Freitag, 30. Juni 2017

[Rezension] (K)eine Frau zum Verlieben

[unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar]

Titel: (K)eine Frau zum Verlieben
Autor: Sandra Vahle und Mary Green
Verlag: neobooks
Seiten: 116
Preis:  9,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-7418-7450-5


Inhalt:
Freundschaft plus, Sex ohne Gefühle, Nicht-Beziehung – bei der modernen Interpretation von Liebe ist der Liebeskummer vorprogrammiert. Frei nach dem Motto‚ Switch when you‘re winning’ wird fleißig gestöhnt und gevögelt, und das am besten ohne jegliche Verpflichtung und Empfindungen. Ist die Zeit der Liebe wirklich abgelaufen? Sind die romantischen Beziehungsmodelle längst veraltet und nur unser Herz hat es noch nicht kapiert?

Wir erheben Einspruch, und zwar mit diesem Ratgeber. Auch im 21. Jahrhundert darf man noch auf Schmetterlinge im Bauch und echte Emotionen hoffen.
Wenn du bereit bist, dein Singleleben vollends zu genießen, eine neue Liebe zu erleben und deine jetzige Situation mit ein wenig Selbstironie zu feiern, dann lies - und swing when you`re winning!


Meine Meinung:
Unterhaltung vorprogrammiert! Dieses Büchlein hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht, denn die Autorinnen geben nicht nur Tipps (z.B.: "Tipps für langfristige Selbstmotivation") sondern berichten mit einer teilweise gehörigen Portion Ironie von ihren eigenen Tinder-Dates. Der Schreibstil ist locker, leicht und flockig - wie man so schön sagen würde - und in keinsterweise vulgär. Man fliegt nur so durch die Seiten und bekommt am Ende noch einmal schön zusammengefasst eine Pro-und-Contra-List des Singledaseins. Die Herren, die die beiden hier getroffen haben, sind wirklich der Oberknaller (sowohl positiv als auch negativ), doch nicht alle Dates sind negativ ausgegangen. 
Ich für meinen Teil hatte meine Freude an dem Buch und es ist doch immer schön zu lesen, dass man nicht die einzige auf dieser Erde ist, die beziehungsunfähig ist :D

 

Samstag, 17. Juni 2017

[Arm like a cover] Step by Step

[unbezahlte Werbung]

Hey, ihr Lieben,

ich wurde auf Instagram gefragt, ob ich nicht mal ein "Step by Step" zu meinen Armbildern machen kann und hier kommt es :)

 Schritt 1:
Ich benutze zum Malen Acrylfarben und meistens brauche ich ca. 30 bis 45 Minuten plus Fotos machen und Abwaschen.
Zu erst bemale ich meinen Arm mit der Grundfarbe des Covers.

   
 
Schritt 2:
Da die meisten Cover nicht nur einfarbig sind, mische ich oft, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin.
 
 
 
Schritt 3:
Jetzt kommt das Motiv. Bei "Wie Monde so silbern" das Kleid, die Sterne und der Schuh. Mit einem dünnen Pinsel und weiß zeichne ich erst einmal die Umrisse vor.
 
 
Schritt 4:
Nun wird das ganze ausgemalt, schattiert und an einigen Stellen noch verbessert, bevor ich dann das Foto mache.
 


 So, das war ein kleiner Einblick hinter die Kulissen :)
 
 

Samstag, 27. Mai 2017

[Rezension] Smoke

 [unbezahlte Werbung/ Rezensionsexemplar]

Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl´s books
Seiten: 611
Preis:  16,99 [D] (Broschiert)
              17,50 [A]
ISBN: 978-3-570-58568-9


Inhalt:
Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Protagonisten:
Thomas ist einer der Hauptfiguren und für mich schwer einschätzbar. Er ist durch seine Vergangenheit, vor allem durch die Taten seines Vater und die darauffolgenden Vorhersagen ihn betreffend, geprägt. Diese Last trägt er das ganze Buch über mit sich herum, wird von Befürchtungen, Ängsten und Selbstzweifeln gequält und glaubt fast bis zum Ende an das "böse" Erbe, das er in sich tragen soll. Teilweise bricht diese Seite aus ihm heraus, entlädt sich in Wutausbrüchen und Gewalt.

Charlie ist im Grunde sein komplettes Gegenteil. Mit seiner ruhigen, sanften und vernünftigen Art versucht er auf Thomas einzugehen, hört ihm zu und hält zu ihm, egal was passiert. Er ist aus einer einflussreichen Familie und besucht genau wie Thomas eine Elite-Schule in Oxford. Dort werden sie getrimmt, "rein" zu sein, nicht zu rauchen, sündenfrei zu werden. Charlie raucht kaum, im Gegensatz zu Thomas, dessen unterschwellige Wut ihn öfters eine Grenze überschreiten lässt.

Livia Naylor ist die Tochter von Lady Catherine Naylor, einer angesehenen Aristokratin und mir anfangs sehr unsympathisch. Sie verhält sich Thomas und Charlie gegenüber kalt und abweisend, verbietet sich zwanghaft jede noch so winzige Sünde und scheint auch zu ihrer Mutter kein gutes Verhältnis zu haben. Im Laufe der Geschichte verändert sie sich, weil sie keine andere Wahl hat. Sie lernt dazu, entwickelt Gefühle für Charlie und verworrener Weise auch für Thomas, was zwischen den dreien aber kaum Gespräch findet.   

Lady Catherine Naylor ist eine Adlige wie aus dem Bilderbuch. Zumindest was das Aussehen und ihre Art an der Oberfläche betrifft. Sie ist hochgewachsen, schön, höflich und raucht nie, doch lernt man sie besser kennen, so erkennt man, dass auch sie eine Bürde mit sich trägt. Eine Bürde, die sie befeuert, die Welt zu verändern, die Menschen zu verändern. Skrupellos und doch mit Eleganz geht sie ihrem Traum nach und lässt sich von niemanden abhalten. Ihr Charakter hat mich fasziniert und nachdenklich werden lassen, denn hauptsächlich von ihr erfährt man sehr viel über den Rauch, seine Bedeutung und sein Wirken.

Meine Meinung:
Dieses Buch zu bewerten ist keine leichte Aufgabe. Es konnte mich durchaus in seinen Bann ziehen, fesseln und ich war die gesamte Zeit über fasziniert von der Idee des Rauches als Zeichen von Sünde. Unbedingt wollte ich wissen, was es damit auf sich hat, was dahinter steckt und wie sich alles am Ende auflöst, doch andererseits war es schwierig, sich in die Geschichte einzulesen, zu verstehen, um wen und was es geht, die Vielzahl an Personen zu unterscheiden, ihnen einen Platz in der Handlung zuzuweisen und auch ihre Bedeutung zu erfassen.
Grund daran ist zum Teil Dan Vyletas Schreibstil. Er schreibt mit einer umfassenden Ausführlichkeit, dass es manchmal zu viel wird, nutzt lange Vergleiche, Metaphern und fast schon philosophische Beschreibungen. Interpretationen über Sünde, die Manifestation des Rauches und das Verhalten der Menschen gibt es zu genüge. Im Endeffekt bin ich mir nicht so sicher, alles richtig verstanden zu haben und auch der Gedanke an eine so schmutzige Welt, das Leben darin, ist für mich nicht wirklich greifbar.
Trotzdem schafft Vyleta es durch diesen Stil durchgehend eine Atmosphäre von Düsternis, Geheimnissen und unterdrückten Gefühlen zu schaffen, die mich sehr einnehmen konnte.
Dann ist da noch die Sache mit den wechselnden Perspektiven. Mal liest man die Geschichte aus der Ich-Perspektive einer Person und muss darauf achten, aus wessen Sicht erzählt wird, dann gibt es Kapitel, in denen in der dritten Person berichtet wird und manchmal hat man das Gefühl, alles zu überblicken und doch nichts zu erfahren. Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man sich für dieses Buch viel Zeit nehmen sollte. Manche Sätze lieber zweimal liest und die Gedanken dahinter erfasst. So kommt man besser und tiefer in die Geschichte hinein.
Ich hatte bis zum Ende des Buches keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde, da Informationen dem Leser nur häppchenweise dargelegt werden und der große Zusammenhang bis zum Schluss aufgehoben wurde. Doch selbst dann musste ich mich anstrengen, es zu verstehen.
Alles in allem ist das Buch kein Buch für Zwischendurch und teilweise erfordert es wirklich Kraft, weiterzulesen, doch wenn man sich auf die Geschichte und den Stil einlässt, lässt es einen nicht mehr los.
         

Sonntag, 21. Mai 2017

[Info] Books n the Run - TAKE / READ / RETURN

[unbezahlte Werbung]

Hey, ihr Lieben,

heute gibt es mal einen Beitrag zu einer Initiative, die Samantha ins Leben gerufen hat. Sie nennt sich "Books on the Run". Es geht darum, den Öffentlichen Personennahverkehr in eine Art "Bibliothek" für alle umzufunktionieren und so seine Liebe zu Büchern mit anderen zu teilen. In der New Yorker Subway sowie  der Londoner Underground existiert diese Initiative bereits und scheint gut zu funktionieren.

Findet man ein Buch mit folgendem Sticker in U-Bahn, S-Bahn oder Bus, kann man es mitnehmen, lesen und danach wieder im öffentlichen Nahverkehr aussetzen.
Wer eigene Bücher verteilen möchte, bekommt von Samantha die Books on the Run - Sticker per Post zugesandt und darf als sogenannte Book Fairy / Ninja loslegen :)
Das Starterkit enthält zwei Sticker, zwei Visitenkarten, die man in das Buch steckt sowie eine kurze Anleitung.

 
 
Für weitere Infos und verlinke ich euch Samanthas Website sowie weitere ihrer Social Media Seiten.
 
 
 
Was haltet ihr von der Initiative?


Samstag, 13. Mai 2017

[Rezension] Die Katzen von Montmartre

[unbezahlte Werbung]

Titel: Die Katzen von Montmartre
Autor: Tessa Korber
Verlag: btb
Seiten: 252
Preis:    9,99 [D] (Taschenbuch)
              10,30 [A]
ISBN:
978-3-422-71444-5

Inhalt:
Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Meine Meinung:
Einen Krimi zu lesen, bei dem Katzen in die Rolle der Ermittler schlüpfen und einen beziehungsweise zwei Verbrechen aufklären, war eine interessante und gleichzeitig amüsante Erfahrung für einen Katzenliebhaber wie mich, denn mehr als einmal konnte ich Parallelen zu meinem eigenen Kater ziehen.
Zu Beginn des Buches lernt man die vierfüßigen Charaktere der Geschichte kennen. Bonnard, den Friedhofskater mit dem sonnigen Gemüt, der sich gerne die Ängste und Sorgen der Friedhofsbesucher erzählen lässt. Suzanne, die sich um die melancholische Madame Valladon sorgt. Dégas, den düsteren, alten Künstlerkater, der heimlich die Katzendame Grisette anhimmelt, die sich am liebsten von einem Künstler malen lassen würde. Matisse, den jungen Kater, der sich neugierig herumtreibt und so auf den schwarzen Straßenjungen Navid trifft. Zu guter Letzt wären da noch Pablo und Miró, die frechen Söhne von Suzanne, die während ihrer Spiele auf die Leiche des jungen Mädchens stoßen.
Alle diese Katzen sind mir auf ihre besondere Weise ans Herz gewachsen, da man durch den ständigen Perspektivwechsel jede von ihnen persönlich kennenlernen konnte. Auch wenn es sehr viele Charaktere gibt, da natürlich auch einige Menschen eine Rolle spielen, fiel es mir relativ leicht, den Überblick zu bewahren. 
Das Setting, also das Künstlerviertel Montmartre mit den gepflasterten Straßen, den Straßenmusikern und -malern, Touristen und kleinen Cafés aus Katzensicht beschrieben, ist etwas ganz besonderes, denn der Leser wird nicht nur in entlegene Ecken geführt, sondern bekommt einen vielfältigen Eindruck der unglaublich scharfen Sinne der Samtpfoten.
Die Handlung ist, verbunden mit dem lebendigen, detailreichen Schreibstil, ziemlich ansprechend. Durch die wechselnden Perspektiven wird der Leser von einer Szene in die nächste gelotst, ohne dabei den roten Faden aus den Augen zu verlieren und die ganze Zeit über habe ich gegrübelt, welchen Zusammenhang es zwischen dem Mord und Grisettes Verschwinden gibt. Die Methoden, mit denen die Katzen sich die Menschen des Montmartre zu eigen machen, haben mich oft zum Schmunzeln gebracht, aber mir auch gezeigt, wie viel die Tiere tatsächlich von der menschlichen Psyche verstehen. Die Auflösung am Schluss kam dann ziemlich überraschend und es wird noch einmal spannend. 
Für mich ist dieses Buch der Beleg, dass ein Krimi auch ohne blutige Szenen und Psychoterror durchaus spannend sein kann, kombiniert mit Pariser Flair, Humor und liebenswerten Charakteren.