Dienstag, 14. März 2017

[Rezension] Windjäger

Titel: Windjäger
Autor: Jim Butcher
Verlag: Blanvet
Seiten: 763
Preis:  9,99 [D] (Taschenbuch)
          10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6000-4

Vielen Dank an den Blanvet Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Inhalt:
Kämpfe, Intrigen und Abenteuer in einer unvergesslichen Welt
Seit der Nebel die ganze Welt überzogen hat, leben die Menschen in festungsartigen Städten auf den Gipfeln der Berge. Den Nebel zu betreten kann tödlich sein. Dennoch fallen Truppen der Gipfelfestung Aurora in das Gebiet von Albion ein, und ein Krieg kann nicht mehr abgewendet werden. Der Gipfelfürst von Albion ruft seine Verbündeten zusammen und bereitet sein Volk auf den Kampf vor. Die Flotte ist stark, die Männer und Frauen sind gut ausgebildet. Doch seine größte Hoffnung setzt der Gipfelfürst auf die geheime Mission von Kapitän Grimm und dessen Luftschiff Jäger.

Protagonisten:
Kapitän Grimm ist Kapitän der AHS (Albionisches Handelsschiff) Raubtier und wurde wegen Feigheit vor dem Feind unehrenhaft aus der Flotte verbannt. Er spricht nicht gerne über dieses Ereignis und im Grunde kann ich nicht nachvollziehen, wie man ihn auch nur im Ansatz feige nennen kann. Er verkörpert das Bild eines Luftschiffkapitäns, der das Leben aller an Bord befindlichen Menschen in der Hand hält und trotz dieser tonnenschweren Bürde weder jammert noch klagt.

Gwendolyn Lancaster ist eine sehr dickköpfige Adlige, die nicht das Klischee eines hilflosen Mädchens gibt, da sie sich gut selbst verteidigen kann, vor allem verbal. Sie gibt selbst zu, arrogant, eigensinnig und unverblümt zu sein und ihr Cousin Benedict hängt gerne noch ein paar andere Eigenschaften mit dran, wie stur, manchmal unvorsichtig und ziemlich langsam, wenn es darum geht, einzusehen, dass sie einen Fehler gemacht hat. Doch trotz allem hat sie ein gutes Herz und ist mir mit ihrer gewöhnungsbedürftigen Art doch sympathisch.

Rowl (richtig: Rowl, Spross von Maul von den Leisen Pfoten aus Habbel Morgen) ist ein Kater, der zu einhundert Prozent von sich selbst überzeugt ist. Wenn er gerade jemandem das Leben gerettet hat -  und wie er gerne betont: ganz allein gerettet hat - wird er unausstehlich, doch nichtsdestotrotz ist er gerade deswegen einer meiner liebsten Charaktere.  

Madame Sycorax Cavendish ist Ätherikerin und zwar eine äußerst gefährliche. Sie ist sehr auf Höflichkeit bedacht, trinkt gerne Tee und ist auf eine kalte Art schön. Mit ebenso einer Kälte schreckt sie auch nicht vor Folter und Mord zurück.     

Meine Meinung:
Schon der Gedanke, dass Nebel sich auf die Welt gesenkt hat und alle Menschen nun in Türmen auf den Gipfeln der Berge leben ist wahnsinnig faszinierend. Da diese Welt vollkommen neu ist, hat Jim Butcher sich die Zeit genommen, um all das bis ins Detail zu beschreiben. Trotz dessen wurde mir beim Lesen nie langweilig und auch einzelne solcher Szenen waren nicht zu langatmig. Neben den oben erwähnten Figuren wird man mit zahlreichen weiteren Figuren konfrontiert, die allesamt sehr dynamisch, vielschichtig und sehr unterschiedlich sind. Da während der Kapitel die Sichtweisen gewechselt werden, bekam ich von den verschiedensten Situationen die verschiedensten Blickwinkel auf die Geschichte, die doch dann irgendwie wieder zusammenliefen. Bestimmt hat noch kaum jemand mal etwas aus der Sicht einer Katze gelesen. Schon deswegen ist dieses Buch etwas Besonderes, wobei auch das Spiel mit dem Element Luft dazu beiträgt. Wie das faszinierende Cover schon verrät, wird dem Himmel eine wichtige Rolle beigemessen. Er ist Schauplatz actionreicher Kämpfe und das Zuhause von Kapitän Grimm.
Alles in allem ist dieses Buch ein wirklich empfehlenswerter Roman mit viel Action, Spannung und Humor. Ich gehe mal stark davon aus, dass es auch einen zweiten Teil geben wird, denn am Ende werfen sich immer mehr Fragen auf, die nicht geklärt werden.
(5/5 Sterne)
 
 

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