Sonntag, 21. Oktober 2018

Frankfurter Buchmesse 2018 - Victoria Aveyard, Bianca Iosivoni, Bookstagram-Treffen und Co

Hey, ihr Lieben,

Die Frankfurter Buchmesse ist nun schon eine Woche her und ich möchte ein paar Eindrücke dieses absolut fantastischen Wochenendes mit euch teilen.
Am Freitagnachmittag bin ich von Berlin nach Frankfurt geflogen, was schon die erste Premiere darstellte, da ich noch nie allein geflogen bin. Zum Glück lief alles wie am Schnürchen, sodass ich am Abend in Frankfurt ankam und von Josis Freundin abgeholt wurde. Zusammen mit Jana (lilys.wordwelt) und meiner besten Freundin habe ich nämlich bei der liebe Josi (neomiscrazyworld) übernachten dürfen, wofür ich ihr noch immer total dankbar bin.
Am Samstagmorgen habe ich sowohl mich, als auch Josi mit den Covern von "Sturmtochter" und "Die Krone der Dunkelheit" angemalt. Dann ging es auch schon voll bepackt zur Messe.
Für die nächsten anderthalb Stunden haben wir uns bei Stefanie Hasse die Füße platt gestanden und Kira (kiras_bookpage) hat uns dabei Gesellschaft geleistet. Wir hatten uns eine Menge zu erzählen und ich finde es immer noch unglaublich, dass wir durch Instagram so gute Freunde geworden sind.
Danach gab es erst einmal eine kleine Stärkung, da das Frühstück in der frühmorgendlichen Hektik leider zu kurz kam. Mit vollem Magen haben wir uns zum Stand von Hawkify durchgeschlagen, um Katrin Petzold und Johanna B. Becking zu treffen. Die beiden sind zwei junge, sehr talentierte Autorinnen und so herzlich auch noch dazu. Auf ihre neuen Bücher freue ich mich schon sehr, aber bis dahin heißt es warten ...
Zwischendurch war ich noch bei Christine E. Bernhards  inoffizieller Signierstunde, die dennoch offiziell lang genug war. Sie hat sich für jeden Zeit genommen und war mindestens so aufgeregt wie wir.
Dann habe ich wie jedes Jahr meinen kleinen, persönlichen Lieblingsverlag Fehu Fantasy besucht und die wundervolle Crissy Catella in die Arme schließen dürfen. Sie hat sich so über meine Zeichnung von ihr gefreut und das erwärmt einfach jedem "Künstler" das Herz. Schade, dass die Zeit einfach nie lang genug für ausführlichere Gespräche ist.
Das nächste Highlight waren die Lesung und Signierstunde von Bianca Iosivoni beim Ravensburger Buchverlag. Zwanzig Minuten durften wir ihr einer Szene aus "Sturmtochter" lauschen und uns anschließend in den Kampf der Signierstunde werfen. In sage und schreibe vierzig Minuten habe ich mich ungefähr einen bis zwei Meter vorwärts bewegt. Aber immerhin. Wie der Zufall es wollte, kam dann noch Nina MacKay vorbei und hat uns das Anstehen mit einem tollen Gespräch, Fotos und einer Signierung versüßt. Ab da ging dann alles ganz schnell und ich stand bei Bianca am Tisch. Meine Nerven haben geflattert, sage ich euch. Unnötiger Weise allerdings, da sie so unglaublich lieb war, von meinem gemalten Armcover mindestens so begeistert war, wie ich von ihrem Buch. Ich glaube, in diesem Moment war mein
Dauergrinsen wirklich eingefroren.
Ein wenig später hatte ich auch schon mein Meet and Greet mit der Victoria Aveyard und spätestens da war ich innerlich am Zittern. Zusammen mit Samy (unauffaellig.auffallend) hat Ramona (kielfeder) mich zu einem abgetrennten Bereich am Stand von Carlsen gebracht. Dort, etwas abseits vom Messetrubel, hatten wir die Möglichkeit, fünfzehn Minuten lang, Fragen zu stellen, uns unsere Bücher signieren zu lassen und Fotos zu machen. Victoria ist so eine schöne, wahnsinnig sympathische und aufgeweckte Autorin, die sich selbst sehr über unser Dasein gefreut hat. Die Viertelstunde ging leider viel zu schnell vorbei und dann war es auch schon Zeit für das Bookstagram-Treffen.
Überwältigt trifft es wohl am ehesten, als ich die Masse an Bookstagrammern unter der Rolltreppe erblickt hatte. Es war der Wahnsinn! Nach und nach habe ich bekannte Gesichter entdeckt, neue kennengelernt und schon vertraute wiedergesehen.
Ich wurde mehrfach angesprochen und um ein Foto gebeten, die Menschen haben sich gefreut, mich zu sehen und ich habe das noch gar nicht richtig realisiert.
Danke an all die wundervollen Bücherwürmer, die dort waren! Danke Lucia, Mel, Sabrina, Laura, Kira, Miri, Anna, Julia, Aileen, Jessi, Josi, Jana, Tinker, Friedericke, Laura, Anni, Isabell und so vielen mehr! Es war einfach nur wundervoll!
Nach knapp anderthalb Stunden hatte auch dieses Treffen ein Ende und ich habe mich mit Kira und Melissa zum Carlsen Verlag begeben, da ich eingeladen worden war, in kleiner Runde mit Victoria Aveyard Essen zu gehen - die größte Ehre, die ich mir vorstellen konnte. Zweieinhalb Stunden habe ich zusammen mit einigen Verlagsmitarbeitern und tollen Bloggern in einem Italiener verbracht, lecker gegessen, gelacht, während Victoria sich unseren Fragen stellen musste.
Gegen 21 Uhr bin ich schließlich weiter zur Influencer Booknight von Mainwunder gehetzt (die Straße, wo die Location lag, war einfach nur widerlich und nicht gerade ungefährlich für junge Frauen). Dort habe ich mit Kira, Josi, Melissa, Laura, Lucia, Charlie, Jana und einigen anderen Mädels noch den Rest des Abends verbracht, Julia Dippel beim Singen zugehört, Bücher geshoppt und die Füße entspannt, die nach diesem Tag ziemlich am Qualmen waren.
Gegen Mitternacht haben wir uns erschöpft und vollbeladen wieder auf den Heimweg gemacht und sind ins Bett gefallen.
Meine Freundin und ich sind am Sonntagvormittag wieder nach Hause geflogen, sodass ich meinen Geburtstag noch mit meiner Familie feiern konnte.
Alles in allem war das Wochenende einfach wieder unglaublich großartig und ich vermisse die Mädels jetzt schon. 

Freitag, 19. Oktober 2018

[Rezension] Die Römer kommen

                                                                [Rezensionsexemplar]

Titel:
Die Römer kommen
Autor: Armin Maiwald
Verlag: Emons Verlag
Seiten: 304
Preis: 20,00 [D] (Hardcover)

             20,60 [A]
ISBN:  978-3-7408-0418-3


Inhalt:
Septimus und Quintus Agrippa erhalten vom römischen Kaiser Augustus den Auftrag, ein Legionslager am Rhein aufzubauen. Aus dem Nichts soll in tiefster Wildnis ein neuer Standort als Grenzsicherung für das Imperium Romanum entstehen. Aber das ist nicht so die einzige Herausforderung: Die Gegend ist gefährlich und von Germanen bevölkert ...

Meine Meinung:
>> Die spinnen, die Römer. << Diesen Satz aus dem wohl berühmtesten gallischen Dorf überhaupt, kennt wahrscheinlich jeder. Obelix verwendete es während seiner Abenteuer mit Asterix wohl über zwanzig Mal.
Witziger Weise hatte ich beim Lesen des Buches die ganze Geschichte als Zeichentrickfilm á la Asterix-Stil vor Augen, wodurch der Spaß doppelt so groß war. Es gibt einfach so viele Ähnlichkeiten: Ein germanisches Dorf, einen alten Druiden, ein Haufen Römer und erlegte Wildschweine.
Armin Maiwald beschreibt anschaulich und mit einigem Humor eine fiktive Geschichte, die jedoch in historische Fakten eingebettet ist und - wie ich beim Recherchieren festgestellt habe - die Stadtgründung Kölns erzählt. 

Aus der Sicht der Römer verfolgt man als Leser wie Verhandlungen mit den Germanen geführt, Planungen zu Trinkwasserbrunnen, Befestigungsanlagen und Häusern gemacht sowie Erkundungen der Gegend in Angriff genommen werden. Und alles bemüht friedlich. Einige Male kommt es jedoch auch zu gewalttätigeren Auseinandersetzungen, die aber so unblutig wie möglich beendet werden wollen. Da lernt man die Römer mal von einer ganz anderen Seite kennen.
Die Charaktere sind nicht besonders tiefgründig ausgearbeitet, sondern einfach in ihrer Funktion und ihrem Charakter vorhanden, was aber nicht weiter stört, denn das Augenmerk des Ganzen liegt ja auf der Entstehung des Legionslagers. 
Viele lateinische Begriffe werden im Kontext erklärt, sodass man eine Menge lernen kann. Teilweise hatte das Buch ein bisschen Sachbuchcharakter, dann wieder steckt man mitten im amüsanten Geschehen und verfolgt die  oft ziemlich lustigen Gespräche der Römer. 
Es ist vermutlich nicht für jeden etwas, aber ich persönlich finde es unterhaltsam, lehrreich und humorvoll geschrieben. Vor allem, wenn dann im Kopf Asterix und Obelix läuft :)