Freitag, 14. Juli 2017

[Rezension] Schule der Nacht

Titel: Schule der Nacht
Autor: Ann A. McDonald
Verlag: Penhaligon
Seiten: 445
Preis:  19,99 [D] (Hardcover)
               20,60 [A]
ISBN:
978-3-7645-3177-5

Inhalt:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Protagonisten:
Cassandra Blackwell oder auch Cassie, wie sie genannt wird, ist die Protagonistin des Buches und eine ziemlich verschlossene Person. Der Grund dafür lässt sich im Laufe der Geschichte finden und offenbart ihre schwierige Kindheit. Sie lässt niemanden richtig an sich heran, blockt jeglichen Flirtversuch von beispielsweise Charlie, einem jungen Polizisten, ab und auch ihre Freundschaft zu Evie, ihrer Mitbewohnerin, bleibt vor allem zu Beginn eher oberflächlich. Schließlich soll niemand erfahren, warum sie wirklich an der Raleigh Universität ist. Ich bin mit ihr nicht wirklich warm geworden, was zum Teil daran lag, dass sie nicht sehr offen ist, man aber auch nur einen beschränkten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt.

Meine Meinung:
Der Prolog des Buches ist einfach nur spannend und ein sehr guter Einstieg in die Geschichte, der mich sogleich gefesselt hat, doch dann gibt es einen Cut und man erfährt nach und nach, wie Cassie sich an der Universität einfindet, dass sie nicht wirklich zum Studieren dort ist und auch weitere Nebencharaktere werden eingeführt, zu denen ich aber auch distanziert geblieben bin, da einfach zu wenige Gefühle herübergebracht wurden. Dies, zusammen mit den teilweise sehr ausführlichen Beschreibungen der Universität, Oxford und des Geländes, bewirken, dass die ersten 100 Seiten sich doch ziemlich ziehen.
Die Autorin schreibt sehr bildlich, aber teilweise in verschachtelten Sätzen, die ich dann doch mal doppelt lesen musste, um sie zu verstehen. Nachdem ich mich aber darauf eingelassen hatte, wurde das Buch immer besser und was an emotionaler Tiefe fehlt, wird an Spannung wieder wett gemacht. Der Schreibstil passt im Nachhinein wirklich sehr gut zum Setting Oxfords, einer Stadt, die in der akademischen Welt den Ton angibt.
Die Spannung wird nach dem ersten Drittel durch immer neue Richtungswechsel der Geschichte durchgehend hoch gehalten und es werden einem unvorhersehbare, teils schockierende Ereignisse dargeboten.
Und dann kam der Übergang zu Fantasy/Mystery, der mir doch ziemlich abrupt erschien und auch die Auflösung am Schluss ließ in diesem Zusammenhang ein paar Fragen bei mir offen.
Trotz allem ist es ein wirklich interessantes und auf jeden Fall spannendes Buch, das einen detaillierten Einblick in das Collegeleben von Oxford gibt.

 

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