Sonntag, 12. Februar 2017

[Rezension] Die Schulen der Magie - Kinder des Konvents

Titel: Die Schulen der Magie - Kinder des Konvents
Autor: Michael Kammerer
Verlag: Morawa Lesezirkel
Seiten: 648
Preis:  22,99 [D] (Flexibler Einband)
ISBN: 978-3-990-57265-8
Ganz lieben Dank an Michael Kammerer und den Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Inhalt:
Er hat es endlich geschafft. Als Patronus des Herzogtums Tricorn tritt Meister Planitas das höchste magische Amt des Landes an. Doch kaum beginnt er seinen Pflichten nachzugehen, scheint sich alles gegen ihn verschworen zu haben: Überall im Land werden magisch begabte Kinder von bitteren Feinden des angesehenen Konvents der Magier entführt, und obendrein scheint es auch noch einen Verräter in den eigenen Reihen zu geben. Schnell beginnt die Lage zu eskalieren und Planitas erkennt, dass er in diesem Spiel aus Intrigen und Verschwörung niemandem trauen kann.

Protagonisten:
Noldil Planitas ist Magier des Konvents, einer Organisation der Magier, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit magischer Begabung zu finden und auszubilden, und der neue Patronus von Tricorn. Streng, aber ruhig tritt er anderen gegenüber. Er kämpft mit aller Macht gegen alle, die seinem Herzogtum schaden wollen und gibt den arkanen Wächtern vor dem finalen Kampf, den sie eigentlich nicht überleben werden, die Hoffnung zu siegen. Trotzdem wird ihm sein neues Amt fast zum Verhängnis, aber er gibt nicht auf und das macht ihn in meinen Augen zu einem starken Charakter, selbst wenn auch ihn manchmal die Zweifel heimsuchen. 

Kitan ist ein Junge aus Waldeseck, einem kleinen Dorf im Süden Tricorns, mit einer Fähigkeit, von der niemand zu wagen glaubte, dass sie überhaupt möglich sein kann. Er hat eine zweijährige Schwester und einen Hund der ganz besonderen Art. Außerdem besitzt er das Talent, Fragen so treffend und unschuldig zu stellen, dass er auch immer eine Antwort bekommt. Sein Freund Trian und er sind unzertrennlich, bis es zu einer Wendung kommt, die ich aber nicht weiter ausführen will :) Er lernt, sich gegen andere zu wehren und entdeckt in sich selbst einen Mut, den er sich kaum zugetraut hätte.

Meine Meinung:
Diese ganz neue Welt der Magie, die Michael Kammerer hier geschaffen hat, ist gleichermaßen faszinierend wie verwirrend. Ich hatte zu Anfang doch ein paar Schwierigkeiten, mich in die Geschichte hineinzufinden, Orte und Charaktere zu ordnen und mit den vielen neuen Begriffen klarzukommen. Doch je länger ich mich mit dem Buch beschäftigte, aber dummer Weise ein wenig zu spät bemerkte, dass es am Ende ein sehr hilfreiches Glossar zu allen Personen, Orten und Kreaturen gibt, desto mehr konnte die Geschichte um Magier, Dämonen und Intrigen mich in ihren Bann ziehen. 
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, die Kapitel sind nicht zu lang und wechseln zwischen den Sichten von Planitas, Kitan und Jonas Garn, einem Korporal der Stadtwache Tricorns, hin und her, sodass mir beim Lesen kaum langweilig wurde. Michael Kammerer beschreibt die Orte, an denen Kämpfe, Angriffe und Sitzungen stattfinden mit einer Detailgenauigkeit, dass ich jeden Raum und vor allem die Vorgänge während eines Zaubers deutlich vor Augen hatte. Um die Spannung zu heben, gibt es zwischendurch heftige Kämpfe, die zum Teil doch ganz schön brutal sind und einen das Gesicht verziehen lassen. Ich für meinen Teil finde, dass so etwas einfach in eine Fantasy-Welt, voller Dämonen und Magiern mit hineingehört und Kammerer hat es wunderbar umgesetzt. 
Am Ende gab es einen unglaublich heftigen Kampf, bei dem Abschnittweise zwischen Kitans und Garns Sicht gewechselt wurde, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Und was man im aller letzten Satz des Epilogs erfährt, sprengt noch einmal alle Vermutungen.
Ich würde allen Fantasy Liebhabern dieses Buch auf alle Fälle empfehlen (4 von 5 Sternen), auch wenn der Anfang sich ein bisschen zieht, aber alles, was dann folgt ist einfach magisch, spannend und düster.
 

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