Montag, 29. August 2022

[Rezension] Zeit der Eismonde 3 - Das dunkle Mal

                                                                          [Rezensionsexemplar]


Titel: Zeit der Eismonde 3 - Das dunkle Mal
Autor: Anett E. Schlicht

Verlag: Piper 
Seiten: 452
Preis: 20,00 [D] (Taschenbuch)

           20,60 [A]
ISBN: 
978-3-492-50516-1

Inhalt: 
Während die Eismonde Aehdland mit einem Mantel aus Schnee und Kälte bedecken, erhebt sich inmitten des Winters eine neue Gefahr. Schatten steigen aus den Tiefen der Unterwelt empor, dunkle Kreaturen, die ihren Tribut fordern. Auch auf den Nordinseln tobt ein von Menschen heraufbeschworener Sturm. Der Krieg hat begonnen und Ouwen muss sich für eine Seite entscheiden. Genau wie der Schattenläufer Hayden. Er ist auf dem Weg zu den Ringolen, um seinen Freunden beizustehen. Auch Mattes und Aerion folgen den Pfaden der Götter. Als sie die Hauptstadt Esgar erreichen, scheinen sich ihre Hoffnungen auf Antworten zu erfüllen, doch die Königsstadt ist unter einem Bann aus dunkler Magie und Furcht gefangen – die Längste Nacht steht bevor und wird alles verändern.

Meine Meinung:
Band drei der Reihe ist für mich ein echtes Highlight. Gerade die zweite Hälfte hat mich so richtig mitgerissen und beten lassen, dass kein Charakter, den ich mochte, stirbt, denn in diesem Teil war Anett E. Schlicht nicht zimperlich und es hätte so ziemlich jeden treffen können. Gott sei Dank ist mein Herz heil geblieben. 
Wurde der Krieg in den beiden vorherigen Teil immer nur erwähnt, nimmt er nun einen großen Teil der Geschichte ein und man bekommt Einblicke in die Sichtweise der gegnerischen Seite, die unter der Herrschaft von Königin Amuriela Denarien (ich liebe diesen Namen) teile Ahedlands zurückfordert. Und auch hier zeigt sich wieder: es gibt nicht bloß die Guten und die Bösen. Nichts ist einfach schwarz oder weiß. 
Auch die Ereignisse der Längsten Nacht waren ein riesengroßes Highlight. Düster, unheimlich, blutig und magisch. Die beste Mischung überhaupt. 
Mit "Das dunkle Mal" hat Anett E. Schlicht einen rundherum hervorragenden Abschlussband einer wirklich extrem guten, komplexen und spannenden Fantasy-Trilogie geschrieben, die ich nur empfehlen kann.  

[Rezension] Zeit der Eismonde 2 - Schattenläufer

                                                                    [Rezensionsexemplar]


Titel: Zeit der Eismonde 2 - Schattenläufer
Autor: Anett E. Schlicht

Verlag: Piper 
Seiten: 416
Preis: 15,00 [D] (Taschenbuch)

           15,50 [A]
ISBN: 
978-3-492-28221-5 

Inhalt: 
Die Zeit der Eismonde hat begonnen, ein Winter, der viele Mondzyklen andauern wird. Ouwen ist auf dem Weg zu den Nordinseln, als ein schwerer Eissturm das Schiff von seinem Kurs abbringt. Doch nicht der Sturm ist sein wahrer Feind: Seine Widersacher sind näher, als er glaubt, und werden jetzt nicht nur ihm, sondern auch seinen Begleitern zum Verhängnis. Währenddessen unternimmt Mattes den riskanten Versuch, das zugeschneite Nordgebirge zu überqueren, um ein Versprechen zu halten. Auch Hayden folgt dem Pfad der Götter und trifft in der Königsstadt Esgar auf unerwartete Verbündete, die ihn in die Stadt der Toten führen ..

Meine Meinung:
Und noch eine Fortsetzung. August war der Monat der zweiten Bände. Und auch dieser hat mich absolut nicht enttäuscht. "Die Zeit der Eismonde 2" schließt da an, wo Band eins geendet hat. Ouwen ist zusammen mit Gestaltwandlerin Edevind auf dem Weg zu seiner Tante auf den Nordinseln, während sein Vater Mattes Aerion, die mit einer gefährlichen Gabe geboren wurde, über die Berge begleitet, um ein Versprechen einzulösen. Hinzu kommen die Handlungsstränge von Hayden und der Reva, der Prinzessin der Königsstadt. 
Ich liebe die Art und Weise, wie Anett E. Schlicht schreibt, ihre kalte, düstere Welt beschreibt und die Charaktere zum Leben erweckt. Sie haben so viel Tiefgang, so viel Hintergrund und wirken rundherum authentisch. Die Atmosphäre ist durchgehend da und lässt einen richtig in der Geschichte versinken. Diese Reihe wird mit jeder Seite besser und nachdem ich fertig war, konnte ich glücklicherweise direkt mit dem finalen dritten Teil weiter machen.   

Sonntag, 28. August 2022

[Rezension] Die Fürstin der Unterlande

                                                             [Rezensionsexemplar]


Titel: Die Fürstin der Unterlande
Autor: Evelyne Aschwanden  
Verlag: Tolino Media 
Seiten: 316
Preis: 12,99 [D] (Taschenbuch)
ISBN: 
978-3-7546-4250-4                                      

Inhalt: 
Nach ihrem Kampf gegen die Herrin findet sich Yasha in einer dunklen, kargen Welt wieder. Um in den Wald zurückzukehren und ihre Stiefschwester Daphne wiederzufinden, muss sie sich ausgerechnet mit ihrem alten Feind und Widersacher, dem Wolf, zusammentun. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise durch die Unterlande. Dabei wird Yasha immer stärker von vergessen geglaubten Erinnerungen eines früheren Lebens eingeholt. Schließlich muss sie sich der Frage stellen: Wie lange noch, bis die Jägerin die Kontrolle übernimmt?

Meine Meinung:
Nachdem ich Band eins so verschlungen habe, konnte ich die Fortsetzung kaum abwarten. "Die Fürstin der Unterlande" ist merklich düsterer und noch einmal ein wenig brutaler als Band eins. Hier gibt es wenig träumerische Elemente, denn Yasha und Daphne, die nach ihrem Kampf gegen die Herrin getrennt worden sind, befinden sich nun in den Unterlanden. Einem kargen, trostlosen, sterbenden Land, in dem die sogenannte Fürstin regiert. Um ihre Schwester wiederzufinden, muss Yasha sich ausgerechnet mit dem Wolf zusammentun, der bereits mehrmals versucht hat, sie beide umzubringen. 
Das relativ hohe Erzähltempo und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man rasch durch die Seiten fliegt und die immer wieder eingebauten Rückblenden decken Stück für Stück Dinge auf, die einen nur neugieriger auf das große Ganze machen und einen zwingen, dranzubleiben. Außerdem gibt es weitere Märchenandeutungen und Anspielungen, unerwartete Wendungen und verschwimmende Grenzen zwischen Gut und Böse, die einen dazu bringen, geschlossene Schubladen wieder zu öffnen. Was mir ein wenig gefehlt hat, war die Dynamik zwischen Yasha und Daphne, die Band eins so einzigartig gemacht hat. Da die beiden hier für einige Zeit getrennt sind, ist es natürlich nicht möglich gewesen, solche Szenen einzubauen, aber auch später spielt Daphne meinem Gefühl nach eine ehr untergeordnetere Rolle. Nichtsdestotrotz habe ich die Geschichte wieder sehr geliebt und kann die Reihe nur jedem ans Herz legen. 


[Rezension] Rise of the Witch Queen

                                                            [Rezensionsexemplar]


Titel: Rise of the Witch Queen - Beraubte Magie
Autor: Verena Bachmann
Verlag: Carlsen
Seiten: 352
Preis: 15,00 [D] (Klappenbroschur)
           15,50 [A]
ISBN: 978-3-551-58482-3

Inhalt:  
Als neue Hexenkönigin muss sich die sonst so vor Selbstbewusstsein strotzende Enju erst noch beweisen. Doch die erste Bewährungsprobe lässt nicht lange auf sich warten: Etwas Böses greift auf einer heiligen Insel die Menschen an. Allein die Königin der Hexen besitzt genügend Magie, um sich dem Wesen zu stellen. Allerdings spielen Enjus Kräfte seit einiger Zeit total verrückt und so bleibt ihr nur ein Ausweg: Sie muss Kayneth, den gefährlich attraktiven Anführer der Beasts, um Hilfe bitten. Aber dafür muss sich Enju endlich ihren Gefühlen zu ihm stellen …

Meine Meinung:
Dass es eine Fortsetzung zu "The Witch Queen" gibt, hat mich total gefreut, da ich den ersten Teil wirklich gut fand. Enju ist nun Königin der Hexen, aber wirklich in ihre neue Rolle eingefunden hat sie sich nicht. Hinzu kommt, dass ihre Magie ständig verrückt spielt und Kayneth sie verlässt und ihr damit das Herz bricht. Dann sind da noch zwei Zwillingshexen, die ihr das Leben schwer machen und eine Hochzeit, die durch mysteriöse Morde gestört wird. Die Mischung aus Fantasy, Krimi und Liebesgeschichte konnte mich wieder kriegen. Allerdings wirkte Enju weniger taff als in Band eins und hat sich viel zu sehr auf ihre Magie verlassen, obwohl sie bereits bewiesen hat, dass sie auch so kämpfen kann. Das Drama um Kayneth war sicherlich ein Twist in der Geschichte, um für Spannung und Knistern zu sorgen, hätte er gefehlt, wäre das Buch nicht weniger spannend gewesen. Wie schon Teil eins ist die Geschichte kurzweilig und temporeich, sodass man rasch durch die Seiten fliegt. Es treten viele Charaktere auf, die aber meist nur oberflächlich angekratzt werden und deswegen keine nennenswerte Tiefe entwickeln, was für mich jedoch nicht sehr schlimm war, da es einfach Spaß macht, Enju während dieser Hochzeit zu begleiten und herauszufinden, was hinter den Morden und ihrer herumspinnenden Magie steckt.  

[Rezension] Die Chroniken von Solaris 1 - Air Awoken

                                                             [Rezensionsexemplar]


Titel: Die Chroniken von Solaris 1 - Air Awoken
Autor: Elise Kova
Verlag: Carlsen
Seiten: 432
Preis: 16,00 [D] (Klappenbroschur)
           16,50 [A]
ISBN: 978-3-551-58484-7

Inhalt:  
Vhalla ist glücklich in ihrer stillen Welt aus Büchern. Bis eine einzige Nacht ihr Leben für immer verändert. Aldrik, Kronprinz und mächtigster Feuerzähmer des Reiches, wurde im Krieg tödlich verwundet. Als Vhalla sein Leben rettet, erwacht ihre Magie und schmiedet ein unzerstörbares Band zwischen ihr und dem Prinzen – denn Vhalla ist eine Windläuferin, die erste seit 150 Jahren. Doch ihre Luftmagie ist gefürchtet und niemand darf davon wissen, am allerwenigsten der Kaiser. Während im Norden an der Front die Kämpfe wüten, kommen Aldrik und Vhalla sich immer näher. Aber ihre Liebe könnte ganz Solaris in Flammen aufgehen lassen ...

Protagonisten:
Vhalla arbeitet seit vielen Jahren im Schloss des Kaisers in der Bibliothek und genießt die Gegenwart von Büchern mehr als alles andere. Sie könnte ewig in fremden Welten versinken und aus der Ferne den goldenen Prinzen anschmachten. Bis sich eines Tages herausstellt, dass sie Kräfte besitzt, die sie zu einer Waffe machen könnten. 

Meine Meinung:
Verschollene Elementmagie, ein Kronprinz und eine junge Protagonistin, in der mehr steckt, als man zuerst vermutet. "Air Awoken" ist der Auftakt einer mehrteiligen High Fantasy Reihe von Autorin Elise Kova. Vhalla ist ein "typischer" Charakter. Sie ist unerfahren, jung und zu Beginn ziemlich naiv. Umso größer ist die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchmacht. Sie lernt, ihre Magie zu akzeptieren und sich gegen Kronprinz Aldrik und andere Widrigkeiten zu behaupten. Aldrik ist Feuerzähmer, Thronfolger und mehr als unsympathisch, konnte bis zum Ende hin aber ein paar Sympathiepunkte sammeln. 
Man merkt dem Tempo der Geschichte deutlich an, dass es sich um einen Eröffnungsband handelt, dem noch mehr als zwei Teile folgen werden, denn die Geschichte nimmt nur langsam Fahrt auf und es geschieht nicht allzu viel, da Vhalla Zeit braucht, um zu akzeptieren, dass sie eine Magierin ist und dann auch noch Kräfte besitzt, die seit Jahrzehnten als verschwunden galten. Nichts desto trotz liest das Buch sich flüssig und ohne Probleme. An vielen Stellen konnte ich mich wahnsinnig gut mit Vhalla identifizieren, denn sie ist jemand, der schwer Nein sagen kann und sehr viel Mitgefühl hat. Das letzte Drittel hat schließlich dafür gesorgt, dass ich Seite um Seite verschlungen habe und etwas enttäuscht war, als das Buch plötzlich zu Ende war. Ich bin extrem gespannt, wie es nun weitergehen wird.