Mittwoch, 7. Februar 2018

[Rezension] Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte

Titel: Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
Autor: Bernhard Hennen
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 571
Preis:   16,99 [D] (Broschiert)
               17,50 [A]
ISBN: 978-3-596-29726-9       


Inhalt:
Der junge Milan Tormeno ist dazu ausersehen, seinem Vater Nandus in das Amt des Erzpriesters zu folgen: Er soll einer jener mächtigen Auserwählten werden, die die Geschicke der Welt Azuhr lenken.
Doch Milan kann nicht akzeptieren, dass sein Schicksal vorherbestimmt ist. Er rebelliert – und verstrickt sich mit der Meisterdiebin Felicia und der geheimnisvollen Konkubine Nok in ein gefährliches Netz von Intrigen.
Gemeinsam geraten sie in den Bann einer alten Prophezeiung – einer Prophezeiung, nach der die Ankunft des »Schwarzen Mondes« in Azuhr ein neues Zeitalter der Magie einläuten wird ...

Protagonisten:
Milan Tormeno ist der jüngste Sohn des Erzpriesters Nandus Tormeno von Cilia. Von seinem Vater gedrillt und gezwungen, zu werden wie er es sich vorstellt, nie zufrieden mit dem, was Milan tut, beginnt er zu rebellieren. Neben seinem Vater trägt er auch die Last des Namen Tormeno auf seinen Schultern, denn sein Großvater Lucio Tormeno brannte einst ohne Skrupel eine gesamte Stadt nieder, um die Insel zu schützen. Er besitzt eine Gabe, von der er später erst erfährt und begibt sich, getrieben von dem Wunsch, seinen Vater leiden zu sehen, auf einen Weg, der sein Leben auf immer verändert.    

Felicia ist ein Charakter ganz nach meinem Geschmack. Als Meisterdiebin und Herzogin des Schwertwaldes liegt es ihr im Blut, zu kämpfen, Befehle zu erteilen und sich nicht brechen zu lassen. Eine stolze Frau mit roten Haaren und grünen Augen, die voller Leidenschaft und Überzeugung für ihre Sache jeden noch so schweren Weg einschlägt. Selbst wenn das bedeutet, ihr Leben riskieren zu müssen.

Meine Meinung:
Absolut großartig! Azuhr ist das erste Buch, das ich von Bernhard Hennen gelesen habe und es hat mich von der ersten Seite an gepackt. Und in die Richtung, in die sich die Handlung entwickelt hat, wäre ich im Traum nicht gekommen. Schockierend, faszinierend und unglaublich mitreißend zugleich. Was das Buch für mich so besonders macht, ist die Tatsache, dass Mären (Märchen) eine wahrlich ausschlaggebende Rolle spielen und zum Ende hin immer mehr in den Mittelpunkt rücken. So bekommen die Charaktere es nicht nur mit menschlichen Feinden zu tun, sondern müssen sich auch mit Kreaturen aus Geschichten auseinandersetzen - und das nicht nur in Gedanken.
Vom Schreibstil hatte ich mehr so etwas in Richtung Terry Brooks erwartet, das heißt mehr Details bei den Beschreibungen, doch überraschender Weise war dem nicht so (fast, denn wie man drei Seiten mit dem Aussehen und Anziehen einer Rüstung voll bekommt, ist schon ziemlich detailliert). Die verschiedenen Ereignisse geschehen Schlag auf Schlag, während man mehr über die Verhältnisse der unterschiedlichen Länder und Charaktere erfährt, von denen es eine ganze Menge gibt. Alle Figuren sind unglaublich authentisch und stecken voller Überraschungen und ich bin sicher, dass da im zweiten Teil noch ganz schön was auf den Leser zukommt.
Schön fand ich auch die Länge der Kapitel. Es gibt relativ lange, aber auch ziemlich kurze, sodass es einfach ist, zwischendurch einmal eine Pause zu machen.
Nach guten Zweidritteln des Buches hätte ich es am liebsten gegen die Wand geworfen und einfach aufgehört, denn ... lest selbst ;)
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!    


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