Dienstag, 19. September 2017

[Rezension] Sonnenschatten - Die Chroniken von Ereos 1

Titel: Sonnenschatten - Die Chroniken von Ereos 1
Autor: Benjamin Keck
Seiten: 376
Preis: 13,90 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 9781545480762


Inhalt:
Sha, ein Krieger der Wüste und Besitzer eines blutigen Dolches trifft in den winterlichen loktarischen Wäldern auf die Kampfgefährten Delon und Evva. Gemeinsam brechen sie auf, einen dunklen Zauber zu lösen, der ihren Freund Agnon gefangen hält. Doch schon bald werden sie von Schattendienern und Schlimmerem gejagt, stehen ruchlosen Assassinen, nubarischen Kriegern und dunklen Machenschaften gegenüber, an deren Ende die Götter selbst um ihr Dasein fürchten müssen. Während die Fahnen des Krieges über den ylanischen Türmen wehen und König Maer Magnur zur letzten Schlacht ruft, scheint es, als schritten die Bewohner von Ereos einem blutigen Zeitalter der Schatten entgegen.


Protagonisten:
Evva, die rothaarige Kämpferin mit einer Vorliebe für vor allem verschlossene Türen, ist meine absolute Lieblingsfigur dieses Buches. Sie ist mutig, stark und nimmt es zusammen mit Delon, ihrem scheinbar immer hungrigem und teils ungeduldigen Kampfgefährten, sogar mit Dutzenden von Gegnern auf. 

Sha ist der Hüter der Wüste. Er versteht den Wind und herrscht über den Sand. Er bewegt sich mit einer unglaublichen Eleganz, kann ebenfalls hervorragend kämpfen und hat etwas Mystisches an sich.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch während der Zeltfahrt mit meiner Klasse gelesen und der Autor hat es geschafft, dass ich sogar die Kälte vergessen konnte (5°C im Zelt). Alle Charaktere sind extrem gut ausgearbeitet, besitzen ihre - teils ziemlich erschreckenden - Eigenheiten und Geheimnisse und werden dem Leser Schritt für Schritt nahegebracht. Zwar war ich mir nie ganz sicher, wer jetzt böse oder gut ist, vor allem bei Neun und seinen Freunden ist das so eine Sache.  
Die Atmosphäre hat mir ehrlich gesagt ein mulmiges Gefühl verpasst. Alles ist düster und unheimlich und man muss immer auf der Hut sein. Aber das ist genau das, was ich so gelungen an diesem Buch finde, denn die Spannung und das Dunkle, Geheimnisvolle bleibt bis zum Ende bestehen, verstärkt sich sogar und ich konnte nicht sagen, wie all die Handlungsstränge zusammenpassen und ein Ganzes bilden sollen. 
Der einfach zu verstehende, lockere Schreibstil trägt zu großen Teilen zur fesselnden Wirkung der Geschichte bei, genau wie die wechselnden Sichtweisen pro Kapitel und auch innerhalb dieser. Obwohl nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, konnte ich sehr gut mit den Charakteren mitfühlen, da ihre Gedanken in Ich-Perspektive offen gelegt werden.
Der erste Satz des ersten Kapitels hat mich sofort an "Game of Thrones" denken lassen und auch das viele Töten sowie die brutalen Kampfszenen passen dazu und das ist absolut positiv zu sehen, denn ich liebe George R. R. Martins Bücher ebenso wie die Serie. Deswegen, wer kein Fan von blutigen Szenen ist, der sollte sich lieber zweimal überlegen, ob er das Buch lesen möchte. Ich für meinen Teil fand es absolut großartig und das offene Ende sowie der Titel verraten ja, dass es auf jeden Fall einen zweiten Teil geben wird, den ich unbedingt lesen werde.   

»Seit jeher scheint Blut eine seltsame Faszination auf die Menschen auszuüben. Meine Suche brachte mich an unbeschreiblich dunkle Orte, doch selbst dort wussten sie nicht genug, um sich zu fürchten. Diese Furcht wäre jedoch angebracht, nicht umsonst sind sie, wer sie sind.«

Sonntag, 10. September 2017

[Rezension] Das Vermächtnis der Arassis - Die Macht der Zwei erwacht

Titel: Das Vermächtnis der Arassis - Die Macht der Zwei erwacht
Autor: Crissy Catella
Verlag: familiaVerlag
Seiten: 492
Preis:   16,95 [D] (Hardcover)
               17,50 [A]
ISBN: 978-3-96131-044-9


Ganz lieben Dank an den Verlag für dieses tolle Buch!

Inhalt:
Arassis-Dynastie – das Blut des allmächtigen Zeus Nicos Leben steht Kopf. Eigentlich war er der Überzeugung, ein halbwegs normaler Junge zu sein – zumindest bis zum Eintreffen im Arassis-Sportcamp. Nach einem verheerenden Anschlag auf die Menschheit, wird ihm offenbart, dass er einer der mächtigsten Talenter auf Erden ist und zudem über magische Begabungen verfügt. Doch das ist noch nicht alles. Nach und nach kommt er einer todbringenden Verschwörung auf die Schliche. Nicht mehr sicher, wem er trauen kann, erlebt er gemeinsam mit seinen Freunden das Abenteuer seines Lebens. Ein Kampf zwischen Gut und Böse bricht aus. Wird er das Geheimnis seiner Vergangenheit lüften und die Menschheit retten können?

Protagonisten:
Nico Ringhoff ist ein Junge, der seine Nase in Angelegenheiten stecken muss, die ihn überhaupt nichts angehen und genau diese Neugierde bringt ihn mehr als einmal in Gefahr. Was ihn mir aber besonders sympathisch gemacht hat, ist seine unendliche Treue und Loyalität gegenüber seinen Freunden. Sie bedeuten ihm alles und er würde niemals zulassen, dass ihnen etwas zustößt. 

Lavinia van Divort ist neben Sebastjan und Mary die vierte im Bunde und ein Mädchen, das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Sie ist unheimlich schlau, scheint jedes Buch auswendig zu kennen und kann wahnsinnig überzeugend sein, doch hinter ihrer selbstbewussten Fassade schlummern Trauer und Schuld.

Rupert Gottmann ist Rektor der Schule für Talenter und die perfekte Besetzung dieses Postens. Streng, machtvoll, aber auch gerecht und freundlich. Von allen Lehrern war er mir zusammen mit Professor Dorothy Arlon am einnehmendsten. Nicht zu vergessen Sir Gottmanns Hund Argos.

Meine Meinung:
Ich liebe Mythologie und alles was damit zusammenhängt! Und genau aus diesem Grund war dieses Buch einfach perfekt. Man erfährt unheimlich viel über Artefakte der Götter, über sie selbst und ihre Geschichte, ebenso wie über Sehenswürdigkeiten in beispielsweise Dublin. Die Stadt ist einer der Schauplätze des Buches, wo ich zum nächsten Pluspunkt kommen will. Die Geschichte spielt nicht nur im Anwesen der Familie Arassis, sondern auch in London und Irland sowie ausschnittweise auf einer Insel in Vanuatu. Zudem wechseln ab und an die Sichtweisen. Natürlich wird hauptsächlich aus Nicos Sicht erzählt, aber zwischendrin gibt es kurze Kapitel, die Einblicke in Rupert Gottmanns oder dem Anführers des Elysischen Bundes geben, sodass der Leser noch vor Nico und seinen Freunden erfährt, was passieren wird beziehungsweise zumindest eine Ahnung davon bekommt. Deswegen ging für mich dabei leider ein bisschen Spannung verloren, aber ich habe trotzdem mit Nico mit gefiebert und war jedes Mal erleichtert, wenn er dann endlich die richtige Erkenntnis hatte. 
Durch den einfachen, leicht verständlichen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Selbst als nicht-Kenner von Mythologie hat man keine Probleme, die verwendeten Begriffe zu verstehen, denn die Erklärungen werden einfach und sinnvoll in die Handlung eingebaut. 
Das Ende - und Crissy, das geht jetzt direkt an dich - dieses Ende ist nicht akzeptabel! Da lüften sie endlich das große Geheimnis und nicht einmal Nicos Reaktion krieg ich zu lesen. Zum Glück wird es einen zweiten Teil geben, auf den ich mich jetzt schon riesig freue. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung für dieses tolle Fantasy-Jugendbuch.       


Freitag, 1. September 2017

[Rezension] Game of Thrones - Haus Stark: Schattenwolf 3D Maske

Titel: Game of Thrones - Haus Stark: Schattenwolf
Verlag: arsEdition
Seiten: 44
Preis:   19,99 [D]
               19,99 [A]

Inhalt:
Kreative 3D-Maske für alle Game-of-Thrones-Fans – ganz leicht zum Selbermachen! Inspiriert von der preisgekrönten Serie, enthält dieses Buch neben Infos rund um die Serie und das Haus Stark vor allem den Schattenwolf, das Wappentier des Hauses, als wunderbar ausgefeilte 3D-Maske zum Selberbauen.

Meine Meinung:

Ein Muss für jeden Game-of-Thrones-Fan! Ich habe die Schattenwolf-Variante bekommen, aber es gibt auch noch den Löwen vom Haus Lennister, den Drachen von Targaryen und einen Weißen Wanderer. Auf den ersten Seiten des Buches findet man ein paar Informationen zu dem jeweiligen Haus und schön illustrierte Bilder. Es ist generell eine Augenweide, sich die Ausgabe anzuschauen. Die Anleitung ist kurz, aber verständlich und wenn man sich daran hält, dann sollte auch nichts schief gehen. Das Basteln an sich ist ziemlich zeitaufwendig. Ich habe erst die Maske an einem Nachmittag und die Wandhalterung dann am nächsten Tag zusammengebaut und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Obwohl die Pappe relativ fest ist, lassen sich die Laschen leicht falten, dafür ist das mit dem Kleben so eine Sache. Ich empfehle euch, nehmt Klebeband. Dann spart ihr unnütze Arbeit. Ich selbst habe es erst mit Klebestift und dann mit Flüssigkleber versucht, doch das hat überhaupt nicht gehalten. Das Klebeband hingegen hält hervorragend. Wer schon einmal einen Puzzleball gemacht hat, kann es ungefähr damit vergleichen, denn man muss sich an den Zahlen auf der Rückseite orientieren.  Bei den Ohren hatte ich ein bisschen zu knobeln, bis ich verstanden hatte, wie sie anzubringen waren. Jetzt hängt der Schattenwolf bei mir an der Wand und zieht jedes Mal beim Reinkommen ins Zimmer seine Aufmerksamkeit auf sich. 





  

Donnerstag, 24. August 2017

[Rezension] Auserwählt

Titel: Auserwählt
Autor: Michelle Augustin
Seiten: 410
Preis:   11,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 9781521734629


Inhalt:
Es ist, als wärst Du mitten in ein fertiggestelltes Buch hineingefallen und Du weißt nicht, wie es angefangen hat oder weitergehen wird. So fühlt sich Cainy Nance, als sie aus dem Koma erwacht und keinerlei Erinnerungen mehr hat, weder an sich selbst, noch an ihre Vergangenheit. Ihre Familie und Freunde stehen ihr bei und Cainys Leben scheint wieder vollkommen zu sein. Doch sie hat das Gefühl, dass man ihr Dinge aus ihrer Vergangenheit absichtlich verschweigt. Immer wieder hat sie Träume und Flashbacks und dann taucht auch noch dieser unglaubliche, junge Mann auf, der ihr innerhalb kürzester Zeit den Kopf verdreht und tief in ihr diese unerklärlichen Gefühle verursacht.

Protagonisten:
Cainy Nance ist unsere Hauptfigur und muss sich selbst kennenlernen, nachdem sie ihre Erinnerungen an ihr altes Leben verloren hat. Es hat mich überrascht, wie scheinbar locker und entspannt sie damit umgegangen ist ohne voller Verzweiflung nach Antworten zu suchen. Sie ist eine ruhige, verständnisvolle Persönlichkeit, kann aber auch schon mal aufbrausen und deutlich ihre Meinung zum Besten geben. Ich mochte sie recht gern, da sie mir von der Art her ähnlich ist und ich ihre Entscheidungen zum größten Teil nachvollziehen konnte.

Rylyn ist der typische, gutaussehende junge Mann. Charmant, selbstsicher und ganz der Gentleman. Wer hätte nicht auch gerne so einen Traummann? Dass das nicht alles war, war mir von Anfang an klar, sonst wäre das Buch schon nach der Hälfte vorbei gewesen. Trotzdem war er irgendwie undurchschaubar und ich konnte mich nicht ganz entscheiden, was ich von ihm halten sollte.

Meine Meinung:
Ich war ehrlich gesagt überrascht, da mir nicht ganz bewusst war, dass sich die Geschichte in Richtung Fantasy bewegt. Zu Anfang sah alles nach einer dieser Liebesgeschichten aus und auch das Setting passte dazu. Attraktive, reiche Charaktere, wohnhaft in Miami Beach, ausgestattet mit schicken Autos und teuren Klamotten. Das erschien mir alles irgendwie ein wenig zu übertrieben und klischeebeladen, doch die rätselhaften Träume und merkwürdigen Ereignisse ließen schnell vermuten, dass mehr dahinter steckt und die Neugier, endlich herauszufinden, worin der Fantasyteil bestand, ließ mich durch die Seiten fliegen. Im letzten Drittel kam dann endlich die Auflösung und ich wurde völlig mit Informationen überschüttet. Das tat der Spannung jedoch keinen Abbruch, denn nebenbei spielten sich noch andere Dinge ab, es gab einige überraschende Momente und ich habe mit Cainy gezittert, aber der große Knall zum Schluss blieb leider etwas kleiner als erhofft. Da es jedoch noch eine Fortsetzung geben soll, ist das nicht allzu schlimm.
Die Charaktere neben Cainy, wie beispielsweise ihre Cousine Yairy oder deren Verlobter Tylen sind schön ausgearbeitet und nicht allzu oberflächlich. Auch der flüssige, gefühlvolle Schreibstil gefällt mir gut und macht es einem leicht, das Buch zu mögen. Es ist nicht schwer, sich in die Personen hineinzuversetzen und mit ihnen mit zu fiebern. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf Band 2.

Montag, 21. August 2017

[Rezension] Die Blackhaven Chroniken - Der Hexer

Titel: Die Blackhaven Chroniken - Der Hexer
Autor: Janine Dix
Seiten: 353
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 9781521445303


Inhalt:
Das Böse lauert überall, in jeder Ecke der Stadt und jeder Ritze der Häuser und vor allem im Fluss, der Blackhaven wie ein dunkles, öliges Band durchzieht...
Doch daran hat sich Robert Greene längst gewöhnt. Erzogen dazu, gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und andere Ausgeburten der Hölle zu kämpfen, kann ihn so leicht nichts mehr schocken. Zumindest aus dieser Richtung. Dass sich aber die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß schnell verwischen, wenn nicht sogar leicht verschieben lassen, daran muss er sich immer noch gewöhnen. Besonders da er beschlossen hat, all dem den Rücken zu kehren.
Allerdings wird man seine Vergangenheit nicht so einfach los, vor allem dann nicht, sobald man in eine Verschwörung rund um die eigene Person verwickelt wird, die einem das Leben oder sogar den Verstand kosten könnte.


Protagonisten:
Robert Greene ist ehemaliger Leiter der Allianz des Lichts, einer Organisation, "die sich dem Schutz der Menschen vor den Mächten der Dunkelheit verschrieben hat". Er verlässt die Organisation aber und versteckt sich in einer Absteige in Blackhaven. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit ihm nicht so recht warm geworden bin. Seine irgendwie sprunghafte Art, nach außen hin gelassen und unbeeindruckt zu wirken, während er innerlich mit seinen Gefühlen ringt, aber dann doch kurz davor ist, in Tränen auszubrechen, konnte mich nicht von sich überzeugen. Auch seine Sturheit beziehungsweise sein scheinbar unüberwindbarer Stolz, der bewirkt, dass er die anderen Charaktere verletzt oder auf die Palme bringt, ist mir nicht sehr sympathisch gewesen.

Meine Meinung:
Die Idee dieser Geschichte ist an und für sich nicht schlecht. Mal etwas Urban-Fantasy ohne Romantik, dafür aber mit viel düsterer Atmosphäre und einer Menge außergewöhnlicher Kreaturen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass nach einem Kapitel in der Gegenwart wieder eines folgt, das in Roberts Vergangenheit spielt, sodass man nach und nach mehr über ihn und seine Familie erfährt. Leider sind die Zeitsprünge ein bisschen durcheinander, sodass man sich erst ins Gedächtnis rufen muss, ob die Handlung jetzt vor oder nach dem letzten Rückblick handelt. Ganz gut gelöst wurde das durch die Überschriften, in denen die Jahre enthalten sind. Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, zu verstehen, worauf das alles jetzt hinauslaufen soll. Die Verschwörung, von der gesprochen wird, kommt nicht wirklich ans Licht und bis zum Ende war mir nicht klar, ob Ethan, Roberts ehemaliger bester Freund, darin verwickelt ist oder nicht, denn er wird in den Rückblicken als besessen und böse dargestellt.
Auch die Spannung wollte bei mir nicht so recht ankommen. Es gab Kämpfe und gefährliche Situationen, doch denen fehlte es einfach an Energie.
Die Idee ist klasse, aber ich glaube, da könnte man noch mehr rausholen und auch die Charaktere dreidimensionaler gestalten. Ich bin trotzdem auf den zweiten Teil gespannt und wer einfach mal eine dämonenreiche Geschichte mit einem etwas gewöhnungsbedürftigem Protagonisten lesen will, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

 

Freitag, 18. August 2017

[Rezension] Amrita - Am Ende beginnt der Anfang

Titel: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang
Autor: Aditi Khorana
Verlag: Dressler Verlag
Seiten: 336
Preis:   17,99 [D] (Hardcover)
               18,50 [A]
ISBN: 978-3-7915-0056-0


Inhalt:
Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Protagonisten:
Amritas Leben scheint vorbestimmt zu sein. Sie soll verheiratet werden, um den Frieden zwischen Shalingar und Makedon zu sichern, doch nachdem alles aus dem Ruder läuft, muss sie fliehen und ihr altes Leben aufgeben. Mutig, aber auch manchmal voller Zweifel stellt sie sich ihrer Aufgabe und findet nach und nach heraus, wer sie wirklich ist. Sie ist eine starke junge Frau, die mit vielen Verlusten umgehen und sich gleichzeitig ihrem Schicksal stellen muss. Modern erzogen glaubt sie nicht an Magie oder Mythen, bis sie ihnen gegenüber steht und erkennen muss, dass sie selbst ein Teil dessen ist. Ich mochte sie sehr gerne, vor allem zusammen mit Thala gibt sie ein sehr gutes Team ab. 

Thala ist eine Seherin, die Sikander Amrita als Geschenk mitbrachte. Amrita befreit sie und Thala begleitet sie. Die beiden werden gute Freundinnen und Thala, die sich nach ihrem Leben sehnt, bevor sie zu dem gemacht wurde, was Sikander ihr angetan hat, hilft Amrita auf ihrer Reise.

Meine Meinung:
Schon als ich das Cover gesehen hatte, wusste ich, dass dieses Buch besonders sein muss. Es hat etwas Magisches an sich, und glitzert, doch nicht zu stark. 
Der Einstieg in die Geschichte ist eine Parabel - Die Parabel vom Land der Bäume - , die man sich in Shalingar erzählt und schon zu Beginn einen Hauch von Magie verbreitet.  Schnell lernt man die Protagonisten kennen, wird an die Schwierigkeiten des Besuches von Sikander herangeführt und taucht in Amritas königliches Leben ein, das auf den zweiten Blick nicht mehr so rosig erscheint. 
Das orientalische Setting mit all seinen bunten Farben, Gerüchen und Lauten wird von der Autorin detailliert beschrieben, sodass man förmlich in die Geschichte eintauchen kann. Der Schreibstil hat etwas Märchenhaftes und die Sätze fliegen nur so dahin. Das, kombiniert mit den relativ kurzen Kapitel, verleitet dazu, das Buch in einem Rutsch zu lesen. 
Schön fand ich, dass der Übergang zum Fantasyaspekt nicht zu abrupt kam. Es tauchten langsam und nur Stück für Stück immer neue Elemente auf, die am Ende alle zusammengeführt werden. Aber leider gab es auch in dieser Geschichte wieder vorhersehbare Dinge, was dem Buch ein bisschen an Spannung genommen hat, die jedoch sehr konstant hoch gehalten wird. Der Schluss hat mich dann jedoch ziemlich überrascht und gibt jedem Charakter sein eigenes kleines Happy End. Für einen Einzelband ist dieses Buch wunderbar gelungen und lässt keine Fragen offen.       

Freitag, 28. Juli 2017

[Rezension] Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Titel: Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen
Autor: Angelika Diem
Verlag: Oetinger
Seiten: 335
Preis:     9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-8415-0091-5


Inhalt:
Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten.

Protagonisten:
Rahel ist eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie erscheint auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, doch in ihr steckt ein sehr starker Charakter. Mutig, frech und nicht so leicht unterzukriegen, das beschreibt ihre Person ziemlich gut. Zusammen mit ihren "Eltern" lebt sie in einem Dorf namens Weißrosen, sie liebt den Wald - was auch mit ihrem Geheimnis beziehungsweise ihrer Fähigkeit zu tun hat - und man merkt von Beginn an deutlich, dass sie es nicht einfach hat. 

Prinz Leonard ist Thronfolger des Landes und Sohn von König Gisir und obwohl ich anfangs aus seinem Verhalten nicht schlau wurde, es teilweise sogar recht abstoßend fand, bin ich dann schließlich doch dahinter gekommen. Mal ist er Rahel gegenüber verschlossen und kalt, dann wieder offen und ehrlich und es stellt sich die Frage nach dem Warum. 

Besonders ans Herz gewachsen ist mir jedoch Komtesse Rieke von Wildenstein. Sie ist die einzige Freundin, die zu Rahel steht, für sie da ist und ihr hilft, wann immer es nötig ist. Zudem verbindet die beiden noch viel mehr als bloß Freundschaft, aber das kann und werde ich nicht verraten :)
   
Meine Meinung:
Ich bin absolut begeistert! Schon das Cover ist ein Traum und verrät im Nachhinein eine Menge über das Buch. Doch vollständig überzeugen konnte mich letztendlich der Klappentext, denn schon als ich das Wort Königshof gelesen hatte, wusste ich: Das ist ganz meine Kragenweite.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und man wird mitten ins Geschehen geworfen, das bedeutet, Rahels Leben im Dorf, eine grausame Hinrichtung und Begegnungen mit Personen, die einfach nur verabscheuenswürdig sind. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Handlung. Vor allem, als dann die Sichtweise gewechselt wurde und man sich plötzlich in der Vergangenheit der Königsfamilie wiedergefunden hat. So wurden nach und nach die verschiedenen Fäden gesponnen, man wurde langsam an Rahels Geheimnis und auch die Geheimnisse der anderen Charaktere herangeführt, bis am Ende alles einen Sinn ergab. Zwar gab es einige Dinge, die ziemlich vorhersehbar waren, doch das hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan, denn so musste ich einfach weiterlesen, um mich in meinen Vermutungen bestätigt zu sehen. Bis zum Schluss taten sich immer neue Rätsel auf, vor allem, da ich keine Ahnung hatte, was der König wirklich vorhat und was es mit dieser Dunkelheit, die seinen Regenten Ivald umgibt, auf sich hat.
Der Schreibstil setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Das Buch liest sich flüssig, locker und sehr angenehm. Die märchenhaften, teils auch düsteren Orte werden detailliert beschrieben, sodass ich sie mir bildlich vorstellen konnte und doch entsteht keine Langeweile. Vor allem die Sprache des Königs ist beinahe schon poetisch, auch wenn ich zugegebener Maßen zu Anfang ein paar Probleme damit hatte. Einfach, weil ich es nicht gewöhnt war.      
Die Vielzahl der facettenreichen Figuren rundet die Geschichte super ab, es gibt eine Menge Bösewichter, aber natürlich auch liebenswerte und gütige Personen. Das alles in Kombination mit Magie verleiht dem Buch ihren zauberhaften, mitreißenden und märchenhaften Zug.


Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Die Shannara Chroniken - Das Lied der Elfen

Titel: Die Shannara Chroniken - Das Lied der Elfen
Autor: Terry Brooks
Verlag: Blanvalet
Seiten: 670
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6127-8


Inhalt:
Eine uralte Bedrohung kehrt in die Welt zurück und sendet seine Mordgeister aus, um die Menschheit und die Elfen zu vernichten. Um diese Macht zurückzudrängen und zu besiegen, benötigt der Druide Allanon die Unterstützung von Brin Ohmsford, der Hüterin der Elfensteine. Denn nur Brin beherrscht das Zauberlied der Elfen. Doch das Böse hat Allanons Schritt vorausgesehen, und auf Brin wartet nun ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod. Nur wenn sie bereit ist, sich selbst aufzugeben, gibt es noch Hoffnung für Menschen und Elfen …

Die Shannara-Chroniken – Das Lied der Elfen ist bereits in geteilter Form erschienen unter den Titeln: »Das Zauberlied von Shannara«, »Der König von Shannara« und »Die Erlösung von Shannara«.

Protagonisten:
Brin Ohmsford ist die Tochter von Eretria und Wil, den beiden Hauptfiguren, die man bereits aus "Die Shannara Chroniken - Elfensteine" kennt. Sie wurde mit der Elfenmagie geboren - zum großen Leidwesen ihres Vaters, der diese Magie zu fürchten gelernt hat - und benutzt sie in Form des Wünscheliedes. Doch sie hat keine Ahnung, wozu sie wirklich in der Lage ist, bis Allanon auftaucht, aber selbst dann glaubt sie noch nicht daran, dass das Lied mehr als nur ein Spielzeug ist. Brin ist ein sehr spannender Charakter. Mit all ihren Stärken, ihrer Entschlossenheit sowie ihren Schwächen, die sie jedoch nicht zu verbergen versucht. Sie denkt über ihre Zweifel nach, ist mutig und wächst an ihren Aufgaben, braucht aber genauso die Hilfe ihrer Freunde.

Jair Ohmsford ist Brins jüngerer Bruder und ebenfalls mit der Magie der Elfen geboren. Doch im Gegensatz zu seiner Schwester ist er nur in der Lage Trugbilder zu erschaffen. Nichtsdestotrotz steckt in ihm viel mehr als man zu Beginn an vermuten würde, denn nachdem Brin mit Allanon aufgebrochen ist, um den Ildatch, den Ursprung aller bösen Magie zu vernichten, gerät er selbst in Gefahr und macht sich auf den Weg, Brin hinterher, zusammen mit dem grimmigen Gnom Spinkser, dem Elfenprinz Edain Elessedil, dem gutmütigen Grenzländer Helt, dem totbringenden Waffenmeister Garet Jax und dem Zwerg Elb Foraker.   

Allanon ist der letzte Druide der Vier Länder. Wo auch immer er auftaucht, bedeutet das nichts Gutes. Seit ich angefangen habe, die Bücher zu lesen, gehört er zu meinen absoluten Lieblingsfiguren. Dunkel wie die Nacht, unheimlich mächtig und geheimnisvoll. Niemals gibt er mehr von seinem Wissen preis, als notwendig und erscheint deswegen als ziemlich verschlossen, abweisend und kalt. Seiner Anwesenheit folgen dunkle Kräfte, schwarze Magie und in diesem Fall Mordgeister, die es auszulöschen gilt.

Meine Meinung:
Wieder einmal absolut grandios! Terry Brooks hat sich mit diesem Buch noch einmal selbst übertroffen. Nachdem ich die beiden vorherigen Teile gelesen hatte, dachte ich mir, dass da nicht mehr gehen würde, aber ich wurde eines besseren belehrt. Neben der genialen Geschichte hat mich vor allem wieder der Schreibstil überzeugt. Dieser Autor schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die so mitreißend ist, dass ich völlig in die Geschichte gezogen werde. Er schafft es, jeden Ort, jede Figur und jedes Gespräch so detailliert zu beschreiben und es doch nicht langweilig werden zu lassen. Dafür bewundere ich ihn zutiefst. Und dann sind da noch die raffinierten Wechsel der Sichtweisen. Ob innerhalb eines Kapitels oder zwischen den Kapiteln, es passt einfach alles. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Kämpfe zwischen Kreaturen der schwarzen Magie und den Protagonisten, zwischen Allanon und einem Jachyra, zwischen Brin und dem Ildatch, zwischen Gnomenheeren und Jairs kleiner Gruppe. Ich bin absolut begeistert, auch wenn es zwischendurch Stellen gab, die ich am liebsten rückgängig gemacht hätte, denn natürlich sterben auch hier liebgewonnene Charaktere und am Ende wird klar: Ein neues Zeitalter beginnt ...
Verdiente 5/5 Sterne!                 

Zur Info: Man kann das Buch auch lesen ohne die anderen Teile, aber ich würde sie trotzdem lesen :)

 

Freitag, 14. Juli 2017

[Rezension] Schule der Nacht

Titel: Schule der Nacht
Autor: Ann A. McDonald
Verlag: Penhaligon
Seiten: 445
Preis:  19,99 [D] (Hardcover)
               20,60 [A]
ISBN:
978-3-7645-3177-5

Inhalt:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Protagonisten:
Cassandra Blackwell oder auch Cassie, wie sie genannt wird, ist die Protagonistin des Buches und eine ziemlich verschlossene Person. Der Grund dafür lässt sich im Laufe der Geschichte finden und offenbart ihre schwierige Kindheit. Sie lässt niemanden richtig an sich heran, blockt jeglichen Flirtversuch von beispielsweise Charlie, einem jungen Polizisten, ab und auch ihre Freundschaft zu Evie, ihrer Mitbewohnerin, bleibt vor allem zu Beginn eher oberflächlich. Schließlich soll niemand erfahren, warum sie wirklich an der Raleigh Universität ist. Ich bin mit ihr nicht wirklich warm geworden, was zum Teil daran lag, dass sie nicht sehr offen ist, man aber auch nur einen beschränkten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt.

Meine Meinung:
Der Prolog des Buches ist einfach nur spannend und ein sehr guter Einstieg in die Geschichte, der mich sogleich gefesselt hat, doch dann gibt es einen Cut und man erfährt nach und nach, wie Cassie sich an der Universität einfindet, dass sie nicht wirklich zum Studieren dort ist und auch weitere Nebencharaktere werden eingeführt, zu denen ich aber auch distanziert geblieben bin, da einfach zu wenige Gefühle herübergebracht wurden. Dies, zusammen mit den teilweise sehr ausführlichen Beschreibungen der Universität, Oxford und des Geländes, bewirken, dass die ersten 100 Seiten sich doch ziemlich ziehen.
Die Autorin schreibt sehr bildlich, aber teilweise in verschachtelten Sätzen, die ich dann doch mal doppelt lesen musste, um sie zu verstehen. Nachdem ich mich aber darauf eingelassen hatte, wurde das Buch immer besser und was an emotionaler Tiefe fehlt, wird an Spannung wieder wett gemacht. Der Schreibstil passt im Nachhinein wirklich sehr gut zum Setting Oxfords, einer Stadt, die in der akademischen Welt den Ton angibt.
Die Spannung wird nach dem ersten Drittel durch immer neue Richtungswechsel der Geschichte durchgehend hoch gehalten und es werden einem unvorhersehbare, teils schockierende Ereignisse dargeboten.
Und dann kam der Übergang zu Fantasy/Mystery, der mir doch ziemlich abrupt erschien und auch die Auflösung am Schluss ließ in diesem Zusammenhang ein paar Fragen bei mir offen.
Trotz allem ist es ein wirklich interessantes und auf jeden Fall spannendes Buch, das einen detaillierten Einblick in das Collegeleben von Oxford gibt.

 

Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] (K)eine Frau zum Verlieben

Titel: (K)eine Frau zum Verlieben
Autor: Sandra Vahle und Mary Green
Verlag: neobooks
Seiten: 116
Preis:  9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-7418-7450-5

Inhalt:
Freundschaft plus, Sex ohne Gefühle, Nicht-Beziehung – bei der modernen Interpretation von Liebe ist der Liebeskummer vorprogrammiert. Frei nach dem Motto‚ Switch when you‘re winning’ wird fleißig gestöhnt und gevögelt, und das am besten ohne jegliche Verpflichtung und Empfindungen. Ist die Zeit der Liebe wirklich abgelaufen? Sind die romantischen Beziehungsmodelle längst veraltet und nur unser Herz hat es noch nicht kapiert?

Wir erheben Einspruch, und zwar mit diesem Ratgeber. Auch im 21. Jahrhundert darf man noch auf Schmetterlinge im Bauch und echte Emotionen hoffen.
Wenn du bereit bist, dein Singleleben vollends zu genießen, eine neue Liebe zu erleben und deine jetzige Situation mit ein wenig Selbstironie zu feiern, dann lies - und swing when you`re winning!


Meine Meinung:
Unterhaltung vorprogrammiert! Dieses Büchlein hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht, denn die Autorinnen geben nicht nur Tipps (z.B.: "Tipps für langfristige Selbstmotivation") sondern berichten mit einer teilweise gehörigen Portion Ironie von ihren eigenen Tinder-Dates. Der Schreibstil ist locker, leicht und flockig - wie man so schön sagen würde - und in keinsterweise vulgär. Man fliegt nur so durch die Seiten und bekommt am Ende noch einmal schön zusammengefasst eine Pro-und-Contra-List des Singledaseins. Die Herren, die die beiden hier getroffen haben, sind wirklich der Oberknaller (sowohl positiv als auch negativ), doch nicht alle Dates sind negativ ausgegangen. 
Ich für meinen Teil hatte meine Freude an dem Buch und es ist doch immer schön zu lesen, dass man nicht die einzige auf dieser Erde ist, die beziehungsunfähig ist :D

 

Samstag, 17. Juni 2017

[Arm like a cover] Step by Step

Hey, ihr Lieben,

ich wurde auf Instagram gefragt, ob ich nicht mal ein "Step by Step" zu meinen Armbildern machen kann und hier kommt es :)

 Schritt 1:
Ich benutze zum Malen Acrylfarben und meistens brauche ich ca. 30 bis 45 Minuten plus Fotos machen und Abwaschen.
Zu erst bemale ich meinen Arm mit der Grundfarbe des Covers.

   
 
Schritt 2:
Da die meisten Cover nicht nur einfarbig sind, mische ich oft, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.
 
 
 
Schritt 3:
Jetzt kommt das Motiv. Bei "Wie Monde so silbern" das Kleid, die Sterne und der Schuh. Mit einem dünnen Pinsel und weiß zeichne ich erst einmal die Umrisse vor.
 
 
Schritt 4:
Nun wird das ganze ausgemalt, schattiert und an einigen Stellen noch verbessert, bevor ich dann das Foto mache.
 


 So, das war ein kleiner Einblick hinter die Kulissen :)
 
 

Samstag, 27. Mai 2017

[Rezension] Smoke

Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl´s books
Seiten: 611
Preis:  16,99 [D] (Broschiert)
              17,50 [A]
ISBN: 978-3-570-58568-9


Inhalt:
Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Protagonisten:
Thomas ist einer der Hauptfiguren und für mich schwer einschätzbar. Er ist durch seine Vergangenheit, vor allem durch die Taten seines Vater und die darauffolgenden Vorhersagen ihn betreffend, geprägt. Diese Last trägt er das ganze Buch über mit sich herum, wird von Befürchtungen, Ängsten und Selbstzweifeln gequält und glaubt fast bis zum Ende an das "böse" Erbe, das er in sich tragen soll. Teilweise bricht diese Seite aus ihm heraus, entlädt sich in Wutausbrüchen und Gewalt.

Charlie ist im Grunde sein komplettes Gegenteil. Mit seiner ruhigen, sanften und vernünftigen Art versucht er auf Thomas einzugehen, hört ihm zu und hält zu ihm, egal was passiert. Er ist aus einer einflussreichen Familie und besucht genau wie Thomas eine Elite-Schule in Oxford. Dort werden sie getrimmt, "rein" zu sein, nicht zu rauchen, sündenfrei zu werden. Charlie raucht kaum, im Gegensatz zu Thomas, dessen unterschwellige Wut ihn öfters eine Grenze überschreiten lässt.

Livia Naylor ist die Tochter von Lady Catherine Naylor, einer angesehenen Aristokratin und mir anfangs sehr unsympathisch. Sie verhält sich Thomas und Charlie gegenüber kalt und abweisend, verbietet sich zwanghaft jede noch so winzige Sünde und scheint auch zu ihrer Mutter kein gutes Verhältnis zu haben. Im Laufe der Geschichte verändert sie sich, weil sie keine andere Wahl hat. Sie lernt dazu, entwickelt Gefühle für Charlie und verworrener Weise auch für Thomas, was zwischen den dreien aber kaum Gespräch findet.    

Lady Catherine Naylor ist eine Adlige wie aus dem Bilderbuch. Zumindest was das Aussehen und ihre Art an der Oberfläche betrifft. Sie ist hochgewachsen, schön, höflich und raucht nie, doch lernt man sie besser kennen, so erkennt man, dass auch sie eine Bürde mit sich trägt. Eine Bürde, die sie befeuert, die Welt zu verändern, die Menschen zu verändern. Skrupellos und doch mit Eleganz geht sie ihrem Traum nach und lässt sich von niemanden abhalten. Ihr Charakter hat mich fasziniert und nachdenklich werden lassen, denn hauptsächlich von ihr erfährt man sehr viel über den Rauch, seine Bedeutung und sein Wirken.

Meine Meinung:
Dieses Buch zu bewerten ist keine leichte Aufgabe. Es konnte mich durchaus in seinen Bann ziehen, fesseln und ich war die gesamte Zeit über fasziniert von der Idee des Rauches als Zeichen von Sünde. Unbedingt wollte ich wissen, was es damit auf sich hat, was dahinter steckt und wie sich alles am Ende auflöst, doch andererseits war es schwierig, sich in die Geschichte einzulesen, zu verstehen, um wen und was es geht, die Vielzahl an Personen zu unterscheiden, ihnen einen Platz in der Handlung zuzuweisen und auch ihre Bedeutung zu erfassen.
Grund daran ist zum Teil Dan Vyletas Schreibstil. Er schreibt mit einer umfassenden Ausführlichkeit, dass es manchmal zu viel wird, nutzt lange Vergleiche, Metaphern und fast schon philosophische Beschreibungen. Interpretationen über Sünde, die Manifestation des Rauches und das Verhalten der Menschen gibt es zu genüge. Im Endeffekt bin ich mir nicht so sicher, alles richtig verstanden zu haben und auch der Gedanke an eine so schmutzige Welt, das Leben darin, ist für mich nicht wirklich greifbar.
Trotzdem schafft Vyleta es durch diesen Stil durchgehend eine Atmosphäre von Düsternis, Geheimnissen und unterdrückten Gefühlen zu schaffen, die mich sehr einnehmen konnte.
Dann ist da noch die Sache mit den wechselnden Perspektiven. Mal liest man die Geschichte aus der Ich-Perspektive einer Person und muss darauf achten, aus wessen Sicht erzählt wird, dann gibt es Kapitel, in denen in der dritten Person berichtet wird und manchmal hat man das Gefühl, alles zu überblicken und doch nichts zu erfahren. Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man sich für dieses Buch viel Zeit nehmen sollte. Manche Sätze lieber zweimal liest und die Gedanken dahinter erfasst. So kommt man besser und tiefer in die Geschichte hinein.
Ich hatte bis zum Ende des Buches keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde, da Informationen dem Leser nur häppchenweise dargelegt werden und der große Zusammenhang bis zum Schluss aufgehoben wurde. Doch selbst dann musste ich mich anstrengen, es zu verstehen.
Alles in allem ist das Buch kein Buch für Zwischendurch und teilweise erfordert es wirklich Kraft, weiterzulesen, doch wenn man sich auf die Geschichte und den Stil einlässt, lässt es einen nicht mehr los.
         

Sonntag, 21. Mai 2017

[Info] Books n the Run - TAKE / READ / RETURN

Hey, ihr Lieben,

heute gibt es mal einen Beitrag zu einer Initiative, die Samantha ins Leben gerufen hat. Sie nennt sich "Books on the Run". Es geht darum, den Öffentlichen Personennahverkehr in eine Art "Bibliothek" für alle umzufunktionieren und so seine Liebe zu Büchern mit anderen zu teilen. In der New Yorker Subway sowie  der Londoner Underground existiert diese Initiative bereits und scheint gut zu funktionieren.

Findet man ein Buch mit folgendem Sticker in U-Bahn, S-Bahn oder Bus, kann man es mitnehmen, lesen und danach wieder im öffentlichen Nahverkehr aussetzen.
Wer eigene Bücher verteilen möchte, bekommt von Samantha die Books on the Run - Sticker per Post zugesandt und darf als sogenannte Book Fairy / Ninja loslegen :)
Das Starterkit enthält zwei Sticker, zwei Visitenkarten, die man in das Buch steckt sowie eine kurze Anleitung. 

 
 
Für weitere Infos und verlinke ich euch Samanthas Website sowie weitere ihrer Social Media Seiten.
 
 
 
Was haltet ihr von der Initiative?


Samstag, 13. Mai 2017

[Rezension] Die Katzen von Montmartre

Titel: Die Katzen von Montmartre
Autor: Tessa Korber
Verlag: btb
Seiten: 252
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
              10,30 [A]
ISBN:
978-3-422-71444-5

Inhalt:
Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Meine Meinung:
Einen Krimi zu lesen, bei dem Katzen in die Rolle der Ermittler schlüpfen und einen beziehungsweise zwei Verbrechen aufklären, war eine interessante und gleichzeitig amüsante Erfahrung für einen Katzenliebhaber wie mich, denn mehr als einmal konnte ich Parallelen zu meinem eigenen Kater ziehen.
Zu Beginn des Buches lernt man die vierfüßigen Charaktere der Geschichte kennen. Bonnard, den Friedhofskater mit dem sonnigen Gemüt, der sich gerne die Ängste und Sorgen der Friedhofsbesucher erzählen lässt. Suzanne, die sich um die melancholische Madame Valladon sorgt. Dégas, den düsteren, alten Künstlerkater, der heimlich die Katzendame Grisette anhimmelt, die sich am liebsten von einem Künstler malen lassen würde. Matisse, den jungen Kater, der sich neugierig herumtreibt und so auf den schwarzen Straßenjungen Navid trifft. Zu guter Letzt wären da noch Pablo und Miró, die frechen Söhne von Suzanne, die während ihrer Spiele auf die Leiche des jungen Mädchens stoßen.
Alle diese Katzen sind mir auf ihre besondere Weise ans Herz gewachsen, da man durch den ständigen Perspektivwechsel jede von ihnen persönlich kennenlernen konnte. Auch wenn es sehr viele Charaktere gibt, da natürlich auch einige Menschen eine Rolle spielen, fiel es mir relativ leicht, den Überblick zu bewahren. 
Das Setting, also das Künstlerviertel Montmartre mit den gepflasterten Straßen, den Straßenmusikern und -malern, Touristen und kleinen Cafés aus Katzensicht beschrieben, ist etwas ganz besonderes, denn der Leser wird nicht nur in entlegene Ecken geführt, sondern bekommt einen vielfältigen Eindruck der unglaublich scharfen Sinne der Samtpfoten.
Die Handlung ist, verbunden mit dem lebendigen, detailreichen Schreibstil, ziemlich ansprechend. Durch die wechselnden Perspektiven wird der Leser von einer Szene in die nächste gelotst, ohne dabei den roten Faden aus den Augen zu verlieren und die ganze Zeit über habe ich gegrübelt, welchen Zusammenhang es zwischen dem Mord und Grisettes Verschwinden gibt. Die Methoden, mit denen die Katzen sich die Menschen des Montmartre zu eigen machen, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht, aber mir auch gezeigt, wie viel die Tiere tatsächlich von der menschlichen Psyche verstehen. Die Auflösung am Schluss kam dann ziemlich überraschend und es wird noch einmal spannend. 
Für mich ist dieses Buch der Beleg, dass ein Krimi auch ohne blutige Szenen und Psychoterror durchaus spannend sein kann, kombiniert mit Pariser Flair, Humor und liebenswerten Charakteren. 

    

Samstag, 6. Mai 2017

[Rezension] Der schwarze Thron - Die Schwestern

Titel: Der schwarze Thron - Die Schwestern
Autor: Kendra Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 444
Preis:  14,99 [D] (Broschiert)
              15,50 [A]
ISBN:
978-3-7645-3144-7

Vielen Dank an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Inhalt:
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

 
DREI KÖNIGINNEN,
DUNKEL, UNSCHULDIG, KLEIN
EINEM SCHOSS ENTSPRUNGEN,
KÖNNEN NIEMALS
FREUNDINNEN SEIN.
 
DREI DUNKLE SCHWESTERN,
JEDE SO SCHÖN,
ZWEI WERDEN VERSCHLUNGEN,
NUR EINE GEKRÖNT.

Protagonisten:
Mirabella, Katherine und Arsinoe sind die Hauptcharaktere des Buches und sehr verschieden nicht nur im Hinblick auf ihre magischen Talente. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr wuchsen die Schwestern gemeinsam auf, wurden dann jedoch getrennt und in verschiedenen Familien untergebracht, deren Aufgabe es ist, den Mädchen die Beherrschung ihrer Magie zu lehren, sie auszubilden und auf das sogenannte Jahr des Aufstiegs vorzubereiten. 
So gelangt Mirabella zu den Elementwandlern, Katherine zu den Giftmischern und Arsinoe zu den Naturbegabten. Ab ihrem sechzehnten Geburtstag haben sie ein Jahr Zeit, ihre Schwestern zu töten, denn nur eine von ihnen kann auf dem Thron sitzen. 
Während Mirabella als die Stärkste der Schwestern dargestellt wird, scheinen Katherine und Arsinoe in Bezug auf ihre Talente ziemlich schwach, doch im Laufe der Geschichte wurde mir bewusst, dass sie beide einen starken Charakter haben. 

Meine Meinung:
Ich liebe ja Bücher, in denen Magie, Königinnen, Intrigen und Verrat die Hauptrolle spielen. Deswegen war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste und hatte wegen des spannenden Klappentextes ziemlich hohe Ansprüche an die Geschichte. Schon das Cover ist unheimlich schön und vereint alle Symbole, die man in der Geschichte kennenlernt. 
Kendra Blake hat mich nicht enttäuscht, auch wenn ich die ersten fünfzig Seiten erst einmal mit den ganzen Namen klarkommen musste, die rasant ins Spiel gebracht wurden, sodass man leicht den Überblick verlieren kann. Dazu kamen die pro Kapitel wechselnden Sichten zwischen den drei Schwestern sowie verschiedenen Mitgliedern der Familien, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, wie beispielsweise Natalia Arron, das Oberhaupt der Giftmischer, die ebenfalls einen starken Charakter gepaart mit einer kühlen, beherrschen Ausstrahlung besitzt und mit zu meinen Lieblingscharakteren gehört. Gut gefallen an den verschiedenen Sichtweisen hat mir, dass man so einen umfassenden Einblick in die Gefühle und Gedanken sehr vieler Personen bekommt, doch da im ersten Drittel alle Gaben, Aufgaben, Eigenschaften sowie Eigenarten geklärt werden, leidet die Spannung. 
Aber ab der Hälfte nimmt sie dann doch zu und verleiht der Geschichte neuen Schwung, sodass man gleich motiviert ist, weiterzulesen und das Ende macht die fehlende Spannung vom Beginn mehr als quitt. Ich habe die letzten Kapitel förmlich verschlungen und konnte kaum glauben, was plötzlich alles passiert.
Der leichte Schreibstil machte es mir noch einfacher, so durch die Seiten zu fliegen und die aufkommenden düstere Atmosphäre rundet das Ganze  schön ab. 
Wegen des wirklich fiesen Schlusses, freue ich mich umso mehr auf den zweiten Teil der Reihe und kann sie euch nur empfehlen. Natürlich spielt  die Liebe wieder eine Rolle, wenn auch eher hintergründig.           

(4/5 Sternen)