Freitag, 25. Januar 2019

[Rezension] Wee City Love 2 - Poems´n´Kisses

                                                            [Rezensionsexemplar]

Titel: Wee City Love 2 - Poems´n´Kisses
Autor: Julia Zieschang
Seiten: 320
Preis: 11,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 978-1790460090


Inhalt:
Du hast nur eine Chance, das Herz deiner großen Liebe zu gewinnen. Bist du bereit für den Poetry-Slam deines Lebens?

Mit Männern hat die 23-jährige Poetry-Slammerin Rachel Somerville längst abgeschlossen. Ihre ganze Liebe und Aufmerksamkeit widmet sie ihrer 6-jährigen Tochter Ash, wobei sie sich nichts sehnlicher wünscht, als das erste Mal mit ihr zusammen in den Urlaub zu fahren. Um das zu erreichen, muss Rachel das Preisgeld beim wichtigsten nationalen Poetry-Slam-Wettbewerb gewinnen. Bevor es allerdings so weit ist, kehrt völlig unerwartet Miles, der Vater von Ash, nach Schottland zurück. Doch Miles weiß nichts von seiner Tochter und mit seiner Rückkehr leben auch Rachels Gefühle für ihn wieder auf. In all der Verwirrung gibt es eine Person, die stets an Rachels Seite ist. Rory, ihr bester Freund und Fels in der Brandung. Zumindest so lange, bis Rachel etwas tut, das Rory ihr nicht verzeihen kann. Und auf einmal steht sie ganz alleine da und muss eine Entscheidung treffen, die alles infrage stellt, woran ihr Herz sieben Jahre lang geglaubt hat.

Protagonisten:
Rachel ist erst 23 und hat schon sehr früh die verantwortungsvolle Rolle der Mutter übernehmen müssen. In meinen Augen hat sie das jedoch hervorragend gemeistert. Sie studiert nebenbei Literatur, kümmert sich liebevoll um Ash und geht ihrer Leidenschaft des Poetry-Slams nach. Einzig und allein mit Männern hat sie es nicht so. Ich mochte sie beinahe noch lieber, als Emily aus Band eins. Oft ist sie die Gelassenheit in Person, immer lässig und ruhig, doch dahinter können ihre Gefühle schon stark Achterbahn fahren.
 
Ash ist vermutlich meine absolute Lieblingsfigur. Rachels 6-jährige Tochter hat im Sturm mein Herz erobert. Immer auf der Suche nach dem magischen Schrank nach Narnia, voller Hoffnung auf einen Brief von Hogwarts ... ich meine, wie kann man sie nicht lieben? Mit Sommersprossen auf der Nase und ihrer so ehrlich-niedlichen Art ist sie der Wirbelwind der gesamten Geschichte.

Rory ... nichts gegen alle Badboys der Buchszene, aber Rory ist (m)ein Traumtyp schlechthin. Gut aussehend, Literaturstudent, selbstlos ohne Ende, kinderlieb und immer für Rachel da. *Seufz*  

Meine Meinung:
Eine herzerwärmende Geschichte über die Liebe und das, was im Leben wirklich zählt, wurde mir versprochen und die habe ich bekommen.
Alles, was die Autorin hier erschaffen hat, wirkte einfach echt und ehrlich. Natürlich sind Klischees nicht zu vermeiden, aber in diesem Buch stören sie in keinster Weise. Julia Zieschang macht sie zu etwas Besonderem, das wunderbar in die Geschichte passt und ihr mit allen Facetten Tiefe verleiht. Sie entführt den Leser mit ihrem bildlich-liebevollen Schreibstil in die Städte und Naturlandschaften von Schottland, sodass man am liebsten selbst dorthin reisen würde. Jeder Charakter wirkt plastisch und lebensecht - man muss sie einfach alle mögen. Wirklich alle. Selbst Miles. Vielleicht gibt es einen einzigen Punkt an Rachel, der mich ein bisschen gestört hat. Wenn alle begreifen, was Sache ist, nur sie selbst nicht. Da hätte ich sie an manchen Stellen am liebsten geschüttelt, aber genau das war es ja, was sie herausfinden musste. Ihrem Herzen eine zweite Chance zu geben - der Liebe eine zweite Chance zu geben.
Was man auf jeden Fall noch erwähnen sollte, ist die Tatsache, dass an Julia Zieschang eine Poetry-Slammerin verloren gegangen ist. Ihre/Rachels Texte sind wunderschön und berührend.
Wer also Lust auf eine herzerwärmende, emotional-fesselnde Geschichte hat, die realistische Züge hat und zum Schwärmen einlädt, der kann mit diesem Buch absolut nichts falsch machen.
   

Sonntag, 13. Januar 2019

[Rezension] Ajena und der Wasserperlenbaum

                                                                       [Rezensionsexemplar]

Titel: Ajena und der Wasserperlenbaum
Autor: Virginia Anemona
Verlag: Brighton Verlag GmbH
Seiten: 356
Preis: 24,90 [D] (Taschenbuch)

ISBN: 978-3-958765825

 
Inhalt:
Ajena ist ein zierliches, kreativ orientiertes Volksschulkind und gerade dabei die Welt zu entdecken. Doch schon bald stellt sich ihr ein Mitschüler in die Quere, der sie über Jahre klein hält, indem er die Angst in ihr nährt. Ajena wird zu einem massiv eingeschüchterten Kind, welches aber schon bald immer intensivere Träume hat. Darin erscheint ihr ein Traumlehrer, der ihr eine neue Realität offenbart. Er hilft Ajena dabei stark zu werden, sodass sie sich irgendwann ihrer Angst stellen kann. Doch in der eigenen Realität bleibt es turbulent für das Mädchen. Von einer neuen Lehrerin wird Ajena erniedrigt und durch eine komplexe Familiensituation gerät sie zwischen die Fronten. Erst in einem neuen Schulumfeld wird sie schließlich etwas gefasster. Doch nun wird ihr erstmals bewusst, wie schwer das Leid wiegt, das ihr widerfahren ist. Je mehr Ajena das versteht, desto depressiver wird sie. Mit Hilfe ihres Traumlehrers versucht sie einen Weg aus diesem emotionalen Verlies zu finden…
 
Meine Meinung:
Ein Buch, das schockiert und einem die Augen öffnet, selbst wenn man sich dagegen verschließen möchte.
Dies ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich durch eine Kindheit voller Schmerz, Angst und Unsicherheit kämpfen muss.
Der Schreibstil ist flüssig und durchsetzt mit bunten, fantasievollen Illustrationen gezeichnet von der Autorin selbst.
In zwei Handlungssträngen - der Realität und der Traumwelt - erzählt die Autorin Ajenas und auch ihre eigene Geschichte von Mobbing in der Schule sowohl durch Lehrer, als auch durch Schüler, von ihrer Familie und ihren Freunden.
Es war bedrückend zu lesen, wie Ajena seelisch sowie körperlich gebrochen und in die Knie gezwungen wurde, wie sie um Liebe und Kraft gekämpft hat, um aus diesem tiefen Loch herauszukommen. Gemischt mit der fantastischen Traumwelt wechselt die Atmosphäre zwischen zauberhaft und düster.
Es fällt mir schwer, eine Bewertung für dieses Buch zu finden, denn einerseits steckt so viel in dieser Geschichte, aber andererseits konnte ich mich einfach nicht während des Lesens fallen lassen. Die bunte Schrift und auch die Schriftart sind ein wenig störend, passen jedoch zum Gesamteindruck und markieren die verschiedenen Realitäten.
Vor allem der Epilog, aber auch die gesamte Geschichte tragen eine unglaublich wichtige Botschaft mit sich. Kinder geben sich für Gewalt durch Mitschüler oder Familienstreits oft selbst die Schuld, fragen sich, was sie falsch gemacht haben und warum.
So kann ich nur sagen, wie unglaublich dankbar ich bin, solch schreckliche Erfahrung noch nicht persönlich erlebt zu haben und wie hilflos ich mich selbst beim Lesen gefühlt habe.    



 
 

Freitag, 11. Januar 2019

[Rezension] My Dead Sister´s Love Story

                                                            [Werbung/ Rezensionsexemplar]

Titel: My Dead Sister´s Love Story
Autor: Lea Melcher
Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 342
Preis:  3,99 [D] (E-Book) 

ISBN: 978-3-646-60473-3
 
Inhalt:
Manchmal musst du alles verlieren, um zu erfahren, was es dir bedeutet...
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten...

Protagonisten:
Antonia (Toni) ist erst 17 Jahre alt, als ihre Schwester Zoe bei einem schweren Autounfall ums Leben kommt. Dementsprechend ist sie von Beginn der Geschichte an emotional sehr, sehr mitgenommen. Ständig muss sie die mitleidigen Blicke ihrer Freunde und Klassenkameraden ertragen und wird aufgrund ihrer äußerlichen Ähnlichkeit oft mit Zoe verwechselt. Im Verlauf der Handlung wird sie immer mehr zu Zoe, was nicht nur ihre Freunde erschreckt.

Theo musste wie Antonia den selben schrecklichen Verlust erleiden. Mit Tonis Hilfe möchte er herausfinden, was in der Unfallnacht wirklich geschehen ist. Er wirkt wie ein Einzelgänger, der nicht viele Freunde hat, was jedoch täuscht. Auf seine eigene Art und Weise ist er eher zurückhaltend, ist jedoch für Toni da, sobald sie ihn braucht. Ich mochte ihn wirklich sehr - fast sogar noch lieber, als Antonia.

Meine Meinung:
Lea Melcher kann schreiben. Das muss ich vorneweg einfach mal festhalten. Es ist unglaublich, wie wortgewandt sie Antonias Gefühlswelt, die Gespräche zwischen ihr und Theo, ja sogar die kurzen Tagebucheinträge aus Zoes Sicht beschreibt. Man bekommt das Gefühl, nicht nur oberflächlich mit dem Thema Trauer und Verlust konfrontiert, sondern tiefgehend und fast schon kunstvoll damit umgeben zu werden. Sie spricht Wahrheiten aus, die ich nie besser hätte formulieren könnte. Ein Buch voller merkenswerter Zitate.
Ich selbst kann nicht wirklich nachvollziehen, wie es sein muss, einen so geliebten Menschen zu verlieren. Vielleicht erschienen mir Antonias Handlungen deswegen so zwiespältig. Natürlich möchte sie ihre Schwester verstehen, möchte ihr nah sein und sie am liebsten zurück ins Leben wünschen. Möchte wissen, warum sie kaum etwas über Zoe weiß und warum diese ihr so viel verheimlicht hat. Dass sie jedoch immer mehr versucht, selbst Zoe zu werden, war mir vor allem zum Ende hin doch ziemlich befremdlich. Sich dieselbe Frisur schneiden zu lassen, ist die eine Sache, aber sich ahnungslosen Menschen gegenüber als Zoe auszugeben, hat mich ein wenig an Tonis Zustand zweifeln lassen - es ist weder klug, noch rational, höchstens menschlich und deswegen irgendwie dann doch verständlich. Die Grenzen zwischen den beiden verschwimmen zunehmend, sodass ich selbst jetzt beim Schreiben immer wieder Zoe statt Toni schreiben will. Ja, die Geschichte hat sich in meinem Kopf verankert, mich berührt und emotional mitgenommen. Trotzdem war nur wenig Handlung vorhanden, die jedoch durch die liebenswerten Charaktere und den unglaublichen Schreibstil wieder aufgewartet wurde.      
Nachdem ich die letzte Seite des Buches gelesen hatte, konnte ich nicht glauben, dass das jetzt das Ende sein sollte. Etwas fehlte. Der runde Abschluss. Eine Auflösung. Trotzdem passte es einfach zum Rest der Geschichte und ich werde so hinnehmen. 


-> Hier geht es zum Buch: "My Dead Sister´s Love Story"


 

Mittwoch, 26. Dezember 2018

[Rezension] Die Shannara Chroniken - Die Reise der Jerle Shannara 2 - Das Labyrinth der Elfen

                                                                   [Rezensionsexemplar]

Titel: Die Shannara Chroniken - Die Reise der Jerle Shannara 2 - Das Labyrinth der Elfen
Autor: Terry Brooks 
Verlag: Blanvalet Verlag
Seiten: 448
Preis: 10,99 [D] (Taschenbuch)
             11,30 [A]
ISBN:  978-3-7341-6182-7 

   
Inhalt:
Eine bunt zusammengewürfelte Schar von Abenteurern befindet sich mit dem Luftschiff Jerle Shannara auf Reisen, um die Edelsteine von Shannara zu suchen. Ihr Anführer ist Walker Boh, der letzte noch lebende Druide. Als sie die geheimnisvollen Ruinen von Schlossstadt erreichen, geraten sie in tödliche Gefahr: Während seine Gefährten auf dem Luftschiff gegen finstere Mächte um ihr Leben kämpfen, wird Walker Boh von Antrax, einem unheimlichen Wesen aus der Vergangenheit, gejagt.

Protagonisten:
Walker ist wohl derjenige mit der schwersten Last. Als Druide von Paranor hat er es sich Aufgabe gemacht, die Bücher der Magie aus den Katakomben der Schlossstadt zu bergen, doch Antrax jagt, quält ihn und will ihn letztendlich vernichten.

Ahren Elessedil ist Prinz der Elfen von Arbolon und in seinem Selbstbewusstsein angeschlagen. Sein Bruder hält ihn für schwach und nichtsnutzig, was sich tief in seine Seele gegraben hat. Im Lauf der Reise muss der Elfenprinz aber feststellen, dass er so viel mehr als ein Feigling ist.

Bek hat endlich herausgefunden, wer er wirklich ist und welche Bürde er damit auf sich nimmt. Nicht nur die Magie will von ihm beherrscht werden, auch seine Schwester - die Ilse-Hexe - muss von der Wahrheit überzeugt werden, die sie vehement abstreitet.

Meine Meinung:
"Das Labyrinth der Elfen" ist inzwischen das neunte Buch der Shannara Chroniken, das ich lese und im Gegensatz zu den ersten sieben Bänden merkt man vor allem in diesem Teil die erstaunliche Wandlung, die Terry Brooks Welt durchmacht. Hatte man anfangs noch das sehr typische High-Fantasy-Konstrukt, so wird dies jetzt vermischt mit Science-Fiction-Elementen, die manch einen stören könnten, mich aber extrem faszinieren. Verkörpert werden diese Elemente vor allem im machtvollen Gegenspieler Walker Bohs, der eine Art künstliche Intelligenz zu sein scheint.
Von den Beschreibungen und Details her ist dieser Teil wirklich sehr komplex und zieht sich an einigen Stellen etwas, doch das wird durch viele kurzweilige und spannende Momente wieder ausgeglichen. Von Anfang bis zum Ende zieht sich eine düstere Atmosphäre durch die Geschichte, die sich mal in dramatischen Kämpfen und Wendungen manifestiert oder den Leser einfach unterschwellig begleitet. 
Abgesehen davon schafft der Autor es wieder, seinen Charakteren Leben einzuhauchen und Bilder in meinem Kopf zu erschaffen, die einfach passen. Aus diesem Grund liebe ich seinen Schreibstil. Es ist unglaublich, wie gut er Szenen beschreibt, die vor meinen Augen durch die wahnsinnig gute Wortwahl real werden. Selbst den technischen Aspekt, der in diesem Buch sehr viel Raum einnimmt, hat er lebendig werden lassen. 
Die Figuren seiner Bücher sind vielseitig, tiefgründig und facettenreich und mit jeder Seite schließt man sie mehr ins Herz. Sie wachsen an ihren Herausforderungen, leiden, kämpfen und müssen viel lernen. Nichts an der Handlung ist klischeehaft, nichts vorhersehbar. Immer wieder wendet sich das Schicksal, Verzweiflung wird durch Hoffnung ersetzt, bevor der Schimmer an Licht wieder erlischt. 
Für mich ist das Buch ein weiterer starker Roman Terry Brooks, der es durch seine Verknüpfung mit Science-Fiction-Elementen durchaus mit seinen Vorgängern aufnehmen kann.         



Dienstag, 25. Dezember 2018

[Rezension] Torn - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit

                                                                [Rezensionsexemplar]

Titel: 
Torn - Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit
Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Heyne
Seiten: 448
Preis: 14,99 [D] (Klappenbroschur)
             15,50 [A]
ISBN:  978-3-453-31978-3              


Inhalt:
Die Welt von Ivy Morgan steht Kopf: Seit sie von dem dunklen Prinzen der Fae beinahe getötet worden wäre ist nichts mehr wie zuvor. Nicht nur, dass sie schwer verletzt wurde, sie ist auch einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur gekommen. Einem Geheimnis, von dem der Orden auf keinen Fall erfahren darf. Ivys einziger Lichtblick ist Ren, der charmante Bad Boy mit den sexy Tattoos, der ihr Herz höher schlagen lässt. Doch für wen wird sich Ren entscheiden, wenn es hart auf hart kommt: für den Orden, dem er die Treue geschworen hat, oder für Ivy, der sein Herz gehört ...

Protagonisten:
Ivy ist noch immer genauso schlagkräftig und um kein Wort verlegen, doch im Gegensatz zu Band eins steckt sie nun in wirklich, wirklich großen Schwierigkeiten, die ihr eine Menge abverlangen. Seelisch, körperlich und psychisch. Doch sie hat einen starken Willen, der nicht so leicht zu brechen ist.

Ren ... noch immer der heiße Elite-Krieger mit der selbstbewussten Art, die nun einen Dämpfer verpasst bekommt. Er ist einfach zu perfekt für diese Welt - charismatisch und verführend, aber trotzdem der Kämpfer an Ivys Seite.  

Meine Meinung:
Bei diesem Buch gerät meine Meinung wieder in Zwiespalt. Einerseits habe ich es innerhalb eines Tages durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Ivy, Ren und den Fae weitergeht - vor allem mit den Fae, weil mich die ganze Sache echt interessiert. Die Geschichte ist spannend, schließt nahtlos an den vorherigen Band an und hält einige Überraschungen parat. Actionreiche Szenen wechseln sich mit mehr oder weniger gefühlvollen Gesprächen ab, Emotionen spielen eine ganz große Rolle, wobei das bei Ivy hauptsächlich Wut, Hass und ihre ach so unglaublich große Liebe zu Ren sind. Auch der Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend und wunderbar bildlich.
Jetzt folgt das Aber: Vor allem im ersten Drittel fühlte ich mich wieder im falschen Genre. Ich habe im Grunde nichts gegen erotische Szenen, die auch ins Detail gehen, aber wenn solche dann gefühlt in jedem Kapitel dreimal auftauchen, nimmt es einfach die Spannung. Möglicherweise sollten die beiden einfach mal versuchen, ein paar Tage ohne Sex miteinander zu verbringen und nicht gleich von Liebe sprechen. Sexuelle Anziehung ist nicht gleich wahre Liebe.
Dann kommt der große Bruch und der wirklich abartige Teil der Geschichte nimmt seinen Lauf. Es tut mir leid, aber ich kann nichts an dem, was der Prinz der Fae mit Ivy macht, irgendwie gutheißen. Es ist einfach nur widerlich. An dem Punkt sollte ich erwähnen, dass ich Ivys Charakter und ihre Stärke bewundere. Trotzdem ändert es nichts an der Tatsache, wie verabscheuenswürdig die Handlungen dieses Prinzen sind. Da ändern auch keine schlagfertigen Wortgefechte etwas.
Zwischendurch werden häppchenweise noch ein paar Informationen zur Welt der Fae preisgegeben, die auf so viel mehr hindeuten und ich hoffe wirklich, dass der dritte Teil die Reihe nochmal hochreißen kann.
Ein Lichtblick waren die Gespräche mit Tink, die frischen Wind in die Geschichte gebracht und Schmunzelgarantie haben.