Montag, 25. April 2022

[Rezension] Askeria 2 - Hüter des Seelenfeuers

                                                          [Rezensionsexemplar]


Titel: 
Askeria 2 - Hüter des Seelenfeuers 
Autor: Juliet May
Verlag: Nova MD 
Seiten: 588
Preis: 17,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-96698-399-0

Inhalt: 
Nach Soutas Geständnis ist für Piara nichts mehr wie zuvor. Entschlossen, das Schicksal zu wenden, unterstützt sie ihn und seine Freundin Lia bei einem waghalsigen Plan; ein Funken Hoffnung, der den beiden Geschwistern nach ihren Differenzen wieder ein gemeinsames Ziel vor Augen führt:
Das Seelenfeuer, welches Menschen und Ceri gleichermaßen innewohnt, gewährt zwei Vertrauten die Chance, sich auf ewig zu binden. Körper und Geist legen ihre Barrieren voreinander nieder und schnüren ein Band, das selbst den Tod überwindet. Den immensen Preis, den dieser Segen fordert, nimmt Souta bereitwillig in Kauf.

Durch Rigoras' Verschwinden und die Festnahme seines Vaters zeichnen sich ernste Konflikte im sonst so idyllischen Fayon ab. Und auch Lycenar wartet nicht länger in den Schatten darauf, dass das Blatt sich zu seinen Gunsten wendet. Stattdessen stößt er Piara in die offenen Arme der blutigen Sünde, die sie ihr ganzes Leben lang erwartet hat. Auf welch ungleichen Kampf sie und Souta sich eingelassen haben, zeigt sich ihnen jedoch erst, als sie ihrem Bruder wieder gegenüberstehen.

Meine Meinung:
Die Geschichte schließt nahtlos dort an, wo Band eins geendet hat. Wieder dreht sich alles um Piara, ihre Brüder Souta und Ineas, Rigo und sein Wildschwein Truffles sowie die Ceri Lia. Aufbau und Struktur der Geschichte sind absolut identisch zu Teil eins. Viele Perspektiven, viele Handlungsstränge, Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, viele Informationen und eine einzigartige Welt, die ihresgleichen sucht. 
Piara, die sich extrem weiterentwickelt hat, ist nicht mehr das junge Mädchen, das um jeden Preis beschützt werden muss. Sie kann kämpfen, hat sich verliebt und verfolgt ihren eigenen Weg. 
Da ich nun wusste, was mich erwartet, hatte ich keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Alles wurde sehr viel düsterer, man hat endlich so richtig die Welt der Ceri kennengelernt, hat mehr über Piaras Eltern erfahren und die Pläne, die sie hatten. 
In diesem Buch steckt so viel Herzblut, so viel Kreativität und Liebe. Ich habe jede Seite der fast 600 Stück genossen. Immer wieder wird man überrascht, die Wendungen sind außergewöhnlich und unerwartet, der Cliffhanger am Ende überaus fies, aber zu ertragen, da Band drei bereits erschienen ist. 

[Rezension] Askeria - Die letzte Generation

                                                              [Rezensionsexemplar]


Titel: 
Askeria - Die letzte Generation 
Autor: Juliet May
Verlag: Nova MD 
Seiten: 552
Preis: 16,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-96443-455-5

Inhalt: 
Mit dem Brandmal einer verstoßenen Rasse gezeichnet, führt die 14-jährige Piara ein vorsichtiges Leben: Sie soll stets wachsam sein, nicht weiter als ins umliegende Gebirge gehen und niemandem verraten, warum sie ständig diese ungewöhnliche Frisur trägt. Rigoras hingegen ist ein Freigeist, der Regeln nur zu gerne umgeht. Als Sohn des obersten Clanführers seiner Heimat liegt ihm die Welt zu Füßen. Dennoch teilen die beiden ein gemeinsames Schicksal, ohne einander überhaupt zu kennen: Um sie herum häufen sich Widersprüche und seltsame Geschehnisse. Ihre Familien zerbrechen, Wissen verschwindet, einzelne Landesteile verderben; und niemand sagt ihnen die Wahrheit. Selbst Piaras Brüder schweigen über ihre Beweggründe, als einer der beiden überstürzt mit ihr die Provinz verlässt. Mitaeria wird auch der goldene Kontinent genannt, doch Piara entdeckt bei ihrer Suche nach Antworten nichts als dunkle Abgründe. Denn in dieser friedlichen Welt wird nicht jeder geduldet. Diejenigen, die kritisch hinter den Schleier des Wohlstands blicken, werden gerichtet - schließlich zweifeln nur Ketzer an der endlosen Güte Corasils. Die Vergangenheit ihrer Familie offenbart Piara die Kehrseite der Gesellschaft. Und je tiefer sie gräbt, desto deutlicher zeichnet sich ab, wovor sie ihr Leben lang behütet wurde; wenn auch vergeblich.

Protagonisten:
Piara ist vierzehn Jahre jung, aufgewachsen zwischen ihren beiden älteren Brüdern und mit einem Attribut, dass sie in Gefahr bringt, sollte irgendjemand von seiner Existenz erfahren. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen, das viele Fragen stellt, aber kaum Antworten bekommt. Nach und nach sieht sie die Welt mit neuen Augen, reift und entwickelt sich schnell, sodass man rasch vergisst, wie jung sie in Wahrheit ist. 

Meine Meinung:
Hut ab, Juliet May, vor dieser unglaublich komplexen, kreativen, einzigartigen und faszinierenden Welt, die du mit "Askeria" erschaffen hast. Und Hut ab für die Struktur der gesamten Geschichte. Ich habe meine Zeit gebraucht, um durchzusteigen, ja nicht den Überblick zu verlieren und all die Namen und fremden Orte zuordnen zu können (Personenverzeichnis sei dank). Die Kapitel sind kurz, die Sichtweisen wechseln oft und man muss auf die Symbole zu Beginn eines neuen Absatzes achten, um herauszufinden, aus welcher Perspektive man die Geschichte erlebt. Manche Szenen wirkten wirr. Als seien sie willkürlich eingebaut worden. Bis es schließlich klick gemacht hat und ich den Sinn dahinter verstanden habe. Willkürlich ist gar nichts an diesem Buch. Die gesamte Handlung ist wahnsinnig gut durchdacht, die Charaktere spannend, vielfältig und interessant. Man muss sich Zeit beim Lesen nehmen, nachdenken und hat man einmal den Überblick, wird man mit einer facettenreichen Story belohnt. Viele Handlungsstränge, viele Charaktere, die ihrem Weg folgen, um ihre Welt zu retten, Wissenschaft, Magie, Glaube, Politik, Freundschaft und Liebe spielen extrem wichtige Rollen. Protagonistin Piara ist vierzehn Jahre jung, einfach gestrickt, aber umso liebenswerter. Sie ist abenteuerlustig, möchte die Welt sehen und sich nicht verstecken müssen, weil sie anders ist. Nur sind ihre beiden Brüder nicht sehr offen mit ihr und wollen sie vor allem behüten. Als sie schließlich eine gefährliche Reise bewältigen muss, stößt sie auf dunkle Abgründe, alte Geheimnisse und neue Freunde. Das Ende ist nicht weniger abenteuerlich als der Anfang und kratzt nur an der Oberfläche der Geschehnisse. Schließlich sind noch ein paar mehr Bände geplant.   

[Rezension] Twisted Tales - Peter Pans Reise ins Ungewisse

                                                         [Rezensionsexemplar]


Titel: Twisted Tales - Peter Pans Reise ins Ungewisse
Autor: Liz Braswell, Walt Disney

Verlag: Carlsen
Seiten: 480
Preis: 16,00 [D] (Hardcover)

           16,50 [A]
ISBN: 
978-3-551-28053-4

Inhalt: 
Das Leben der sechzehnjährigen Wendy Darling ist nicht so abwechslungsreich, wie sie es sich wünschen würde. Doch sie hofft immer noch, dass das magische Zuhause ihres heimlichen Helden Peter Pan tatsächlich existiert. Als sich ihr die Gelegenheit bietet, mit einem Piratenschiff nach Nimmerland zu reisen, geht Wendy einen Pakt mit dem Teufel ein. Doch als Käpt’n Hook finstere Pläne für Nimmerland offenbart, liegt es an ihr und der kleinen Fee Tinkerbell, Peter Pan und seine Welt zu retten …

Protagonisten:
Wendy ist die älteste der Darling-Geschwister und denkt sich lieber Geschichten über Peter Pan aus anstatt eine junge Lady zu werden. Sie kümmert sich um ihre Brüder und den Haushalt, ist gerne für sich, denn auf Events und unter Menschen wird sie schnell belächelt und ausgegrenzt, sobald sie durchscheinen lässt, dass sie trotz ihres Alters an Nimmerland, Magie und Feen glaubt. 

Tinkerbell ist kleine Fee, die Peter Pan auf seinen Abenteuern zur Seite steht, jeden mit ihrem Feenstaub fliegen lassen kann und klingelt, wenn sie spricht. Allerdings ist sie auch schnell eifersüchtig und kann Wendy deswegen überhaupt nicht ausstehen. Zumindest anfangs.  

Meine Meinung:
Was wäre, wenn Wendy mit Käpt´n Hook nach Nimmerland gekommen wäre? Um diese Frage dreht sich dieser neue Teil der Twisted-Tales-Reihe. Wendy ist sechszehn und glaubt fest daran, dass Peter Pan und Nimmerland nicht nur in ihrer Fantasie existieren. Leider führt dies dazu, dass ihre Eltern und die Menschen in ihrer Umgebung sie gerne belächeln und ihr diese absurden, kindischen Gedanken austreiben wollen. Doch Wendy hält an ihrem Glauben fest und ergreift eine sich ihr bietende Gelegenheit. Sie tauscht Peters Schatten gegen eine Überfahrt nach Nimmerland. Auf der Jolly Roger von Käpt´n Hook. Als sie von seinen finsteren Plänen erfährt, setzt sie alles daran, diese zu durchkreuzen, lernt dabei Nimmerland und die Verlorenen Jungs kennen und muss sich mit Tinkerbell auseinandersetzen, die ihr gar nicht wohlgesonnen ist. Es geht ums Erwachsen-Werden, um Freundschaft, Loyalität und Teamgeist. Peter Pan als Charakter hat gar keine so große Rolle. Vielmehr taucht er erst zum Ende hin persönlich auf. Davor begleitet man Wendy auf ihrer Reise durch Nimmerland zusammen mit Tinkerbell. 
Der Schreibstil von Liz Braswell ist gewohnt flüssig, leicht zu lesen und vermittelt den Zauber von Nimmerland wunderbar. Man trifft auf alt bekannte Figuren und Orte, aber auch neue Wesen und fremde Settings. Wendys Charakter ist sehr, sehr greifbar. Sie wächst mit der Zeit immer mehr über sich hinaus und findet nicht nur Peter Pan sondern auch sich selbst, schließt Freundschaften und lernt eine ganze Menge. 
Ich habe das Buch sehr genossen, auch wenn es die Geschichte nicht unter meine Favoriten der Reihe geschafft hat. 

[Rezension] Twisted Tales - Alice im Bann der Herzkönigin

                                                                   [Rezensionsexemplar]


Titel: Twisted Tales - Alice im Bann der Herzkönigin
Autor: Liz Braswell, Walt Disney

Verlag: Carlsen
Seiten: 496
Preis: 16,00 [D] (Hardcover)

           16,50 [A]
ISBN: 
978-3-551-28070-1

Inhalt: 
Die achtzehnjährige Alice ist anders als die Mädchen in ihrem Alter – sie ist neugierig und an allem interessiert. Doch als sie Fotos entwickelt, tauchen plötzlich altbekannte Gesichter auf: die Herzkönigin, der verrückte Hutmacher, die Raupe. Irgendetwas an ihnen ist unheimlich und schließlich entdeckt sie darauf ein schwer verletztes Mädchen … Alice kehrt an den Ort des Unsinns aus ihrer Kindheit zurück, um die tyrannische Herrschaft der Herzkönigin zu beenden. Aber wird ihr das gelingen – vor dem Ende der Zeit?

Protagonisten:
Alice ist nicht wie die anderen 18-jährigen Mädchen ihrer Heimat. Sie hält nicht viel davon, sie wie eine vornehme englische junge Lady zu verhalten. Stattdessen ist sie immer auf der Suche nach einem tollen Fotomotiv, ist neugierig und abenteuerlustig. 

Meine Meinung:
Ein neuer Teil der Twisted Tales? Logisch, dass er unbedingt bei mir einziehen musste. Leider, leider gehört diese Neuinterpretation oder besser Fortsetzung von "Alice im Wunderland" meiner Ansicht nach nicht zu den besten Büchern der Reihe. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und die Handlung zu Beginn an auch mitreißend und wahnsinnig spannend. Die 18-jährige Alice entdeckt beim Entwickeln ihrer Fotos nämlich, alt-bekannte Gesichter aus dem Wunderland auf den Aufnahmen von Personen ihrer Umgebung. Allerdings wirkt alles sehr viel düsterer und beinahe schon gruselig. Die Bewohner des Wunderlands bitten sie um Hilfe, denn die Herzkönigin scheint nun vollkommen den Verstand verloren zu haben. So reist Alice zurück ins Wunderland und trifft dort auf den Hutmacher, die Grinsekatze und viele weitere Charaktere, die man aus dem Original kennt. Allerdings wechselt das Setting im Verlauf der Handlung einige Male zwischen Alice´ realer Welt England und dem Wunderland, was durchaus verwirrend sein kann. 
Auch kommen von der Autorin neu erdachte Figuren hinzu wie Alice´ Tante Vivian, die ihre Leidenschaft für Fotografie teilt sowie ein junger Anwalt namens Katz. Verrücktheiten, bizarre Dialoge und Unsinnigkeiten dürfen eindeutig nicht fehlen. 
Ab der Mitte des Buches schwächelt der Wunderland-Charakter und vieles dreht sich um englische Politik, was mir persönlich etwas zu viel des Guten war. Zudem haben sich einige Passagen sehr gezogen und es ging kaum voran. 
Nichtsdestoweniger hatte ich meine Freude an der Geschichte, die deutlich düsterer und erwachsener ist, als das Original.   

[Rezension] Habits of my Heart

                                                                          [Rezensionsexemplar]


Titel: 
Habits of my Heart 
Autor: Selina Salerno 
Verlag: WReaders 
Seiten: 344
Preis: 16,50 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
9783969668924

Inhalt: 
Alexis Gilbert hat seit Kindheitstagen einen Traum: als Solotänzerin des Australian Ballet auf der Bühne des Opernhauses Sydney zu stehen. Neben knochenhartem Training und fehlendem Zuspruch hat sie auch mit den Tücken des Lebens und ganz persönlichen Ängsten zu kämpfen. Die Abwärtsspirale, in der sie sich seit Jahren befindet, stockt jedoch, als sie auf die Fotografin Reagan Pérez stößt, die ihr Leben auf den Kopf stellt und verloren geglaubte Gefühle in ihr weckt.
Für Alexis beginnt ein Jahr, welches geprägt ist von wahrer Freundschaft und schmerzendem Verlust, tiefgreifender Liebe und loderndem Hass. Doch auch die Angst wird zu ihrem stetigen Begleiter und lässt sie nicht nur einmal daran zweifeln, ob sie jemals gut genug für das Leben, geschweige denn die Liebe sein wird. Sie bringt Veränderungen mit sich, die Alexis nicht nur einmal bis an ihre Grenzen treiben werden.

Protagonisten:
Alexis ist Balletttänzerin in Sydney mit dem Traum, eines Tages Solotänzerin zu werden. Im Schatten ihrer Mutter aufwachsend, von Ängsten geplagt und immer mit dem Gefühl, nicht gut genug zu sein, steckt sie in einem Teufelskreis, aus dem sie mit eigener Kraft nicht herauskommt. 

Meine Meinung:
Wer schon immer mal nach Sydney reisen wollte, kann sich in diesem Buch einen wundervollen ersten Eindruck der Stadt verschaffen. Protagonistin Alexis steht kurz davor, ihre Ausbildung zur Ballett-Solotänzerin abzuschließen, doch sie hadert mit Selbstzweifeln, Ängsten und üblen Erinnerungen. Bis sie auf Fotografin Reagan trifft, die ihr den Kopf verdreht und ihr Herz raubt und alles nur noch komplizierter wird. In jedem Satz, jedem Wort dieser Geschichte steckt so viel Liebe und so viel Gefühl. Selina Salerno schreibt unglaublich emotional, humorvoll und in einer Art und Weise, dass man sich beim Lesen einfach wohlfühlen muss. Gleichzeitig leidet man mit Alexis und wünscht ihr jedes bisschen Glück der Welt. Neben der hauptsächlichen Story um Alexis und Reagan gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der sich um Alexis´ besten Freund Hudson dreht und das Buch endgültig zu einer Achterbahn der Gefühle macht. Jeder Charakter hatte seine eigene Geschichte und wurde dadurch wahnsinnig greifbar. Die meisten muss man einfach lieben, und dann gibt es da noch Kandidaten, die mich so wütend gemacht haben. 
Die Triggerwarnungen zu Beginn sollten auf jeden Fall ernst genommen werden und wenn ihr euch entscheidet, dieses Buch zu lesen und schnell emotional werdet, dann haltet Taschentücher bereit.