Freitag, 23. März 2018

[Rezension] Das dunkle Wort

Titel: Das dunkle Wort
Autor: Sylvia Englert
Verlag: Knaur Verlag
Seiten: 400
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-426-52107-6


Inhalt:
Das Orchideenreich Skaidar schwebt in höchster Gefahr: An seiner nördlichen Grenze ist ein Heer aufmarschiert, das von unheimlichen Glasklingen-Kriegern begleitet wird, während gleichzeitig ein seltsamer Zauber von der Hauptstadt ausgehend immer weitere Teile des Landes zu Kristall erstarren lässt. Nur einer kann jetzt noch helfen, und so schickt Idassa, oberste Magierin und Beraterin des Königs, einen verzweifelten Hilferuf an ihren ehemaligen Mentor Terwyn. Doch der hat sich geschworen, nie wieder Magie einzusetzen, seit er eine nicht wiedergutzumachende Schuld auf sich geladen hat …

Protagonisten:
Terwyn del Cresta war einst oberster Magus und Berater des Königs, bis er sich zu tief in dunkle Magie verstrickte und dabei ein schreckliches Unglück verursachte, mit dessen Folgen er noch immer zu kämpfen hat. Er ist ein Charakter, der viele Ecken und Kanten und einiges in seinem Leben durchgemacht hat. Jemand, der nicht unerfahren und naiv ist sowie einen auf Helden macht, dafür einen berüchtigten Ruf in seiner Welt erhielt. Die Vergangenheit hat ihn gezeichnet und gerade diese Tatsache macht ihn zu einer unglaublich sympathischen Figur.    

Idassa ist oberste Magierin des Königs und eine Person, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie ist eine starke Frau, die sich ihrer Verantwortung und Handlungen immer im Klaren ist, sodass sie erkennt, dass Terwyn der einzige ist, der dem Zirkel und dem ganzen Land noch helfen kann. Ihr Vertrauen und Überzeugung in ihn machen es ihm leichter, seinen Schwur aufzugeben.

Rhy ist eine junge, magisch nicht begabte Händlerin, die eine unheilvolle Beobachtung macht und bei dem Versuch, diese an einen einflussreichen Magus weiterzuleiten, begibt sie sich zusammen mit ihrem kleinen Drachen auf eine gefährliche Reise. Doch auch sie überzeugt mit Willensstärke, Mut und Witz, sodass man sie einfach mögen muss. 

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, war mir sofort klar, dass es nur gut sein kann und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Die Handlung ist in drei unterschiedliche Stränge unterteilt, die im Verlauf der Geschichte zufällig aufeinandertreffen. Zum einen und hauptsächlich geht es um Terwyn del Cresta, der von Idassa um Hilfe gebeten wird, dem Zirkel bei der Bekämpfung der merkwürdigen Kristallschicht, die  unaufhaltsam über das Land kriecht, zu helfen. Seine Entwicklung ist richtig gut dargestellt, denn man bekommt immer wieder tiefe Einblicke in seine Vergangenheit als stolzer, junger Magier und auch wie es zu dem furchtbaren Unglück kommen konnte, bei dem seine Frau und seine Tochter ums Leben gekommen sind. Ein in meinen Augen faszinierend dargestellter Charakter, der einem im Verlauf der Geschichte immer sympathischer wird.  
Der nächste Strang handelt von der jungen Händlerin Rhy, die sich auf der Suche nach einem fähigen Magus mehr als einmal in Gefahr begibt, jedoch nie an Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein verliert. Sie zusammen mit ihrem kleinen Drachen zu begleiten ist spannend und teilweise witzig zugleich.  
Als letztes haben wir noch Inyra, die die Hilfe eines Magiers braucht, um ihre kleine Tochter zu heilen und zu Beginn von Terwyn abgewiesen wird, der sie der Hauptstadt verweist. Auf ihrer anfänglichen Reise gerät sie, ihr Neffe und eine weitere Begleiterin in Gefahr, denn sie geraten mitten in den Krieg und müssen vor der tödlichen Kristallzone fliehen. 
Natürlich enthält auch dieses Buch eine kleine Liebesgeschichte, die in meinen Augen jedoch nicht so richtig passt, aber trotzdem akzeptabel ist. 
Das Buch ist absolut actionreich, voller magischer Elemente und beruht auf einer ganz neuen, fantastischen Welt, die mich sehr interessiert hat, komplex aufgebaut ist und neugierig auf mehr macht. Auch der bildhafte Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man die Geschichte innerhalb weniger Tage einfach verschlingen kann, mitgerissen wird und immer wissen möchte wie es weiter geht.
Für mich ist dieses Buch ein wirkliches Highlight. Mystisch und immer begleitet vom dunklen Wort, das sich wie ein roter Faden mal mehr und mal weniger durch die Geschichte zieht.       

 

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