Montag, 29. November 2021

[Rezension] Der Prinz der Illusionen

                                                            [Rezensionsexemplar]


Titel: 
Der Prinz der Illusionen 
Autor: Zoraida Córdova
Verlag: Carlsen 
Seiten: 413
Preis: 17,00[D] (Klappenbroschur)
             17,50[A] 
ISBN: 978-3-551-58434-2


Inhalt:

Von den Rebellen verraten und von der Krone verfolgt, schließt Renata ein Bündnis mit ihrem Erzfeind Prinz Castian. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem Messer der Erinnerung, um einen Krieg zwischen Puerto Leones und den Moria zu verhindern. Auf der Reise an die Grenzen der bekannten Welt kämpft Renata nicht nur gegen die Truppen des Königs, sondern auch mit ihren Gefühlen für Castian. Doch die größte Gefahr lauert in ihrem Gedächtnis, denn die gestohlenen Erinnerungen brechen immer wieder hervor. Renata muss ihre magischen Kräfte kontrollieren, wenn sie das Volk der Moria retten will.

Meine Meinung:
Es gibt endlich eine Karte zum Buch! Das war ein Punkt gewesen, den ich in der Rezension zu Band eins angesprochen hatte und nun ist sie da. Ich bin begeistert. Zudem bin ich begeistert, in welche Richtung sich die ganze Geschichte entwickelt hat. Ren, die in Teil eins schwer mit sich, ihren Schuldgefühlen und ihrer Vergangenheit zu kämpfen hatte, gefühlskalt erschien und niemanden an sich heranlassen wollte, wurde hier deutlich gefühlvoller, bestraft sich kaum noch für das, was sie in der Vergangenheit getan hat und blickt nach vorn. Zusammen mit Prinz Castian sucht sie nach dem Messer der Erinnerung, um einen Krieg zwischen Castians Vater und den Moria zu verhindern. Die Reise, die sie und Castian zusammen unternommen haben, später dann in Begleitung von Leo, der mir immer wieder mit seiner Art ein Schmunzeln entlocken konnte, die neuen Figuren, die ihnen geholfen haben und das gesamte Setting, konnten mich deutlich mehr noch für sich gewinnen, als im Vorgängerteil. Zwischen Ren und Castian knistert es gewaltig, obwohl die beiden sich eigentlich überhaupt nicht ausstehen können und doch entwickelt sich daraus eine Liebesgeschichte, die sich sehr gut in die Handlung einfügt. Auch erfährt man eine Menge über die Vergangenheit von Castians Vater, warum er so grausam wurde und was noch alles hinter Rens Robári Magie steckt. 
Ende und Epilog haben mich tatsächlich überraschen können. Im Positiven allerdings. Für mich ein sehr gelungener zweiter Teil. 

-> Hier geht es zum Buch: Der Prinz der Illusionen

[Rezension] Calea - Zwischen Asche und Rauch

                                                            [Rezensionsexemplar]


Titel: Calea - Zwischen Asche und Rauch 
Autor: Alexandra Stückler-Wede
Verlag: Thienmann-Esslinger 
Seiten: 432
Preis:  15,00 [D] (Taschenbuch)
              15,50 [A]
ISBN: 
978-3-522-50752-3

Inhalt: 
Caleas Mutter ist die Königin der Hölle, ihr Großvater war der Teufel, und trotzdem fließt durch ihre Adern keinerlei Magie. Als die Dämonenprinzessin jedoch erfährt, dass ihre Mächte bei ihrer Geburt absichtlich gebannt wurden, kehrt Calea dem Königspalast im Hades den Rücken und macht sich in den mystischen Weiten Schottlands auf die Suche nach ihrer wahren Bestimmung. Dabei ist ihr ausgerechnet ein Mensch behilflich, denn Caleas Gefühle für Kenzo bringen ihr magisches Erbe zum Glühen – Ein Glühen, auf das dunkle Mächte, die im Verborgenen lauern, nur gewartet haben ...

Protagonisten:
Calea ist die Tochter von Königin Elyanor, der Herrscherin der Hölle. Ihr Großvater war der Teufel bevor er von Elyanor getötet wurde. Sie besitzt als einzige der drei Geschwister keine Magie, zumindest glaubt sie das bis sie herausfindet, dass dem nicht so ist. Calea ist ein leidenschaftlicher Charakter, kann hervorragend mit Pfeil und Bogen umgehen, zeichnet gerne und tut alles für die, die sie liebt. 

Meine Meinung:
Bei "Calea" handelt es sich um das Spinn-off zur "Elyanor"-Dilogie von Alexandra Stückler-Wede. Allerdings kann man das Buch auch sehr gut lesen, ohne das Vorwissen der anderen Reihe zu haben. Lexies Schreibstil mochte ich schon, seit ich das erste Mal ein Buch von ihr gelesen habe. Sie kann wunderbar mit Worten umgehen, Charaktere und Landschaften sowie Gefühle und Situationen beschreiben, sodass man sich mitten in der Geschichte fühlt. Dazu ein Roadtrip durch Schottland, eine Dämonenprinzessin auf der Suche nach ihrer Magie und ihrer Bestimmung, mit dabei ein junger Mann, den man aufgrund seines ruhigen, mutigen Charakters einfach lieben muss, ein Dämon in Form eines Katers, der für den nötigen Sarakasmus sorgt und später ein ziemlich arroganter Kronprinz der Hölle, der seine Schwester über alles liebt und ihr mit Rat, Streit sowie Hilfe zur Seite steht. Calea und Kenzo harmonieren zusammen einfach wunderbar. Auch die Tatsache, dass sie bereits nach wenigen Tagen mehr als Freundschaft füreinander empfinden, wurde von Lexie sehr schön beschrieben und erklärt, denn es steckt tatsächlich mehr dahinter, als man zu Anfang vermuteten mag. 
Kater und Dämon Hero ist ja mein absoluter Liebling. Ein bisschen Sarkasmus muss eben immer sein. Kontinuierlich wird Spannung aufgebaut, es geschieht eine Menge und mit raffinierten Wendungen werden alle Fragen beantwortet, die im Laufe der Handlung aufgeworfen werden. Das Ende ist mehr als nervenaufreibend spannend und ich habe für einen Moment geglaubt, Lexie tut diese eine Sache wirklich. Zu ihrem Glück hat sie es nicht getan.

[Rezension] Empire - Ein Himmel aus Opal

                                                    [Rezensionsexemplar]


Titel: Empire - Ein Himmel aus Opal 
Autor: Nicole Lange
Verlag: Selfpublishing 
Seiten: 302

Preis:  9,98 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
9798487407733

Inhalt: 
Die achtzehnjährige Elara aus Berlin leidet unter dem Verlust der geliebten Mutter, die vor acht Jahren spurlos verschwand. Aus dem musikalisch hochbegabten Mädchen wurde ein traumatisiertes Kind. Hinzu kommt, dass ihr Vater ihr verbietet, je wieder zu singen oder ein Instrument zu spielen. Daraufhin ändert Elara ihr Leben und beginnt die allgemeine Grundausbildung bei der Bundeswehr. Doch was bedeutet die leuchtende Libelle, die ihr mitten im Winter während der Grundausbildung begegnet? Ein magisches Portal öffnet sich und Belisar, des Königs Sammler für Schönheiten und Talente aus dem Königreich Richellé, erscheint und entführt Elara. Zwischen einem maskierten König, einem sterbenden Reich und einem Fluch findet sie sich wieder. Und was hat es eigentlich mit dem attraktiven Fürsten der Verstoßenen auf sich?

Protagonisten:
Elara ist musikalisch hochbegabt, doch nach dem Verschwinden ihrer Mutter und dem Verbot ihres Vaters je wieder zu musizieren, beginnt sie eine Ausbildung bei der Bundeswehr. Dort kann sie vergessen, dass ihre Familie vollkommen auseinanderbricht und sie ihre größte Leidenschaft begraben musste. 

Meine Meinung:
Ein Mädchen, dessen größte Leidenschaft die Musik ist, doch sie darf nicht mehr singen seit ihre Mutter unter mysteriösen Umständen verschwand. Stattdessen kämpft sie sich durch die Ausbildung bei der Bundeswehr, ehe sie eines Tages in ein magisches Königreich entführt wird, um dort zusammen mit etlichen anderen jungen, talentierten Frauen für einen maskierten König und dessen verfluchtes Volk zu singen. Das Buch ist nicht allzu lang, auf den Punkt gebracht und ohne großes Drumherumgerede geschrieben. Dennoch lernt man die Charaktere sowie das Reich Richellé ziemlich gut kennen. Protagonistin Elara ist von allen Mädchen am Hof natürlich die Mutigste, Aufmüpfigste und Schönste. Diejenige, die sich gegen die Regeln im Palast auflehnt, die Aufmerksamkeit des Königs auf sich zieht und dann auch noch die Auserwählte sein soll. Auf ihren Schultern lastet eine Menge Druck, denn sie will ihre Mutter finden, soll einen Fluch brechen und ein ganzes sterbendes Reich retten. Dennoch mochte ich ihre Schlagfertigkeit ziemlich gerne. Einzig und allein die Tatsache, dass ich bei Elara immer an einen Charakter aus meiner Wattpad-Reihe denken musste, hat das Leseerlebnis etwas gestört. Cliffhanger ist vorhanden, denn es soll ein Fortsetzung geben. Für mich ein solides Urban-Fantasy-Abenteuer, das mich jedoch nicht zu 100 Prozent mitreißen konnte.

[Rezension] Die Tasyar Chroniken 3 - Verwunschenes Reich

                                                    [Rezensionsexemplar]


Titel: Die Tasyar Chroniken 3 - Verwunschenes Reich
Autor: Jana Ulmer
Verlag: Books on Demand
Seiten: 681

Preis: 25,99 [D] (Hardcover)
ISBN: 
9783751976121

Inhalt: 

Licht wird die Herrschenden versammeln. Und die Entscheidung bringen.
Als Sanya, Königin der Strigoi, nach Tasyar zurückkehrt, bereitet ihr nicht nur der Gedanke an bevorstehende Schlachten Kummer. Sollte ihr Bruder seinen rechtmäßigen Platz auf dem hohen Thron nicht einnehmen, besteht keine Chance auf eine gemeinsame Zukunft mit dem, den sie liebt. Doch der Feind ist mächtiger als angenommen. Um es mit ihm aufzunehmen, müssen die Verbündeten einer uralten Prophezeiung folgen; was für Sanya und ihre Freunde bedeutet, sich ihren größten Ängsten zu stellen.

Meine Meinung:
Dass ich die ersten beiden Teile der "Tasyar Chroniken" gelesen habe, ist nun schon über ein Jahr her. Dementsprechend fiel es mir schwer, bei den unendlich vielen Charakteren, wieder in die Geschichte hineinzufinden, zuzuordnen, wer wer ist und welche Rolle er/sie für das Geschehen spielt. Zu meinem Glück hat sich die Dreiecksbeziehung zwischen Protagonistin Sanya, Derek und Milan sehr schnell aufgelöst, da sie sich für einen der beiden entschieden hat und erklärt wurde, was es mit der vorherigen Beziehung mit dem jeweils anderen auf sich hatte. Die Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird, sind die von Sanya, ihrem Bruder Greg, ihrer besten Freundin Casey sowie neu die von Estera. Sie gehört zusammen mit Casey und Eleanor von Wamington definitiv zu meinen Lieblingsfiguren in der Geschichte. Im Vergleich zum zweiten Teil merkt man eine deutliche Entwicklung der Charaktere, vor allem bei Sanya, die weniger wie eine naive, impulsive Jugendliche wirkt sondern mehr wie die junge Königin, zu der sie bestimmt worden ist. Es passiert eine Menge und doch hatte ich zwischendurch das Gefühl nicht voranzukommen. Das Kriegsgeschehen wechselt sich ab mit ruhigeren Szenen, in denen man Probleme besprochen hat, anstatt gleich aufeinander loszugehen, es wurde weniger gestritten, dafür endlich zusammengearbeitet. Im Großen und Ganzen merkt man dem Buch an allen Ecken an, dass sich nicht nur die Charaktere weiterentwickelt haben, sondern auch die Autorin selbst.

[Rezension] Der Klang des Feuers

                                                         [Rezensionsexemplar]


Titel: Der Klang des Feuers 
Autor: C. E. Bernard
Verlag: Penhaligon
Seiten: 416
Preis: 15,00 [D] (Klappenbroschur)
             15,50 [A]
ISBN: 
978-3-7645-3265-9

Inhalt: 
Der Wanderer Weyd und seine Freunde haben eine dunkle Wildnis durchreist, um die sagenumwobenen Türme des Lichts zu erreichen. Doch die drei Bauwerke sind so tödlich wie ein Waffenarsenal und verlangen den Gefährten Schreckliches ab. Das Schlimmste steht Weyd allerdings noch bevor: Wenn er das Feuer an der Turmspitze entzünden will, muss er ein unmenschliches Opfer bringen – oder sich stattdessen für ewige Finsternis entscheiden ... 

Meine Meinung:
Mehr als WOW, WOW, WOW fällt mir zu diesem letzten Teil der Wayfarer-Saga von C. E. Bernard nicht ein. Kaum, dass ich das Buch ausgepackt hatte, bin ich auf die Couch verschwunden und habe es ohne Pause durchgelesen. Die Gruppe um Weyd den Wanderer hat sich am Ende von Band zwei aufgeteilt. So gibt es sehr viele Perspektiven, zwischen denen gewechselt wird. Natürlich Weyd, der von der Krähe Urth und der Stute Blíkna begleitet wird, dann die von Seefahrerin Bahr, dem jungen Andrin, dem alten Jori und dem Fuchs Bellitas, die von Bardin Caer, Baron Lurin, Hauptmann Menga und Soldatin Jelscha sowie zu guter Letzt die von Bürgermeisterin Reys und Ratsvorsitzendem Daípu. Jeder von ihnen macht Schrecklichstes durch, um die Türme des Lichts zu entzünden und endlich die Finsternis zu besiegen, die inzwischen nicht einmal mehr durch die Sonne besiegt werden kann. Nach zehn Seiten hatte ich Gänsehaut und das hat sich bis zum Schluss durchgezogen. Die Autorin hat mich jeder ihrer Wendungen eiskalt erwischt. Ich habe lange nicht mehr so sehr um Charaktere gebangt und habe den Fehler gemacht, die Taschentücher zu vergessen, denn die hätte es definitiv gebraucht. So viel geweint habe ich das letzte Mal bei "Gefährten" und das ist nun schon etliche Jahre her. 
Damit hat sich "Der Klang des Feuers" den Titel Jahreshighlight mehr als verdient. Episch, einfach nur episch. Ich bestehe darauf, dass ihr diese Reihe lest! 

Montag, 22. November 2021

[Rezension] Teufelsnetz

                                                         [Rezensionsexemplar]


Titel: Teufelsnetz
Autor: Max Seeck
Verlag: Bastei Lübbe 
Seiten: 512
Preis: 16,00 [D] (Klappenbroschur)
             16,40 [A]
ISBN: 
978-3-7857-2754-6

Inhalt: 
Helsinki 2020: Zwei erfolgreiche Blogger sind spurlos verschwunden. Kurz darauf wird deren Tod in den sozialen Medien gemeldet. Ein geschmackloser PR-Gag? Als eine junge Frau, gekleidet wie ein Manga-Mädchen, am Strand tot angespült wird, vermutet die Kriminalpolizei einen Zusammenhang. Jessica Niemi übernimmt die Ermittlungen, und sie kommt schon bald einem skrupellosen Netzwerk auf die Spur, das offenbar Mädchen an Manga-Fetischisten vermittelt. Zum Sex - und zum Töten ...

Protagonisten:
Jessica Niemi ist Ermittlerin in Helsinki und ist ihrer neuen Vorgesetzten Helena Lappi aufgrund ihrer Art, sich nicht unbedingt an Befehle und Anweisungen zu halten, ein Dorn im Auge. Sie hat noch immer mit dem Tod ihrer Familie zu kämpfen. Emotional wie mental. Auch die Wahl ihrer Partner fällt immer auf die Falschen. 

Meine Meinung:
Bei "Teufelsnetz" handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe um Ermittlerin Jessica Niemi. Das wusste ich vorher tatsächlich nicht und kann somit sagen, dass sich das Buch auch sehr gut lesen und verstehen lässt, ohne, dass man "Hexenjäger" kennt. Dennoch wird offensichtlich Bezug auf den Vorgängerband genommen, um Hintergründe zu Verhaltensweisen der Charaktere zu beleuchten. Die Kapitel sind kurz gehalten, die Sichtweisen wechseln häufiger, was es einfach macht, schnell voranzukommen. Allerdings rücken deswegen die privaten Probleme der Figuren stark in den Vordergrund. Der Autor schreibt sehr detailreich und bildlich, was an einigen Stellen dazu führt, dass sich die Geschichte etwas zieht, dennoch merkt man, wie sich nach und nach Spannung aufbaut. Die Stimmung des Buches ist allgemein düster und wenig freudig. Es gibt Reibereien und ungeklärte Differenzen zwischen Jessica und ihren Kollegen sowie ihrer neuen Vorgesetzten Helena Lappi. Die Charaktere sind allesamt sehr einzigartig und haben ihre Geschichte. Jessica ist eine Figur, die ziemlich eigenwillig ist. Ihre Handlungen sind jedoch nicht immer nachvollziehbar. 
Was man dem Buch lassen muss, ist die Tatsache, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte, wer oder was nun hinter den verschwundenen Bloggern und dem toten Mangamädchen steckt. Damit konnte der Autor mich wirklich überraschen. Besonders das Ende war mitreißend und so spannend, wie ich es mir für einen Thriller wünsche. 

[Rezension] Mahsuri - Die Gabe der Ilmu

                                                           [Rezensionsexemplar]

 
Titel: Mahsuri - Die Gabe der Ilmu  
Autor: Amila Audry
Verlag: Books on Demand
Seiten: 396
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-7557-1741-6

Inhalt: 
Alles, was die sechzehnjährige Jessica wollte, war ein harmloser Spaziergang. Doch plötzlich ist sie auf der Flucht durch den Wald. Ihr auf den Fersen ein Wesen, das sie bisher nur in ihren schlimmsten Alpträumen verfolgt hat.
Ein verhängnisvoller Sturz raubt ihr das Bewusstsein. Als Jessica wieder zu sich kommt, findet sie sich in einer Welt voller Magie, Grausamkeiten und einer geheimnisvollen Prophezeiung wieder. Doch warum ist sie hier? Um die Wahrheit zu erkennen, muss sie lernen, ihre Träume zu kontrollieren.

Protagonisten:
Jessica ist eine ganz normale 16-jährige, die bei ihren Adoptivgroßeltern lebt, zur Schule geht und ihr mehr oder weniger aufregendes Leben lebt. Was sie allerdings von einem normalen Mädchen unterscheidet, sind die Träume, die teilweise voraussagend sind und ihr Momente der Zukunft zeigen, die dann auch so eintreffen. 

Meine Meinung:
Was wir mit "Mahsuri" haben, ist eine typische Urban-Fantasy-Geschichte, in der eine junge Protagonistin durch eine unglückliche Begebenheit in einer völlig fremden, magischen Welt landet, da sie eine besondere Gabe hat, die der Antagonist für seine Zwecke benutzen will, während die Guten alle ihre Hoffnungen in das völlig ahnungslose und überforderte Mädchen setzen, das eigentlich nur nach Hause will. Genau das ist Jessica für eine lange Zeit, als sie sich plötzlich zwischen Trollen, Magiern und Feen wiederfindet und als die Auserwählte Seherin die Welt retten soll, indem sie einen bösen Magier vernichtet. Die Entwicklung, die sie durchmacht, ist enorm. Allerdings spielt die Geschichte auch über einen Zeitraum von gut einem halben/dreiviertel Jahr, in dem sie genug Zeit hat, sich an ihre Bestimmung zu gewöhnen, zu lernen und zu überleben. Aus dem unsicheren, naiven Mädchen wird eine junge Frau, die sich durchzusetzen weiß, einigermaßen kämpfen und Verantwortung übernehmen kann. 
Amila Audry schreibt sehr flüssig und bildlich, sodass man rasch durch die Seiten fliegt. Es gibt etliche Nebenfiguren, die ich sehr gerne mochte, eine bedeutende Wendung, die ich allerdings schon nach dem ersten Hinweis erahnen konnte und die alles so richtig schön kompliziert macht. 
Das Ende kommt abrupt und könnte fieser nicht sein. Jetzt heißt es wohl wieder warten auf Band zwei.


[Rezension] Das Mädchen, das die Welt in Flammen setzte

                                                                      [Rezensionsexemplar]

 
Titel: Das Mädchen, das die Welt in Flammen setzte 
Autor: Leni Wambach
Verlag: Carlsen Impress 
Seiten: 396
Preis: 3,99 [D] (E-Book)
ISBN: 
978-3-646607901 

Inhalt: 
Eigentlich glaubt Coal nicht an das Übernatürliche. Doch als die Internatsschülerin im alten Haus ihrer Großmutter auf eine mysteriöse Schachtel mit drei Zündhölzern stößt, offenbart sich eine glühende Macht, die sie und ihre beste Freundin Hannah in eine völlig andere Welt befördert. Dort werden die beiden Mädchen nicht nur sofort von dunklen Wesen verfolgt, sondern Coal erfährt auch endlich mehr über ihre Herkunft: Sie ist die Nachfahrin der Erschafferin dieses magischen Ortes und dazu bestimmt, die Bewohner vor den Ängsten zu schützen, die drohen, alles Lebendige zu vernichten. Einziger Lichtblick für Coal ist der anziehende Jäger Gavin, der ihr zur Seite steht und ihr Herz zum Lodern bringt ...  

Protagonisten:
Coal ist Internatsschülerin und ihre einzige Familie ist ihre Großmutter. An Magie oder Übernatürliches glaubt sie schon lange nicht mehr. Sie ist ein skeptischer Mensch, eher negativ veranlagt, ist gleichzeitig aber unglaublich loyal denjenigen gegenüber, die sie liebt. 

Meine Meinung:
Wenn Leni Wambach ein neues Buch rausbringt, dann lese ich es. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, denn Leni gehört zu den wenigen Autorinnen, von denen ich einfach alles lesen würde, weil ich weiß, dass sie mich nicht enttäuschen wird. Mit "Ein Mädchen, das die Welt in Flammen setzte" hat es sich wie erwartet verhalten. An ihre "Elfenmal"-Trilogie kam das Buch zwar nicht ran, aber nichtsdestotrotz war es einfach wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Die Geschichte ist angehaucht vom Märchen "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzchen" von Hans Christian Andersen und enthält zum Ende hin noch drei weitere Märchen inklusive spannenden Twists, die Coal auf die Probe stellen sollen. Coal ist die Nachfahrin der Erschafferin einer magischen Welt, die aus zwei Inseln besteht. Einer, auf der die Menschen leben und einer, die den Ängsten gehört und von den Bewohnern der anderen Insel gemieden wird, wie die Pest. Sowohl Coal als auch ihre beste Freundin Hannah, der attraktive Jäger Gavin und seine beste Freundin Fulvia haben sich direkt ein Platz in meinem Herzen gesichert. Ich habe durchgehend an den Seiten geklebt, um zu erfahren, wie Coal es anstellen will, die Inseln zu schützen, während um sie herum Intrigen geschmiedet werden, sie ständig Gefahren ausgesetzt ist oder sich selbst in welche hineinmanövriert. 
Es passiert so viel, Gefühle kommen nicht zu kurz und es gibt natürlich eine und eine angedeutete Liebesgeschichte, die sich langsam und echt entwickeln. Das ist noch so ein Punkt, den ich an Lenis Büchern liebe. Ich hoffe für sie, dass sie schon am nächsten Buch arbeitet. 

[Rezension] Gejagt im Eis

                                                               [Rezensionsexemplar]

 
Titel: Gejagt im Eis
Autor: Odd Harald Hauge
Verlag: Beneveto 
Seiten: 344
Preis: 16,00 [D] (Klappenbroschur)
             16,00 [A]
ISBN: 
978-3-7109-0112-6

Inhalt: 
Martin Moltzau kennt die Arktis wie seine Westentasche – ein Paradies für Abenteurer aus Eis, Schnee und weißer Weite. Spitzbergen ist die Heimat von Eisbären und Polarfüchsen. Das ehemals florierende Bergbaugebiet ist heute entmilitarisierte Zone. Auf der Insel im arktischen Ozean bietet Moltzau Schneemobiltouren für Touristen an.
Bei den neuen Gästen beschleicht ihn jedoch ein ungutes Gefühl. Die amerikanische Familie will unbedingt eine verfallene, russische Bergbausiedlung besuchen, obwohl die Route extrem gefährlich ist. Als das Wetter umschlägt, gerät die Situation außer Kontrolle: Die Tochter verschwindet im Nebel und ein schwer bewaffneter russischer Spezialtrupp heftet sich an Moltzaus Fersen. Der Abenteurer gerät zwischen machtpolitische Fronten. Verfolgt von den Russen, beginnt eine wilde Jagd durchs Eis. Kann Moltzau der weißen Hölle entkommen?

Protagonisten:
Martin Moltzau ist Extremsportler und Abenteurer und lebt auf Spitzbergen. Dort bietet er Schneemobiltouren für Touristen an. Er ist ziemlich abgebrüht, hat in seiner Vergangenheit schon einiges erlebt, unter anderem einige seiner Finger verloren, als er den Mount Everest bestieg. 

Meine Meinung:
Da ich selbst schon auf Spitzbergen - genauer in der Stadt Longyearbyen - war, fand ich es unglaublich interessant mal einen Thriller zu lesen, der auf eben jener Inselgruppe spielt. Zwischen Eisbären, Fjorden, Gletschern und verlassenen Bergbausiedlungen. Es geht recht gemächlich los. Man lernt Protagonist Martin Moltzau kennen, der auf Spitzbergen Schneemobiltouren für Touristen anbietet und seine neue Gruppe vom Flughafen abholt. Leider wurde ich im Verlauf der Geschichte weder mit ihm noch mit seinen drei Gästen richtig warm. Er gibt sich abgebrüht und hält als ehemaliger Extremsportler einiges aus, aber ein bisschen weniger harter Kerl hätte es auch getan. Die Familie, die er betreut, verhält sich von Anfang an auffällig seltsam, sodass man gleich ahnt, dass sie nicht sind, was sie vorgeben zu sein. 
Spannung und so ein richtig packendes Thrillerfeeling wollte sich bei mir einfach nicht einstellen. Es wurde nach der Hälfte besser, denn die Verfolgungsjagd in Eis und Schnee mit Eisbären und der eisigen Kälte als zusätzliche Gefahren, war definitiv nicht ohne. Zudem muss gesagt werden, dass es sich um einen stark politisch angehauchten Thriller handelt, der sich vor allem mit der Politik rund um Spitzbergen auseinandersetzt. Russen gegen Amerikaner, irgendwo dazwischen die Norweger, die eigentlich die Hoheitsrechte über das Archipel besitzen. 
Es ist eine Geschichte, die ihre Zeit braucht, um Fahrt aufzunehmen, allerdings sehr politisch ist und sich auf emotionaler Ebene doch eher zurückhält.  

[Rezension] Liber Bellorum - Feuer & Blut

                                                                [Rezensionsexemplar]

 
Titel: Liber Bellorum - Feuer & Blut 
Autor: Warda Moram
Verlag: Julos Verlag
Seiten: 344
Preis: 17,95 [D] (Klappenbroschur)
             18,50 [A]
ISBN: 
978-3-86374-623-0

Inhalt: 
Zwei Brüder ziehen heimatlos umher: Der verwegene Kyle ist getrieben von seiner dunklen Vergangenheit, während der zurückhaltende Raven an der Impulsivität seines Bruders so manches Mal verzweifelt. Warum müssen sie stets fliehen, warum ständig lügen?
Als sie ein Tabu brechen und die Grenze zum Verbotenen Land überschreiten, treten die in ihnen schlummernden magischen Kräfte zutage. Auf der hoch angesehenen Akademie von Lunaris sollen Kyle und Raven lernen, ihre Magie zu kontrollieren und zu nutzen. Doch bald schon beginnt die schöne Fassade zu bröckeln, und düstere Prophezeiungen nehmen Gestalt an …

Protagonisten:
Kyle ist der ältere der beiden Brüder. Er ist impulsiv, denkt nie über Konsequenzen nach, bringt die beiden immer in Schwierigkeiten, lügt wie gedruckt und wird getrieben von der dunklen Vergangenheit, an die sich Raven nicht erinnern kann. 

Raven ist deutlich zurückhaltender als sein Bruder. Er erledigt die Arbeit, während Kyle auf der faulen Haut liegt, spricht kaum, verachtete Kyle für seine gesamte Art und Weise und hat im Grunde genug davon, wegen Kyles Taten immer wieder obdachlos zu sein. 

Meine Meinung: 
Das Cover von "Liber Bellorum" ist einfach traumhaft und passt perfekt zum Genre High Fantasy. Neben dem Magiesystem, das ich ziemlich interessant finde (es gibt zehn Elemente und nicht nur 4 oder 5), konnte mich das Buch allerdings nicht für sich gewinnen. Von den Charakteren konnte ich keinen so wirklich leiden. Kyle, der bereits Mitte zwanzig ist, benimmt sich vor allem am Anfang mehr als fraglich. Später erhält man Erklärungen dafür, doch bessern tut er sich nicht wirklich. Raven, für den ich zu Beginn mehr Sympathie empfunden habe, ist neunzehn, eher zurückhaltend, doch auch er verhält sich sehr sprunghaft. Die Nebencharaktere waren allesamt blass. Ihnen fehlte die Tiefe ebenso wie der gesamten Welt, die man nach und nach kennenlernt und die gefühlt bloß aus einer Stadt, der Akademie sowie einem Gebirge, einem Wald und einem Meer besteht. Die Handlung besteht aus haufenweise Andeutungen, die in eine gewisse Richtung führen, zu denen aber Hintergrundinformationen fehlen. Aufgelöst wird am Ende zu gut wie gar nichts. Es gibt stattdessen einen großen Zeitsprung und eine Wendung, die ich nicht unbedingt erwartet habe, die mir aber auch nicht wirklich gefallen hat. 
So leid es mir tut, das sagen zu müssen, aber das Buch war überhaupt nicht mein Fall. Zwei weitere Bände sollen folgen. Ob ich weiterlese, bleibt abzuwarten.   

[Rezension] Burning Soul - Ein Königreich aus Feuer und Schatten

                                                            [Rezensionsexemplar]


Titel: Burning Soul - Ein Königreich aus Feuer und Schatten 
Autor: Hanna Frost
Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 318
Preis: 16,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-551-30415-5

Inhalt: 
Jung, schön und tödlich wie eine scharfe Klinge – das sind die Eigenschaften einer begnadeten Assassinin, so wie Kaida eine ist. Doch seit der grausame Fae-König Oberon im ganzen Land nach rothaarigen Frauen fahndet, muss sie sich im Verborgenen halten und tötet nun Wesen dunkler Magie statt Krieger. Als sie einen neuen Auftrag annimmt, tappt sie ungewollt in eine Falle. Sie wird von einem Fae überwältigt und verschleppt. Kaida stockt der Atem, als sie erkennt, wer ihr Entführer ist: Jace, der Thronfolger der Fae. Der überhebliche Prinz ist im ganzen Land für sein eiskaltes Herz bekannt, aber ausgerechnet Kaidas Anblick scheint etwas in ihm zu schmelzen …

Protagonisten:
Kaida ist eine begabte Assassinin, die von einem Hexer persönlich ausgebildet wurde bis sie ihre Gefühle ausschalten und einfach töten kann. In ihrer Vergangenheit musste sie eine Menge durchmachen und lebt mit einer unglaublich großen Schuld, die sie nicht loslässt. 

Jace ist der Thronfolger der Fae, die einst die Königsfamilie der Menschen umbrachten und deren Palast einnahmen, nachdem sie von ihrer Insel vertrieben wurden. Er hat einen jüngeren Halbbruder, eine ältere Schwester und einen Freund, der ihm beinahe wie ein Bruder ist. 

Meine Meinung:
Fae, Assassinen, Magie und eine neue Welt. Klingt nach der perfekten Mischung für eine Fantasygeschichte. Ich kam schnell in die Story rein. Man lernt Protagonistin Kaida in ihrem aktuellen Umfeld kennen und merkt schnell, dass es etwas in ihrer Vergangenheit gibt, das sie verfolgt und nicht loslässt. Sie ist rastlos, meidet Kontakt mit Menschen so gut es geht und jagt stattdessen Monster. Als sie allerdings vom Faeprinzen Jace entführt wird, wird ihre ganze Welt kopfgestellt. Jace soll der Fae mit dem eiskalten Herz sein, doch das merkt man nur zu Anfang. Relativ schnell erkennt man, wie gequält er in seinem Inneren ist, der sich nicht unbedingt benimmt als sei er schon mehrere Jahrhunderte alt. Im Gegenteil ... sowohl er als auch sein bester Freund Nox verhalten sich ziemlich jugendlich und vom Kopf her eher wie zwanzigjährige, was mir nicht ganz passend erschien. Trotzdem hat es die Geschichte ziemlich aufgelockert. Ebenso wie Kaidas Schlagfertigkeit. Sie ist unglaublich stur, dickköpfig und sprunghaft in ihren Gefühlen. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jace steht definitiv im Vordergrund der Handlung. Sie ist sanft und ruhig, gespickt mit dem nötigen Drama zum Ende hin. Was mich etwas gestört hat, ist die generelle Wankelmütigkeit der Charaktere. Von Liebe zu Hass, von Fremden zu Familie innerhalb von gefühlten Minuten. Dann wieder Zweifel und Misstrauen ohne groß zu hinterfragen. Der Fae-König Oberon, der ja theoretisch einer der Antagonisten sein soll, da er immer als grausam beschrieben wird, war mir beinahe schon zu nett. Ansonsten hatte ich definitiv meinen Spaß mit der Geschichte und bin sehr neugierig, wie es mit Jace und Kaida weitergeht. 

[Rezension] Lieder der Wälder - Eschen Elegie

                                                                                [Rezensionsexemplar]


Titel: Lieder der Wälder - Eschen Elegie 
Autor: Marleen S. Mari
Verlag: Nova MD
Seiten: 460
Preis: 16,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-985-95017-1

Inhalt: 
Die Wälder Keyll Naomh sind heilig. Ihr Wort wird von den Propheten in die Welt getragen, von den Spielleuten in Liedern besungen, von den Menschen gehorsam befolgt. Manch einer verehrt die geheimnisvolle, tiefe Ewigkeit des Waldes wie einen Gott.
Als den Wäldern Gefahr droht, erwählt Keyll Naomh den arroganten Prinzen Severyn Pádraig zum neuen Propheten. Fortan liegt es an ihm, die Bedrohung, die sich über sein Reich erhebt, abzuwenden. Severyn ist nicht gerade begeistert, diese Mission gemeinsam mit einer Gruppe unbedarfter und freigeistiger Spielleute erfüllen zu müssen. Doch bald schon stellt sich heraus, dass seine Begleiter mehr sind, als sie zu sein scheinen. Und auch die dunklen Mächte, die sich gegen die Wälder wenden, entpuppen sich bald als weitaus unheilvoller als jemals erwartet.

Protagonisten:
Severyn ist der Sohn des Fürsten, gut aussehend, mutig und pflichtbewusst. Allerdings ist er sich seiner Qualitäten sehr wohl bewusst, was ihn zu einem ziemlich arroganten und selbstüberzeugten Charakter macht, mit dem man es nicht unbedingt leicht hat. 

Die Helle Barden ist eine Gruppe aus jungen Spielleuten bestehend aus Sängerin Rosie, Anführer Mattys, Geigerin und Kriegerin Edeline, Flötenspielerin und Verbundene der Wälder Nascha, Barde Caleb sowie dessen kleine Schwester Olyvar. Die sechs sind so unterschiedlich wie es nur geht und doch eine kleine Familie, die füreinander einsteht mögen die Streitereien zwischen Mattys und Caleb auch eskalieren. 

Meine Meinung:
Geheimnisvoll, poetisch, faszinierend anders. Das wären die ersten Worte, die mir für "Lieder der Wälder" einfallen würden. Marleen S. Maris Schreibstil ist fließend, ruhig und erzeugt eine Atmosphäre, die diese Geschichte Seite für Seite begleitet. 
Eine neue Welt, viele Reiche, neue Wesen unter anderem Elben, die mottenähnlich sind und Wälder, die heilig sind und von Barden besungen werden. Das und mehr erwartet einen in zwischen dem Cover dieses Buches. Bei vielen wichtigen Charakteren - es sind neun an der Zahl - muss man mit vielen Perspektiven rechnen. Doch die Autorin hat diese so gestaltet, das sie ineinanderfließen und man einen guten Einblick in die Köpfe aller Protagonisten erhält, ihre Motive, Gedanken und Gefühle noch besser verstehen kann. Mein Liebling ist bisher Edeline, die von allen vermutlich die heftigste Hintergrundgeschichte hat. Außerdem kann sie nicht nur gut mit der Geige umgehen sondern auch mit dem Schwert. Severyn ist so ein Charakter, der so eine Art Hass-Liebe hervorrufen kann. Er ist unfassbar selbstbewusst und dass er der Auserwählte der Wälder wird, macht das ganze nicht besser. Gleichzeitig gibt es immer wieder Stellen, an denen man merkt, dass er nicht nur fies und eingebildet ist. Es gibt allerdings einen Charakter, über dessen Rolle ich mir noch nicht ganz im Klaren bin. Und zwar ist das Adeena. Sie spielt irgendwie eine Rolle, aber ohne sie hätte sich an der Handlung nicht viel geändert. Auch über ihre Motive erfährt man nicht viel. Allerdings hat ihr Dasein sicherlich einen Grund, der zu Band zwei hinführt. 
Das Ende ist ein Cliffhanger, der zwar gemein ist, allerdings hängt man nicht völlig in der Luft. Ich bin ungemein gespannt auf die Fortsetzung!