt aber Amberle so wie sie in der dazugehörigen Serie Shannara Chronicles gespielt wird.
Dieses Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung für Fantasy-Fans, die gerne Geschichten über Elfen und Dämonen mögen und detaillierte Bücher lesen, denn ich kann mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen doch etwas langatmig werden könnte, wenn man sich nicht richtig in die Welt hineinziehen lässt. Alles in allem gebe ich dem Buch 5/5 Sterne, denn die Geschichte hat mich wirklich fasziniert und es war so genau und detailgetreu geschrieben, wurde jedoch nicht langweilig.

Cover 4/5
Inhalt 5/5
Schreibstil 5/5            

5/5 Sternen

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