Montag, 21. August 2017

[Rezension] Die Blackhaven Chroniken - Der Hexer

Titel: Die Blackhaven Chroniken - Der Hexer
Autor: Janine Dix
Seiten: 353
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 9781521445303


Inhalt:
Das Böse lauert überall, in jeder Ecke der Stadt und jeder Ritze der Häuser und vor allem im Fluss, der Blackhaven wie ein dunkles, öliges Band durchzieht...
Doch daran hat sich Robert Greene längst gewöhnt. Erzogen dazu, gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und andere Ausgeburten der Hölle zu kämpfen, kann ihn so leicht nichts mehr schocken. Zumindest aus dieser Richtung. Dass sich aber die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß schnell verwischen, wenn nicht sogar leicht verschieben lassen, daran muss er sich immer noch gewöhnen. Besonders da er beschlossen hat, all dem den Rücken zu kehren.
Allerdings wird man seine Vergangenheit nicht so einfach los, vor allem dann nicht, sobald man in eine Verschwörung rund um die eigene Person verwickelt wird, die einem das Leben oder sogar den Verstand kosten könnte.


Protagonisten:
Robert Greene ist ehemaliger Leiter der Allianz des Lichts, einer Organisation, "die sich dem Schutz der Menschen vor den Mächten der Dunkelheit verschrieben hat". Er verlässt die Organisation aber und versteckt sich in einer Absteige in Blackhaven. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit ihm nicht so recht warm geworden bin. Seine irgendwie sprunghafte Art, nach außen hin gelassen und unbeeindruckt zu wirken, während er innerlich mit seinen Gefühlen ringt, aber dann doch kurz davor ist, in Tränen auszubrechen, konnte mich nicht von sich überzeugen. Auch seine Sturheit beziehungsweise sein scheinbar unüberwindbarer Stolz, der bewirkt, dass er die anderen Charaktere verletzt oder auf die Palme bringt, ist mir nicht sehr sympathisch gewesen.

Meine Meinung:
Die Idee dieser Geschichte ist an und für sich nicht schlecht. Mal etwas Urban-Fantasy ohne Romantik, dafür aber mit viel düsterer Atmosphäre und einer Menge außergewöhnlicher Kreaturen.
Das Buch ist so aufgebaut, dass nach einem Kapitel in der Gegenwart wieder eines folgt, das in Roberts Vergangenheit spielt, sodass man nach und nach mehr über ihn und seine Familie erfährt. Leider sind die Zeitsprünge ein bisschen durcheinander, sodass man sich erst ins Gedächtnis rufen muss, ob die Handlung jetzt vor oder nach dem letzten Rückblick handelt. Ganz gut gelöst wurde das durch die Überschriften, in denen die Jahre enthalten sind. Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, zu verstehen, worauf das alles jetzt hinauslaufen soll. Die Verschwörung, von der gesprochen wird, kommt nicht wirklich ans Licht und bis zum Ende war mir nicht klar, ob Ethan, Roberts ehemaliger bester Freund, darin verwickelt ist oder nicht, denn er wird in den Rückblicken als besessen und böse dargestellt.
Auch die Spannung wollte bei mir nicht so recht ankommen. Es gab Kämpfe und gefährliche Situationen, doch denen fehlte es einfach an Energie.
Die Idee ist klasse, aber ich glaube, da könnte man noch mehr rausholen und auch die Charaktere dreidimensionaler gestalten. Ich bin trotzdem auf den zweiten Teil gespannt und wer einfach mal eine dämonenreiche Geschichte mit einem etwas gewöhnungsbedürftigem Protagonisten lesen will, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

 

Freitag, 18. August 2017

[Rezension] Amrita - Am Ende beginnt der Anfang

Titel: Amrita - Am Ende beginnt der Anfang
Autor: Aditi Khorana
Verlag: Dressler Verlag
Seiten: 336
Preis:   17,99 [D] (Hardcover)
               18,50 [A]
ISBN: 978-3-7915-0056-0


Inhalt:
Das Leben von Amrita, 16-jährige Prinzessin des Königreichs Shalingar, ändert sich auf einen Schlag, als der Despot Sikander Shalingar erobert. Gemeinsam mit der Sklavin und Seherin Thala gelingt Amrita die Flucht und beide machen sich auf den Weg, die »Bibliothek aller Dinge« zu finden, um das Schicksal der Welt zu ändern und schließlich zurück in die Vergangenheit zu reisen: an den Punkt, wo das Unheil begann. Doch was, wenn der einzige Weg, ihren Vater und ihr Land zu retten, bedeutet, dass Amrita sich selbst und ihre große Liebe opfern muss?

Protagonisten:
Amritas Leben scheint vorbestimmt zu sein. Sie soll verheiratet werden, um den Frieden zwischen Shalingar und Makedon zu sichern, doch nachdem alles aus dem Ruder läuft, muss sie fliehen und ihr altes Leben aufgeben. Mutig, aber auch manchmal voller Zweifel stellt sie sich ihrer Aufgabe und findet nach und nach heraus, wer sie wirklich ist. Sie ist eine starke junge Frau, die mit vielen Verlusten umgehen und sich gleichzeitig ihrem Schicksal stellen muss. Modern erzogen glaubt sie nicht an Magie oder Mythen, bis sie ihnen gegenüber steht und erkennen muss, dass sie selbst ein Teil dessen ist. Ich mochte sie sehr gerne, vor allem zusammen mit Thala gibt sie ein sehr gutes Team ab. 

Thala ist eine Seherin, die Sikander Amrita als Geschenk mitbrachte. Amrita befreit sie und Thala begleitet sie. Die beiden werden gute Freundinnen und Thala, die sich nach ihrem Leben sehnt, bevor sie zu dem gemacht wurde, was Sikander ihr angetan hat, hilft Amrita auf ihrer Reise.

Meine Meinung:
Schon als ich das Cover gesehen hatte, wusste ich, dass dieses Buch besonders sein muss. Es hat etwas Magisches an sich, und glitzert, doch nicht zu stark. 
Der Einstieg in die Geschichte ist eine Parabel - Die Parabel vom Land der Bäume - , die man sich in Shalingar erzählt und schon zu Beginn einen Hauch von Magie verbreitet.  Schnell lernt man die Protagonisten kennen, wird an die Schwierigkeiten des Besuches von Sikander herangeführt und taucht in Amritas königliches Leben ein, das auf den zweiten Blick nicht mehr so rosig erscheint. 
Das orientalische Setting mit all seinen bunten Farben, Gerüchen und Lauten wird von der Autorin detailliert beschrieben, sodass man förmlich in die Geschichte eintauchen kann. Der Schreibstil hat etwas Märchenhaftes und die Sätze fliegen nur so dahin. Das, kombiniert mit den relativ kurzen Kapitel, verleitet dazu, das Buch in einem Rutsch zu lesen. 
Schön fand ich, dass der Übergang zum Fantasyaspekt nicht zu abrupt kam. Es tauchten langsam und nur Stück für Stück immer neue Elemente auf, die am Ende alle zusammengeführt werden. Aber leider gab es auch in dieser Geschichte wieder vorhersehbare Dinge, was dem Buch ein bisschen an Spannung genommen hat, die jedoch sehr konstant hoch gehalten wird. Der Schluss hat mich dann jedoch ziemlich überrascht und gibt jedem Charakter sein eigenes kleines Happy End. Für einen Einzelband ist dieses Buch wunderbar gelungen und lässt keine Fragen offen.       

Freitag, 28. Juli 2017

[Rezension] Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Titel: Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen
Autor: Angelika Diem
Verlag: Oetinger
Seiten: 335
Preis:     9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-8415-0091-5


Inhalt:
Rahels Familie leidet wie die anderen Bewohner des Dorfs unter den immer brutaler werdenden Übergriffen der königlichen Soldaten und der hohen Steuerlast. Zudem hütet sie ein lebensgefährliches Geheimnis. Als es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gelüftet wird, flieht Rahel und verdingt sich als Küchenhilfe am Königshof. Doch schon bald gerät sie ins Visier dunkler Machenschaften und muss ihr Geheimnis erneut preisgeben, um sich, ihre junge Liebe und die Bewohner des Königreichs zu retten.

Protagonisten:
Rahel ist eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Sie erscheint auf den ersten Blick vielleicht unscheinbar, doch in ihr steckt ein sehr starker Charakter. Mutig, frech und nicht so leicht unterzukriegen, das beschreibt ihre Person ziemlich gut. Zusammen mit ihren "Eltern" lebt sie in einem Dorf namens Weißrosen, sie liebt den Wald - was auch mit ihrem Geheimnis beziehungsweise ihrer Fähigkeit zu tun hat - und man merkt von Beginn an deutlich, dass sie es nicht einfach hat. 

Prinz Leonard ist Thronfolger des Landes und Sohn von König Gisir und obwohl ich anfangs aus seinem Verhalten nicht schlau wurde, es teilweise sogar recht abstoßend fand, bin ich dann schließlich doch dahinter gekommen. Mal ist er Rahel gegenüber verschlossen und kalt, dann wieder offen und ehrlich und es stellt sich die Frage nach dem Warum. 

Besonders ans Herz gewachsen ist mir jedoch Komtesse Rieke von Wildenstein. Sie ist die einzige Freundin, die zu Rahel steht, für sie da ist und ihr hilft, wann immer es nötig ist. Zudem verbindet die beiden noch viel mehr als bloß Freundschaft, aber das kann und werde ich nicht verraten :)
   
Meine Meinung:
Ich bin absolut begeistert! Schon das Cover ist ein Traum und verrät im Nachhinein eine Menge über das Buch. Doch vollständig überzeugen konnte mich letztendlich der Klappentext, denn schon als ich das Wort Königshof gelesen hatte, wusste ich: Das ist ganz meine Kragenweite.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen und man wird mitten ins Geschehen geworfen, das bedeutet, Rahels Leben im Dorf, eine grausame Hinrichtung und Begegnungen mit Personen, die einfach nur verabscheuenswürdig sind. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Handlung. Vor allem, als dann die Sichtweise gewechselt wurde und man sich plötzlich in der Vergangenheit der Königsfamilie wiedergefunden hat. So wurden nach und nach die verschiedenen Fäden gesponnen, man wurde langsam an Rahels Geheimnis und auch die Geheimnisse der anderen Charaktere herangeführt, bis am Ende alles einen Sinn ergab. Zwar gab es einige Dinge, die ziemlich vorhersehbar waren, doch das hat der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan, denn so musste ich einfach weiterlesen, um mich in meinen Vermutungen bestätigt zu sehen. Bis zum Schluss taten sich immer neue Rätsel auf, vor allem, da ich keine Ahnung hatte, was der König wirklich vorhat und was es mit dieser Dunkelheit, die seinen Regenten Ivald umgibt, auf sich hat.
Der Schreibstil setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Das Buch liest sich flüssig, locker und sehr angenehm. Die märchenhaften, teils auch düsteren Orte werden detailliert beschrieben, sodass ich sie mir bildlich vorstellen konnte und doch entsteht keine Langeweile. Vor allem die Sprache des Königs ist beinahe schon poetisch, auch wenn ich zugegebener Maßen zu Anfang ein paar Probleme damit hatte. Einfach, weil ich es nicht gewöhnt war.      
Die Vielzahl der facettenreichen Figuren rundet die Geschichte super ab, es gibt eine Menge Bösewichter, aber natürlich auch liebenswerte und gütige Personen. Das alles in Kombination mit Magie verleiht dem Buch ihren zauberhaften, mitreißenden und märchenhaften Zug.


Sonntag, 23. Juli 2017

[Rezension] Die Shannara Chroniken - Das Lied der Elfen

Titel: Die Shannara Chroniken - Das Lied der Elfen
Autor: Terry Brooks
Verlag: Blanvalet
Seiten: 670
Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
               10,30 [A]
ISBN: 978-3-7341-6127-8


Inhalt:
Eine uralte Bedrohung kehrt in die Welt zurück und sendet seine Mordgeister aus, um die Menschheit und die Elfen zu vernichten. Um diese Macht zurückzudrängen und zu besiegen, benötigt der Druide Allanon die Unterstützung von Brin Ohmsford, der Hüterin der Elfensteine. Denn nur Brin beherrscht das Zauberlied der Elfen. Doch das Böse hat Allanons Schritt vorausgesehen, und auf Brin wartet nun ein Schicksal, das schlimmer ist als der Tod. Nur wenn sie bereit ist, sich selbst aufzugeben, gibt es noch Hoffnung für Menschen und Elfen …

Die Shannara-Chroniken – Das Lied der Elfen ist bereits in geteilter Form erschienen unter den Titeln: »Das Zauberlied von Shannara«, »Der König von Shannara« und »Die Erlösung von Shannara«.

Protagonisten:
Brin Ohmsford ist die Tochter von Eretria und Wil, den beiden Hauptfiguren, die man bereits aus "Die Shannara Chroniken - Elfensteine" kennt. Sie wurde mit der Elfenmagie geboren - zum großen Leidwesen ihres Vaters, der diese Magie zu fürchten gelernt hat - und benutzt sie in Form des Wünscheliedes. Doch sie hat keine Ahnung, wozu sie wirklich in der Lage ist, bis Allanon auftaucht, aber selbst dann glaubt sie noch nicht daran, dass das Lied mehr als nur ein Spielzeug ist. Brin ist ein sehr spannender Charakter. Mit all ihren Stärken, ihrer Entschlossenheit sowie ihren Schwächen, die sie jedoch nicht zu verbergen versucht. Sie denkt über ihre Zweifel nach, ist mutig und wächst an ihren Aufgaben, braucht aber genauso die Hilfe ihrer Freunde.

Jair Ohmsford ist Brins jüngerer Bruder und ebenfalls mit der Magie der Elfen geboren. Doch im Gegensatz zu seiner Schwester ist er nur in der Lage Trugbilder zu erschaffen. Nichtsdestotrotz steckt in ihm viel mehr als man zu Beginn an vermuten würde, denn nachdem Brin mit Allanon aufgebrochen ist, um den Ildatch, den Ursprung aller bösen Magie zu vernichten, gerät er selbst in Gefahr und macht sich auf den Weg, Brin hinterher, zusammen mit dem grimmigen Gnom Spinkser, dem Elfenprinz Edain Elessedil, dem gutmütigen Grenzländer Helt, dem totbringenden Waffenmeister Garet Jax und dem Zwerg Elb Foraker.   

Allanon ist der letzte Druide der Vier Länder. Wo auch immer er auftaucht, bedeutet das nichts Gutes. Seit ich angefangen habe, die Bücher zu lesen, gehört er zu meinen absoluten Lieblingsfiguren. Dunkel wie die Nacht, unheimlich mächtig und geheimnisvoll. Niemals gibt er mehr von seinem Wissen preis, als notwendig und erscheint deswegen als ziemlich verschlossen, abweisend und kalt. Seiner Anwesenheit folgen dunkle Kräfte, schwarze Magie und in diesem Fall Mordgeister, die es auszulöschen gilt.

Meine Meinung:
Wieder einmal absolut grandios! Terry Brooks hat sich mit diesem Buch noch einmal selbst übertroffen. Nachdem ich die beiden vorherigen Teile gelesen hatte, dachte ich mir, dass da nicht mehr gehen würde, aber ich wurde eines besseren belehrt. Neben der genialen Geschichte hat mich vor allem wieder der Schreibstil überzeugt. Dieser Autor schafft es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die so mitreißend ist, dass ich völlig in die Geschichte gezogen werde. Er schafft es, jeden Ort, jede Figur und jedes Gespräch so detailliert zu beschreiben und es doch nicht langweilig werden zu lassen. Dafür bewundere ich ihn zutiefst. Und dann sind da noch die raffinierten Wechsel der Sichtweisen. Ob innerhalb eines Kapitels oder zwischen den Kapiteln, es passt einfach alles. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Kämpfe zwischen Kreaturen der schwarzen Magie und den Protagonisten, zwischen Allanon und einem Jachyra, zwischen Brin und dem Ildatch, zwischen Gnomenheeren und Jairs kleiner Gruppe. Ich bin absolut begeistert, auch wenn es zwischendurch Stellen gab, die ich am liebsten rückgängig gemacht hätte, denn natürlich sterben auch hier liebgewonnene Charaktere und am Ende wird klar: Ein neues Zeitalter beginnt ...
Verdiente 5/5 Sterne!                 

Zur Info: Man kann das Buch auch lesen ohne die anderen Teile, aber ich würde sie trotzdem lesen :)

 

Freitag, 14. Juli 2017

[Rezension] Schule der Nacht

Titel: Schule der Nacht
Autor: Ann A. McDonald
Verlag: Penhaligon
Seiten: 445
Preis:  19,99 [D] (Hardcover)
               20,60 [A]
ISBN:
978-3-7645-3177-5

Inhalt:
»Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …

Protagonisten:
Cassandra Blackwell oder auch Cassie, wie sie genannt wird, ist die Protagonistin des Buches und eine ziemlich verschlossene Person. Der Grund dafür lässt sich im Laufe der Geschichte finden und offenbart ihre schwierige Kindheit. Sie lässt niemanden richtig an sich heran, blockt jeglichen Flirtversuch von beispielsweise Charlie, einem jungen Polizisten, ab und auch ihre Freundschaft zu Evie, ihrer Mitbewohnerin, bleibt vor allem zu Beginn eher oberflächlich. Schließlich soll niemand erfahren, warum sie wirklich an der Raleigh Universität ist. Ich bin mit ihr nicht wirklich warm geworden, was zum Teil daran lag, dass sie nicht sehr offen ist, man aber auch nur einen beschränkten Einblick in ihr Gefühlsleben bekommt.

Meine Meinung:
Der Prolog des Buches ist einfach nur spannend und ein sehr guter Einstieg in die Geschichte, der mich sogleich gefesselt hat, doch dann gibt es einen Cut und man erfährt nach und nach, wie Cassie sich an der Universität einfindet, dass sie nicht wirklich zum Studieren dort ist und auch weitere Nebencharaktere werden eingeführt, zu denen ich aber auch distanziert geblieben bin, da einfach zu wenige Gefühle herübergebracht wurden. Dies, zusammen mit den teilweise sehr ausführlichen Beschreibungen der Universität, Oxford und des Geländes, bewirken, dass die ersten 100 Seiten sich doch ziemlich ziehen.
Die Autorin schreibt sehr bildlich, aber teilweise in verschachtelten Sätzen, die ich dann doch mal doppelt lesen musste, um sie zu verstehen. Nachdem ich mich aber darauf eingelassen hatte, wurde das Buch immer besser und was an emotionaler Tiefe fehlt, wird an Spannung wieder wett gemacht. Der Schreibstil passt im Nachhinein wirklich sehr gut zum Setting Oxfords, einer Stadt, die in der akademischen Welt den Ton angibt.
Die Spannung wird nach dem ersten Drittel durch immer neue Richtungswechsel der Geschichte durchgehend hoch gehalten und es werden einem unvorhersehbare, teils schockierende Ereignisse dargeboten.
Und dann kam der Übergang zu Fantasy/Mystery, der mir doch ziemlich abrupt erschien und auch die Auflösung am Schluss ließ in diesem Zusammenhang ein paar Fragen bei mir offen.
Trotz allem ist es ein wirklich interessantes und auf jeden Fall spannendes Buch, das einen detaillierten Einblick in das Collegeleben von Oxford gibt.

 

Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] (K)eine Frau zum Verlieben

Titel: (K)eine Frau zum Verlieben
Autor: Sandra Vahle und Mary Green
Verlag: neobooks
Seiten: 116
Preis:  9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-7418-7450-5

Inhalt:
Freundschaft plus, Sex ohne Gefühle, Nicht-Beziehung – bei der modernen Interpretation von Liebe ist der Liebeskummer vorprogrammiert. Frei nach dem Motto‚ Switch when you‘re winning’ wird fleißig gestöhnt und gevögelt, und das am besten ohne jegliche Verpflichtung und Empfindungen. Ist die Zeit der Liebe wirklich abgelaufen? Sind die romantischen Beziehungsmodelle längst veraltet und nur unser Herz hat es noch nicht kapiert?

Wir erheben Einspruch, und zwar mit diesem Ratgeber. Auch im 21. Jahrhundert darf man noch auf Schmetterlinge im Bauch und echte Emotionen hoffen.
Wenn du bereit bist, dein Singleleben vollends zu genießen, eine neue Liebe zu erleben und deine jetzige Situation mit ein wenig Selbstironie zu feiern, dann lies - und swing when you`re winning!


Meine Meinung:
Unterhaltung vorprogrammiert! Dieses Büchlein hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht, denn die Autorinnen geben nicht nur Tipps (z.B.: "Tipps für langfristige Selbstmotivation") sondern berichten mit einer teilweise gehörigen Portion Ironie von ihren eigenen Tinder-Dates. Der Schreibstil ist locker, leicht und flockig - wie man so schön sagen würde - und in keinsterweise vulgär. Man fliegt nur so durch die Seiten und bekommt am Ende noch einmal schön zusammengefasst eine Pro-und-Contra-List des Singledaseins. Die Herren, die die beiden hier getroffen haben, sind wirklich der Oberknaller (sowohl positiv als auch negativ), doch nicht alle Dates sind negativ ausgegangen. 
Ich für meinen Teil hatte meine Freude an dem Buch und es ist doch immer schön zu lesen, dass man nicht die einzige auf dieser Erde ist, die beziehungsunfähig ist :D

 

Samstag, 17. Juni 2017

[Arm like a cover] Step by Step

Hey, ihr Lieben,

ich wurde auf Instagram gefragt, ob ich nicht mal ein "Step by Step" zu meinen Armbildern machen kann und hier kommt es :)

 Schritt 1:
Ich benutze zum Malen Acrylfarben und meistens brauche ich ca. 30 bis 45 Minuten plus Fotos machen und Abwaschen.
Zu erst bemale ich meinen Arm mit der Grundfarbe des Covers.

   
 
Schritt 2:
Da die meisten Cover nicht nur einfarbig sind, mische ich oft, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.
 
 
 
Schritt 3:
Jetzt kommt das Motiv. Bei "Wie Monde so silbern" das Kleid, die Sterne und der Schuh. Mit einem dünnen Pinsel und weiß zeichne ich erst einmal die Umrisse vor.
 
 
Schritt 4:
Nun wird das ganze ausgemalt, schattiert und an einigen Stellen noch verbessert, bevor ich dann das Foto mache.
 


 So, das war ein kleiner Einblick hinter die Kulissen :)
 
 

Samstag, 27. Mai 2017

[Rezension] Smoke

Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl´s books
Seiten: 611
Preis:  16,99 [D] (Broschiert)
              17,50 [A]
ISBN: 978-3-570-58568-9


Inhalt:
Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Protagonisten:
Thomas ist einer der Hauptfiguren und für mich schwer einschätzbar. Er ist durch seine Vergangenheit, vor allem durch die Taten seines Vater und die darauffolgenden Vorhersagen ihn betreffend, geprägt. Diese Last trägt er das ganze Buch über mit sich herum, wird von Befürchtungen, Ängsten und Selbstzweifeln gequält und glaubt fast bis zum Ende an das "böse" Erbe, das er in sich tragen soll. Teilweise bricht diese Seite aus ihm heraus, entlädt sich in Wutausbrüchen und Gewalt.

Charlie ist im Grunde sein komplettes Gegenteil. Mit seiner ruhigen, sanften und vernünftigen Art versucht er auf Thomas einzugehen, hört ihm zu und hält zu ihm, egal was passiert. Er ist aus einer einflussreichen Familie und besucht genau wie Thomas eine Elite-Schule in Oxford. Dort werden sie getrimmt, "rein" zu sein, nicht zu rauchen, sündenfrei zu werden. Charlie raucht kaum, im Gegensatz zu Thomas, dessen unterschwellige Wut ihn öfters eine Grenze überschreiten lässt.

Livia Naylor ist die Tochter von Lady Catherine Naylor, einer angesehenen Aristokratin und mir anfangs sehr unsympathisch. Sie verhält sich Thomas und Charlie gegenüber kalt und abweisend, verbietet sich zwanghaft jede noch so winzige Sünde und scheint auch zu ihrer Mutter kein gutes Verhältnis zu haben. Im Laufe der Geschichte verändert sie sich, weil sie keine andere Wahl hat. Sie lernt dazu, entwickelt Gefühle für Charlie und verworrener Weise auch für Thomas, was zwischen den dreien aber kaum Gespräch findet.    

Lady Catherine Naylor ist eine Adlige wie aus dem Bilderbuch. Zumindest was das Aussehen und ihre Art an der Oberfläche betrifft. Sie ist hochgewachsen, schön, höflich und raucht nie, doch lernt man sie besser kennen, so erkennt man, dass auch sie eine Bürde mit sich trägt. Eine Bürde, die sie befeuert, die Welt zu verändern, die Menschen zu verändern. Skrupellos und doch mit Eleganz geht sie ihrem Traum nach und lässt sich von niemanden abhalten. Ihr Charakter hat mich fasziniert und nachdenklich werden lassen, denn hauptsächlich von ihr erfährt man sehr viel über den Rauch, seine Bedeutung und sein Wirken.

Meine Meinung:
Dieses Buch zu bewerten ist keine leichte Aufgabe. Es konnte mich durchaus in seinen Bann ziehen, fesseln und ich war die gesamte Zeit über fasziniert von der Idee des Rauches als Zeichen von Sünde. Unbedingt wollte ich wissen, was es damit auf sich hat, was dahinter steckt und wie sich alles am Ende auflöst, doch andererseits war es schwierig, sich in die Geschichte einzulesen, zu verstehen, um wen und was es geht, die Vielzahl an Personen zu unterscheiden, ihnen einen Platz in der Handlung zuzuweisen und auch ihre Bedeutung zu erfassen.
Grund daran ist zum Teil Dan Vyletas Schreibstil. Er schreibt mit einer umfassenden Ausführlichkeit, dass es manchmal zu viel wird, nutzt lange Vergleiche, Metaphern und fast schon philosophische Beschreibungen. Interpretationen über Sünde, die Manifestation des Rauches und das Verhalten der Menschen gibt es zu genüge. Im Endeffekt bin ich mir nicht so sicher, alles richtig verstanden zu haben und auch der Gedanke an eine so schmutzige Welt, das Leben darin, ist für mich nicht wirklich greifbar.
Trotzdem schafft Vyleta es durch diesen Stil durchgehend eine Atmosphäre von Düsternis, Geheimnissen und unterdrückten Gefühlen zu schaffen, die mich sehr einnehmen konnte.
Dann ist da noch die Sache mit den wechselnden Perspektiven. Mal liest man die Geschichte aus der Ich-Perspektive einer Person und muss darauf achten, aus wessen Sicht erzählt wird, dann gibt es Kapitel, in denen in der dritten Person berichtet wird und manchmal hat man das Gefühl, alles zu überblicken und doch nichts zu erfahren. Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man sich für dieses Buch viel Zeit nehmen sollte. Manche Sätze lieber zweimal liest und die Gedanken dahinter erfasst. So kommt man besser und tiefer in die Geschichte hinein.
Ich hatte bis zum Ende des Buches keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde, da Informationen dem Leser nur häppchenweise dargelegt werden und der große Zusammenhang bis zum Schluss aufgehoben wurde. Doch selbst dann musste ich mich anstrengen, es zu verstehen.
Alles in allem ist das Buch kein Buch für Zwischendurch und teilweise erfordert es wirklich Kraft, weiterzulesen, doch wenn man sich auf die Geschichte und den Stil einlässt, lässt es einen nicht mehr los.
         

Sonntag, 21. Mai 2017

[Info] Books n the Run - TAKE / READ / RETURN

Hey, ihr Lieben,

heute gibt es mal einen Beitrag zu einer Initiative, die Samantha ins Leben gerufen hat. Sie nennt sich "Books on the Run". Es geht darum, den Öffentlichen Personennahverkehr in eine Art "Bibliothek" für alle umzufunktionieren und so seine Liebe zu Büchern mit anderen zu teilen. In der New Yorker Subway sowie  der Londoner Underground existiert diese Initiative bereits und scheint gut zu funktionieren.

Findet man ein Buch mit folgendem Sticker in U-Bahn, S-Bahn oder Bus, kann man es mitnehmen, lesen und danach wieder im öffentlichen Nahverkehr aussetzen.
Wer eigene Bücher verteilen möchte, bekommt von Samantha die Books on the Run - Sticker per Post zugesandt und darf als sogenannte Book Fairy / Ninja loslegen :)
Das Starterkit enthält zwei Sticker, zwei Visitenkarten, die man in das Buch steckt sowie eine kurze Anleitung. 

 
 
Für weitere Infos und verlinke ich euch Samanthas Website sowie weitere ihrer Social Media Seiten.
 
 
 
Was haltet ihr von der Initiative?


Samstag, 13. Mai 2017

[Rezension] Die Katzen von Montmartre

Titel: Die Katzen von Montmartre
Autor: Tessa Korber
Verlag: btb
Seiten: 252
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
              10,30 [A]
ISBN:
978-3-422-71444-5

Inhalt:
Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Meine Meinung:
Einen Krimi zu lesen, bei dem Katzen in die Rolle der Ermittler schlüpfen und einen beziehungsweise zwei Verbrechen aufklären, war eine interessante und gleichzeitig amüsante Erfahrung für einen Katzenliebhaber wie mich, denn mehr als einmal konnte ich Parallelen zu meinem eigenen Kater ziehen.
Zu Beginn des Buches lernt man die vierfüßigen Charaktere der Geschichte kennen. Bonnard, den Friedhofskater mit dem sonnigen Gemüt, der sich gerne die Ängste und Sorgen der Friedhofsbesucher erzählen lässt. Suzanne, die sich um die melancholische Madame Valladon sorgt. Dégas, den düsteren, alten Künstlerkater, der heimlich die Katzendame Grisette anhimmelt, die sich am liebsten von einem Künstler malen lassen würde. Matisse, den jungen Kater, der sich neugierig herumtreibt und so auf den schwarzen Straßenjungen Navid trifft. Zu guter Letzt wären da noch Pablo und Miró, die frechen Söhne von Suzanne, die während ihrer Spiele auf die Leiche des jungen Mädchens stoßen.
Alle diese Katzen sind mir auf ihre besondere Weise ans Herz gewachsen, da man durch den ständigen Perspektivwechsel jede von ihnen persönlich kennenlernen konnte. Auch wenn es sehr viele Charaktere gibt, da natürlich auch einige Menschen eine Rolle spielen, fiel es mir relativ leicht, den Überblick zu bewahren. 
Das Setting, also das Künstlerviertel Montmartre mit den gepflasterten Straßen, den Straßenmusikern und -malern, Touristen und kleinen Cafés aus Katzensicht beschrieben, ist etwas ganz besonderes, denn der Leser wird nicht nur in entlegene Ecken geführt, sondern bekommt einen vielfältigen Eindruck der unglaublich scharfen Sinne der Samtpfoten.
Die Handlung ist, verbunden mit dem lebendigen, detailreichen Schreibstil, ziemlich ansprechend. Durch die wechselnden Perspektiven wird der Leser von einer Szene in die nächste gelotst, ohne dabei den roten Faden aus den Augen zu verlieren und die ganze Zeit über habe ich gegrübelt, welchen Zusammenhang es zwischen dem Mord und Grisettes Verschwinden gibt. Die Methoden, mit denen die Katzen sich die Menschen des Montmartre zu eigen machen, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht, aber mir auch gezeigt, wie viel die Tiere tatsächlich von der menschlichen Psyche verstehen. Die Auflösung am Schluss kam dann ziemlich überraschend und es wird noch einmal spannend. 
Für mich ist dieses Buch der Beleg, dass ein Krimi auch ohne blutige Szenen und Psychoterror durchaus spannend sein kann, kombiniert mit Pariser Flair, Humor und liebenswerten Charakteren. 

    

Samstag, 6. Mai 2017

[Rezension] Der schwarze Thron - Die Schwestern

Titel: Der schwarze Thron - Die Schwestern
Autor: Kendra Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 444
Preis:  14,99 [D] (Broschiert)
              15,50 [A]
ISBN:
978-3-7645-3144-7

Vielen Dank an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Inhalt:
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

 
DREI KÖNIGINNEN,
DUNKEL, UNSCHULDIG, KLEIN
EINEM SCHOSS ENTSPRUNGEN,
KÖNNEN NIEMALS
FREUNDINNEN SEIN.
 
DREI DUNKLE SCHWESTERN,
JEDE SO SCHÖN,
ZWEI WERDEN VERSCHLUNGEN,
NUR EINE GEKRÖNT.

Protagonisten:
Mirabella, Katherine und Arsinoe sind die Hauptcharaktere des Buches und sehr verschieden nicht nur im Hinblick auf ihre magischen Talente. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr wuchsen die Schwestern gemeinsam auf, wurden dann jedoch getrennt und in verschiedenen Familien untergebracht, deren Aufgabe es ist, den Mädchen die Beherrschung ihrer Magie zu lehren, sie auszubilden und auf das sogenannte Jahr des Aufstiegs vorzubereiten. 
So gelangt Mirabella zu den Elementwandlern, Katherine zu den Giftmischern und Arsinoe zu den Naturbegabten. Ab ihrem sechzehnten Geburtstag haben sie ein Jahr Zeit, ihre Schwestern zu töten, denn nur eine von ihnen kann auf dem Thron sitzen. 
Während Mirabella als die Stärkste der Schwestern dargestellt wird, scheinen Katherine und Arsinoe in Bezug auf ihre Talente ziemlich schwach, doch im Laufe der Geschichte wurde mir bewusst, dass sie beide einen starken Charakter haben. 

Meine Meinung:
Ich liebe ja Bücher, in denen Magie, Königinnen, Intrigen und Verrat die Hauptrolle spielen. Deswegen war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste und hatte wegen des spannenden Klappentextes ziemlich hohe Ansprüche an die Geschichte. Schon das Cover ist unheimlich schön und vereint alle Symbole, die man in der Geschichte kennenlernt. 
Kendra Blake hat mich nicht enttäuscht, auch wenn ich die ersten fünfzig Seiten erst einmal mit den ganzen Namen klarkommen musste, die rasant ins Spiel gebracht wurden, sodass man leicht den Überblick verlieren kann. Dazu kamen die pro Kapitel wechselnden Sichten zwischen den drei Schwestern sowie verschiedenen Mitgliedern der Familien, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, wie beispielsweise Natalia Arron, das Oberhaupt der Giftmischer, die ebenfalls einen starken Charakter gepaart mit einer kühlen, beherrschen Ausstrahlung besitzt und mit zu meinen Lieblingscharakteren gehört. Gut gefallen an den verschiedenen Sichtweisen hat mir, dass man so einen umfassenden Einblick in die Gefühle und Gedanken sehr vieler Personen bekommt, doch da im ersten Drittel alle Gaben, Aufgaben, Eigenschaften sowie Eigenarten geklärt werden, leidet die Spannung. 
Aber ab der Hälfte nimmt sie dann doch zu und verleiht der Geschichte neuen Schwung, sodass man gleich motiviert ist, weiterzulesen und das Ende macht die fehlende Spannung vom Beginn mehr als quitt. Ich habe die letzten Kapitel förmlich verschlungen und konnte kaum glauben, was plötzlich alles passiert.
Der leichte Schreibstil machte es mir noch einfacher, so durch die Seiten zu fliegen und die aufkommenden düstere Atmosphäre rundet das Ganze  schön ab. 
Wegen des wirklich fiesen Schlusses, freue ich mich umso mehr auf den zweiten Teil der Reihe und kann sie euch nur empfehlen. Natürlich spielt  die Liebe wieder eine Rolle, wenn auch eher hintergründig.           

(4/5 Sternen)


Samstag, 22. April 2017

[Neuerscheinungen] 5 Neuerscheinungen für Mai 2017

Hey, ihr Lieben,

heute habe ich fünf Bücher, die im Mai erscheinen und die für euch interessant sein könnten. Auf einige freu ich mich auch sehr :D

~1~

Für alle Castle-Fans: am 02. erscheint Heat Storm - Hitzesturm der neunte Band von Richard Castle.

Verlag: Cross Cult
Bindung: Taschenbuch
Seitenzahl: 450
Preis: 14,00

ISBN: 9783959811927

Inhalt:
Nikki Heat und Derrick Storm, die beiden dauerhaftesten und beliebtesten Figuren des New York Times Bestsellerautors Richard Castle arbeiten erstmals zusammen, um Nikkis Mutter Cynthia zu retten, die sich seit siebzehn Jahren versteckt und für tot gehalten wurde. Dabei stellt sich ihnen eine ruchlose Gruppierung chinesischer Geschäftsleute in den Weg, die Shanghai Sieben, die rücksichtslos und einflussreich genug sind, sie aufzuhalten.

~2~
 
Ebenfalls am 02. erscheint Paper Palace von Erin Watt.
 
Verlag: Piper
Bindung: Klappenbroschur            
Seitenzahl: 416
Preis: 12,99
ISBN: 978-3-492-06073-8

Inhalt:
Kaum haben sich Ella und Reed wiedergefunden, werden sie schon wieder getrennt – und Reeds Leben steht auf dem Spiel. Ist er dieses Mal zu weit gegangen? Ist ihm sein aufbrausendes Temperament zum Verhängnis geworden? Ella ist eine Kämpferin. Sie ist bereit, alles zu tun, um Reed zu schützen, und den Royals zur Seite zu stehen. Doch dann wird sie plötzlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss feststellen, dass ihr Leben eine einzige Lüge war. Werden die Royals sie am Ende doch ruinieren? Oder kann es ein Happy End für Ella und Reed geben?
 
~3~
 
Am 09. erscheint der erste Band einer neuen Fantasy-Saga, nämlich Der schwarze Thron - Die Schwestern von Kendare Blake.
 
Verlag: Penhaligon
Bindung: Klappenbroschur            
Seitenzahl: 448
Preis: 14,99

ISBN: 978-3-7645-3144-7

Inhalt:
Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

 ~4~
 
 Am 22. haben wir ebenfalls den Auftakt einer neuen Reihe: Stormheart - Die Rebellin von Cora Carmack.
 
Verlag: Oetinger
Bindung: Hardcover           
Seitenzahl: 464
Preis: 14,99

ISBN: 978-3-86274-928-7

Inhalt:
Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.
 
 ~5~
 


Und zu guter Letzt: von vielen sehnsüchtig erwartet: Feel again von Mona Kasten. Das Datum: 26. Mai.
Verlag: Lyx
Bindung: Paperback           
Seitenzahl: 467
Preis: 12,00

ISBN: 978-3-7363-0445-1

Inhalt:
Er sollte nur ein Projekt sein.
Doch ihr Herz hat andere Pläne.
Unter normalen Umständen würde Sawyer einen Typ wie Isaac keines zweiten Blickes würdigen. Er ist zu nett, zu höflich, zu schüchtern – und damit das genaue Gegenteil von ihrem üblichen Beuteschema. Doch als sie mitbekommt, wie sich ein paar Mädchen über ihn lustig machen, kann sie nicht tatenlos zusehen. Kurzerhand tut sie so, als wäre sie sein Date, und küsst ihn leidenschaftlich. Isaac, der ziemlich überrumpelt ist, bittet sie daraufhin um Hilfe: Er will dringend seinen Ruf als Nerd loswerden. Die beiden schließen einen Deal: Sawyer macht aus Isaac einen Bad Boy und darf dafür seine Entwicklung als Fotoprojekt für ihr Studium festhalten. Doch aus dem Deal wird schnell mehr ...
 
 
 
 
 

Freitag, 7. April 2017

[Rezension] The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch

Titel: Sleeping Prince – Tödlicher Fluch
Autor: Melinda Salisbury
Verlag: Bloomoon
Seiten: 361
Preis:  17,99 [D] (Hardcover)
             18,50[A]
ISBN:
978-3-8458-1794-1

Inhalt:
Das Land ist in Aufruhr. Die Königin hat eine alte Legende entfesselt und den gefährlichen Schlafenden Prinzen nach vielen Jahrhunderten wieder zum Leben erweckt. Nun bringt er Krieg und Zerstörung zu den Menschen von Tregellian. Die junge Apothekerstochter Errin versucht verzweifelt, sich in diesen gefährlichen Zeiten über Wasser zu halten.
Als Soldaten sie und ihre Mutter aus ihrem Dorf vertreiben, gibt es nur einen, an den sich Errin wenden kann: den mysteriösen Silas. Silas verspricht, Errin zu helfen. Doch als ihr vermeintlicher Retter spurlos verschwindet, muss Errin eine Entscheidung treffen, die das Schicksal des Reiches verändern wird …

Protagonisten:
Errin Vastel
ist eine äußerst begabte Herbalistin und starke junge Frau, die sich ganz allein um ihre Mutter kümmert, die unter einer unheimlichen Krankheit leidet, nachdem ihr Vater gestorben und ihr Bruder verschwunden ist. Durch das Verkaufen von Tränken und auch Giften hält sie sich einigermaßen über Wasser. Leider kam mir ihr Handeln manchmal etwas kopflos und unüberlegt vor, auch wenn man an diesen wieder Stellen merkt, dass sie all das nur für ihre Familie und mit viel Mut tut.

Silas Kolby ist der mysteriöse junge Mann im dunklen Umhang mit Kapuze. Er kauft tödliche Gifte bei Errin, verrät ihr aber nie, wozu er sie verwendet.  Zudem rettet er sie das ein und andere Mal aus schwierigen Situationen, doch trotzdem bin ich anfangs nicht schlau aus ihm geworden. Ihn umgibt eine undurchschaubare Aura, die zusammen mit seinen Geheimnissen einen sehr schleierhaften Charakter aus ihm macht, hinter dessen Fassade man nur nach und nach kommt. 

Meine Meinung:
Da ich den Inhalt des ersten Bandes nicht mehr so gut im Kopf hatte, brauchte ich eine Weile, um wieder in die Geschichte hineinzufinden, wobei mir der Prolog, in dem die Sage um den Schlafenden Prinzen wiederholt wird, sehr geholfen hat. Die Autorin setzt hier eine ganz andere Protagonistin ein, doch im hinteren Teil führen die Fäden raffiniert dann wieder zusammen und bekannte Charaktere aus dem ersten Band tauchen auf.
Im Laufe des Buches erfährt man eine ganze Bandbreite an Informationen über Errin und ihre Familie, teils durch kurze Erinnerungen oder komplette Rückblicke in ihre Kindheit. So lernt man sie schnell kennen und kann nachvollziehen, warum sie so und nicht anders ist und handelt.
Insgesamt wirkt dieser Teil sehr viel düsterer, bedrohlicher und auch um Längen brutaler, zum einen, weil der Schlafende Prinz das Land verwüstete, verbrannte Dörfer und eine Menge Leichen zurücklässt, zum anderen aber auch durch Silas, die Geheimnisse der Alchemie und die Krankheit von Errins Mutter. Trotz dessen muss ich gestehen, dass mir das royale Feeling des Vorgängers ein bisschen gefehlt hat, da Errin durchs Land reist und sich oft in Wäldern oder heruntergekommenen Hütten aufhält. Es gibt dementsprechend keine Machtspielchen oder politische Intrigen.
Natürlich gibt es auch einige Wendungen, die ich teils vorhersehbar fand, aber ein paar, auf die ich nicht gekommen bin und die ein bisschen Schwung in die Geschichte und vor allem ins Ende gebracht haben.
Die spannenden Geschehnisse im letzten Drittel des Buches konnten mich leider nicht so sehr mitreißen, sind dennoch gut gemacht und lassen sich, wie der Rest des Buches, einfach und flüssig lesen.
Alles in allem ist es eine gelungene Fortsetzung, die jedoch auch ihre Schwächen hat, welche mich nicht abhalten werden, den dritten Band zu lesen, allein schon wegen des offenen Endes.  
(3/5 Sterne)
 

Mittwoch, 29. März 2017

[LBM 2017] Erlebnisse, Sebastian Fitzek, Sandra Regnier und Erin Hunter


  

Hey, ihr Lieben

Ich war am Donnerstag den 23.03. und am Sonntag den 26.03. auf der Leipziger Buchmesse und möchte euch ein bisschen von den beiden Tagen, aber vor allem vom Sonntag berichten.

Am Donnerstag war ich von der Schule aus in Leipzig, was nicht geplant war, denn eigentlich dürfen nur die 9. Klassen fahren, aber wenn man gefragt wird, ob man mitmöchte, sagt man doch nicht nein :) Die vier Stunden, die ich dort verbracht habe, bin ich mit einer Freundin über die Messe geschlendert, habe Leseproben, Lesezeichen und Süßigkeiten eingesammelt und war auf der Lesung von Carolin Emrich, die ihr Buch Elfenwächter - Weg des Ordens vorgestellt hat, was ich mir auch habe signieren lassen. Natürlich mussten auch noch ein paar Bücher mit, nämlich AchtNacht von Sebastian Fitzek und Die Mission des Schülers von Erin Hunter.

                                                                                                         

Am Sonntag bin ich dann noch einmal mit meiner Familie und einer anderen Freundin gefahren und wir hatten eine Menge Spaß :D
Um 11:00 Uhr waren wir da und sind dann spontan zur Signierstunde von Laura Kneidl gegangen. Während wir anstanden, haben wir uns nett mit ein paar anderen Bücherliebhabern unterhalten und so verging die Zeit doch ziemlich schnell. Danach stand die Lesung von Erin Hunter (12:00 - 12:30 Uhr) auf dem Plan, die mein erstes Highlight war, denn durch Warrior Cats bin ich erst richtig auf das Lesen gekommen und habe auch alle Teile im Regal zu stehen. Dank meiner Freundin, die sich schon für mich angestellt hatte, musste ich "nur" eine halbe Stunde anstehen, was schon eng wurde, denn dadurch habe ich die darauffolgende Lesung von Sandra Regnier zu großen Teilen verpasst.

                                                     
                                                                                                   
 Dann hieß es wieder anstehen. Diesmal bei Sandra Regnier, von der ich nur ein Tag zuvor Das Herz der Lilie gelesen und das Buch als wahnsinnig schön eingestuft hatte. Aber auch hier standen wir nicht allzu lange, da meine Freundin sich ebenfalls schon angestellt hatte. Ich glaube, ohne sie, wäre ich verloren gewesen :D
Sandra Regnier ist eine unglaublich liebe und freundliche Person und hat uns für meine Nagelkünste zur Pan-Trilogie sowie zur Lilien-Reihe ein wunderschönes Lesezeichen geschenkt. Ich sage euch, ich war wirklich nervös und als sie meinen Nagel zusammen mit meiner Zeichnung von ihr fotografiert hat, haben meine Finger gezittert. (Hier könnt ihr euch die zwei Bilder anschauen, die sie von meinen Nägeln und den meiner Freundin gemacht hat: Instagram Sandra Regnier -> einfach mal durchklicken)                                                


                                                                              

Danach wollten wir eigentlich zu Ralph Ruthe, doch da hatten wir leider Pech, denn weil es zeitlich nicht mehr gepasst hätte, durften wir uns nicht mehr anstellen. Stattdessen sind wir zur Kinderbuchhandlung geschlendert, haben dort Ursula Poznanski getroffen und Fotos gemacht. Dann haben wir sicherheitshalber noch einmal nachgefragt, wo Sebastian Fitzek seine Signierstunde macht und wurden zur Lesebude 2 geschickt, aber da angekommen, erklärte uns eine Dame vom Verlag, dass er im Signierbereich der Kinderbuchhandlung signieren würde. Also gingen wir wieder zurück, doch ein junger Mann dort war der Meinung, dass er bei Lesebude 2 sein würde. Zusammen mit einigen anderen, die ebenfalls zur Signierstunde wollten, erklärten wir ihm, dass wir aber gerade von dort hierhin geschickt wurden. Ich sage euch, das war ein hin und her, aber letztendlich war der Signierbereich der Buchhandlung richtig und wir standen ganz vorne :) Zum Glück, denn die Schlange, die sich dann gebildet hat, erreichte eine extreme Länge, dich ich wahrscheinlich nicht überlebt hätte.

                                                     
                                                                                                       
 
Auf jeden Fall war dieser Tag trotz schmerzender Füße nach fast fünf Stunden, einfach lustig und wundervoll und ich freue mich schon auf nächstes Jahr :)